5.5 Automatische Abtauung
"Abtau.gas" – Abtauung mit Heißgas.
Für alle BWP Modelle
Die BWP ist mit einer kontinuierlichen automatischen Abtaueinrichtung
ausgestattet. Dieses System verringert die Häufigkeit der Abtauzyklen
und erhöht gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der WP (längere Laufzeit-
en). Dennoch kann es vorkommen, dass der Verdampfer (besonders
bei sehr niedrigen Außentemperaturen und bei andauernd hohem WW-
Bedarf) abgetaut werden muss. Ein Fühler überwacht die Verdampfer
Temperatur und löst im Bedarfsfall automatisch einen Abtauszyklus
aus. Der Schwellwert für die Auslösung des Enteisung-Zyklus liegt beim
Heißgas-Verfahren bei -18°C. Bei einer Verdampfer Temperatur von
+5 °C wird der WP-Betrieb wieder aufgenommen.
Fällt die Temperatur am Verdampfer unter -2°C wird ein Heißgas-
Abtauzyklus eingeleitet. Das Magnetventil wird bei laufendem
Kompressor geöffnet und der Lüfter abgeschaltet. Erreicht die
Verdampfertemperatur +5°C schließt sich das Magnetventil und der
Lüfter wird wieder zugeschaltet. Wird die Verdampfertemperatur von
+5°C nicht innerhalb von 20 Minuten erreicht, wird der Abtauzyklus
abgebrochen und auf Normalbetrieb geschaltet. Fällt die
Verdampfertemperatur auf -18°C oder tiefer wird die WP abgeschaltet.
Die Zusatzheizungen "WP+EL" oder "WP+KESS" übernehmen die
WW-Bereitung, wenn die WW-Temperatur unter "Tmin" fällt.
5.6 Wahl der Energiequellen
Die WW-Bereitung kann über die Wärmepumpe (WP), die elektrische
Zusatzheizung und/oder eine externe Heizquelle (Heizkessel,
Solarstation...) erfolgen.
Die Energiequellen werden im Einstellungsmenü einzeln oder in
Kombination ausgewählt, wobei die Kombination „elektrische
Zusatzheizung und externe Energiequelle gleichzeitig" unzulässig ist.
Die Solltemperatur des Warmwassers sowie die Mindesttemperatur sind
unabhängig voneinander - über die Menüpunkte „Tsoll" bzw. „Tmin" - frei
einstellbar. Temperatur-Einstellbereich: von 5°C bis "Tmax"
Werkseinstellungen: "Tmin" 35°C und „Tsoll„ 45°C.
Die WW-Bereitung bis zur Solltemperatur wird abhängig von der
gewählten primären Energieart (erste aufgelistete Energiequelle)
entweder mit der Wärmepumpe (Energieart Auswahl „Betr.Art",
„WP+EL", „WP+Kessel") oder aber mit der Zusatzheizung (Energieart
Auswahl „EL" oder „Kessel"), durchgeführt.
Fällt die Temperatur im Speicher unter "Tmin" wird die in der Betriebsart
ausgewählte sekundäre Energiequelle aktiviert. Durch die sekundäre
Heizquelle (Heizstab oder Hessel) wird der Mindestkomfort für WW
aufrecht erhalten ohne die Wirtschaftlichkeit zu beeinträchtigen.
Die WP arbeitet mit einer Hysterese von +1 - 3 °C . Alle anderen
Heizquellen arbeiten mit einer Hysterese von + -1 °C.
Zwischen zwei Abtauzyklen liegen mindestens zwei
Stunden. Dies bedeutet, dass innerhalb von zwei
Stunden nach dem Beginn eines Abtauzyklus kein
weiterer Abtauzyklus eingeleitet wird, selbst wenn
die Verdampfer Temperatur unter -2°C fallen sollte.
Die Betriebsanzeige erfolgt durch die LEDs (29) und (30).
LED (29), oben: Anzeige für WP-Betrieb
LED (30), unten: Anzeige Betrieb mit anderen Wärmequellen.
AUS: außer Betriebe (nicht freigegeben).
Orange: im Bereitschaftsbetrieb.
Grün: in Betrieb - WW wird aufgeheizt.
Ist die WP inaktiv (z.B. wenn die Zulufttemperatur
außerhalb des zulässigen Betriebsbereiche liegt),
wird der WW-Speicher bis zur Solltemperatur mit
der elektrischen Zusatzheizung oder den externen
Energiequellen aufgeheizt (je nach Energieart
Auswahl „WP + EL", „WP + Kessel").
29