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Referenzkonturüberwachung; Feldpaarüberwachung; Interne Sichere Zeitverzögerung; Schützkontrolle Edm - Leuze Rsl 430 Originalbetriebsanleitung

Sicherheits-laserscanner
Inhaltsverzeichnis
Funktionen
5.9
Referenzkonturüberwachung
Die Funktion Referenzkonturüberwachung verhindert versehentliche Dejustage und vorsätzliche Manipula-
tion des Sicherheits-Sensors: Wenn ein Schutzfeld einen Bereich mit Referenzkontur enthält, überwacht
der Sicherheits-Sensor nicht nur eine Verletzung des Schutzfeldes, sondern auch die Übereinstimmung der
gemessenen Umgebungskontur mit der eingestellten Referenzkontur. Der Abstand zwischen Schutzfeld
und Referenz darf maximal 100 mm betragen. Wenn die Messwerte der Umgebungskontur von der defi-
nierten Referenzkontur abweichen, d. h. im Bereich mit Referenzkontur (200 mm ab Schutzfeld) kein Ob-
jekt detektiert wird, schaltet der Sicherheits-Sensor ab und die Sicherheits-Schaltausgänge (OSSDs) ge-
hen auf Aus.
Aktivierung der Funktion
Ä Aktivieren Sie die Funktion Referenzkonturüberwachung zusammen mit der Definition der Schutzfeld-
grenzen mit der Konfigurations- und Diagnosesoftware (siehe Kapitel 9.4.4 "Schutz-/Warnfeldpaare an-
legen und konfigurieren").
5.10
Feldpaarüberwachung
Mit der Funktion Feldpaarüberwachung können Sie den Überwachungsmodus für das gewählte Feldpaar
festlegen.
Mit dem Überwachungsmodus Standby-Anforderung können Sie die Feldpaarüberwachung und die Sicher-
heits-Schaltausgänge (OSSDs) ausschalten. Dies ist z. B. beim Parken von Fahrzeugen sinnvoll.
Aktivierung der Funktion
Ä Aktivieren Sie die Feldpaarüberwachung in der Konfigurations- und Diagnosesoftware (siehe Kapitel
9.4.5 "Feldpaarüberwachung festlegen").
5.11
Interne sichere Zeitverzögerung
Im Funktionsmodus Eine Schutzfunktion können Sie die Sicherheits-Schaltausgänge OSSD B für eine
zweite zeitverzögerte Schaltfunktion einsetzen, z. B. für eine Notfall-Mechanik nach der kontrollierten Ab-
schaltung über die Sicherheits-Schaltausgänge OSSD A.
HINWEIS
Bei Anforderung der Schutzfunktion ist kein Wiederanlauf möglich, bevor die eingestellte Verzö-
gerungszeit abgelaufen ist.
Aktivierung der Funktion
Ä Aktivieren Sie die interne sichere Zeitverzögerung und die Abschaltzeitverzögerung in der Konfigura-
tions- und Diagnosesoftware (siehe Kapitel 9.4.3 "Schutzfunktion und Schützkontrolle aktivieren").
5.12
Schützkontrolle EDM
Die Funktion Schützkontrolle EDM überwacht dynamisch die dem Sicherheits-Sensor nachgeschalteten
Schütze, Relais oder Ventile. Voraussetzung dazu sind Schaltelemente mit zwangsgeführten Rückführkon-
takten (Öffner).
Aktivierung der Funktion
Ä Aktivieren Sie die Schützkontroll-Funktion über die Konfigurations- und Diagnosesoftware (siehe Kapi-
tel 9.4 "Schutzfunktion konfigurieren").
Die aktivierte Schützkontrolle wirkt dynamisch, d. h. zusätzlich zur Überprüfung des geschlossenen Rück-
führkreises vor jedem Einschalten der OSSDs wird überprüft, ob nach der Freigabe der Rückführkreis in-
nerhalb von 500 ms geöffnet hat, und nach dem Abschalten der OSSDs innerhalb von 500 ms wieder ge-
schlossen ist. Ist das nicht der Fall, nehmen die OSSDs nach kurzzeitigem Einschalten den AUS-Zustand
wieder an.
Auf der alphanumerischen Anzeige wird eine Meldung angezeigt und der Sicherheits-Sensor geht in den
Störungs-Verriegelungszustand:
• Bei ausgeschalteten OSSDs muss am EDM-Eingang +24 V anliegen.
• Bei eingeschalteten OSSDs muss der Rückführkreis geöffnet (hochohmig) sein.
Leuze electronic GmbH + Co. KG
RSL 430
44
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