Messungen durchführen
5.2
Zeitaufgelöstes Signal analysieren
In diesem Modus kann eine Signalbeurteilung im Zeitbereich vorgenommen werden.
Einführung
Dabei sind genau die Frequenzfenster zu betrachten, welche vorab im Frequenzspektrum
als auffällig identifiziert wurden.
In dieser Betriebsart wird nur das jeweilige Nutzsignal dargestellt. Im UHF-Modus wird
also das am Eingang REF / RF / CAL anliegende Signal nicht berücksichtig.
Direkt ab Betreten des Messbildschirms werden Pegel (Y-Achse / dBµV) und Phasenlage
(X-Achse / ms) aller gemessenen Impulse in das Diagramm eingezeichnet. Werden
mehrfach Impulse mit exakt identischen Koordinaten (Pegel und Phasenlage) gemessen,
verfärbt sich der jeweilige Punkt im Diagramm entsprechend der dargestellten Farbskala
allmählich von blau nach rot. Das sich dabei allmählich herausbildende PRPD-Diagramm
(Phase-Resolved Partial Discharge) bietet Aufschluss darüber, ob die gemessenen
Impulse in einer Phasenlage häufen oder sich eher zufällig über den Zeitbereich verteilen.
Auf
diese
Weise
können
die
tatsächlich
aus
dem
Netz
stammenden
Teilentladungsaktivitäten von ‚wandernden' Störimpulsen unterschieden werden.
Typische Störer
Typisches Teilentladungs-Muster
Im Falle von TE-Aktivität bilden sich im Verlauf der Messung wolkenförmige Häufungen
heraus, aus deren Form und Phasenlage Rückschlüsse auf die Art der TE gezogen
werden (z.B. Korona-Entladung oder Oberflächenentladung) können. Dies ist in der
Fachliteratur ausführlich beschrieben.
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