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Überspannungsschutz Und Erdung; Schutzmaßnahmen Gegen Auftretende Überspannungen - Meinberg Microsync Rx800 Technische Referenz

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9.4 ¨ Uberspannungsschutz und Erdung
Die größte Gefahr für eine Antenneninstallation und nachgeschalteter Elektronik geht von Blitzeinschlägen
aus. So erzeugt ein indirekter Blitzeinschlag in der Nähe der Antenne oder des Koaxialkabels hohe Span-
nungsspitzen, welche in das Kabel induzieren können. Von hier aus gelangt die Überspannung in die Antenne
und in das Gebäudeinnere, wodurch sowohl Ihre Antenne, als auch Ihr Meinberg-System beschädigt oder zer-
stört werden können.
Aus diesem Grund müssen Antennen und Antennenkabel immer in die Gebäude-Potentialausgleichsanlage
einbezogen werden (Punkt 4, Abb. 5), um die bei einem Einschlag in oder in unmittelbarer Nähe der Antenne
auftretenden Blitzströme sicher in die Erde abzuleiten: Hier spricht man auch vom Blitzschutzpotentialausgle-
ich.
Warnung!
Die Installation von Blitzschutzanlagen sowie Überspannungsschutzeinrichtung (ÜSE) darf aus-
schließlich von Personal mit fachlichen Kenntnissen in der Elektroinstallation durchgeführt werden.
Multi-GNSS-Antenne
Die Multi-GNSS-Antenne ist mit einem integrierter Überspannungsschutz ausgestattet, welcher die Antenne
wirksam vor Überspannung schützt. Weiterhin verfügt die Antenne über einen Erdungsanschluss, um diese mit-
tels Erdungskabel auf möglichst kurzem Weg an eine Potentialausgleichsleitung anzuschließen. Hier sind die
Normen zur Antennenerrichtung VDE 0855 maßgeblich.
Für die Gebäudesicherheit und zum Schutz Ihres Meinberg-Systems, bietet Meinberg optional den Überspan-
nungsschutz MBG-S-PRO an, auf den im weiteren Verlauf dieses Kapitels näher eingegangen wird.
Schutzmaßnahmen gegen auftretende Überspannungen
Maßgeblich für eine auf einem Gebäude installierten Antenne sind sowohl die Blitzschutznormen VDE 0185-305
(IEC 62305), die sich mit Gebäuden mit Blitzschutzanlage befasst, als auch die VDE 0855-1 (IEC 60728-11),
welche auf den Potentialausgleich und die Erdung der Antennenanlage bei Gebäuden ohne äußeren Blitzschutz
eingeht. Grundsätzlich gilt, dass Antennen immer in den Blitzschutzpotentialausgleich oder in die Gebäude-
Potentialausgleichsanlage mit einbezogen werden müssen.
Bildet die Antenne den höchsten Punkt auf einem Gebäude oder einem Mast, sollte als Maßnahme des
Überspannungsschutzes ein geschützter Bereich (Schutzwinkel
hergestellt werden, welche die Antenne überragt. Auftretende Blitzenergie kann so von der Fangstange aufgenom-
men und die Blitzströme sicher über eine „Erdungsleitung", die mit der Fangstange verbunden ist, gegen Erde
abgeleitet werden.
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, Abb. 5 u. 6) z. B. durch eine Fangstange
Datum: 3. Juni 2024
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