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Küschall® R33 DE Aktiv-Rollstuhl Gebrauchsanweisung Diese Gebrauchsanweisung muss dem Benutzer des Produkts ausgehändigt werden. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung vor Verwendung des Produktes und bewahren Sie sie für den weiteren Gebrauch auf.
1 Allgemein WARNUNG Weist auf eine möglicherweise gefährliche Situation hin, die zu schweren Verletzungen oder zum Tode führen 1.1 Information zur Gebrauchsanweisung kann, wenn sie nicht gemieden wird. Danke, dass Sie sich für einen küschall® Rollstuhl entschieden haben. VORSICHT Diese Gebrauchsanweisung gibt wichtige Hinweise zum Gebrauch des Weist auf eine möglicherweise gefährliche Situation hin, Rollstuhls.
Allgemein 1.5 Produktlebensdauer Drittpersonen sowie Mängel, die auf äußere Umstände zurückzuführen sind. Verschleissteile sind von der Garantie ausgeschlossen. Die Die zu erwartende Produktlebensdauer beträgt bei täglicher und Garantieverpflichtung erlischt, wenn am Produkt nicht vorgesehene bestimmungsgemäßer Verwendung fünf Jahre. Voraussetzung dafür und nicht vom Fachhändler ausgeführte Veränderungen vorgenommen sind die Einhaltung der Wartungs- und Sicherheitsvorschriften, die in wurden oder bei Verwendung ungeeigneter Ersatzteile.
2 Sicherheit WARNUNG! Gefahr durch unkontrollierte Fahrt Bei großen Geschwindigkeiten können Sie die Kontrolle 2.1 Sicherheitshinweise über Ihren Rollstuhl verlieren und stürzen. Dieser Abschnitt enthält wichtige Sicherheitsaspekte für einen – Überschreiten Sie nie eine Geschwindigkeit von optimalen Schutz von Rollstuhlfahrer und Begleit-person, sowie für den 7 km/h.
Sicherheit 2.2 Sicherheitseinrichtungen WARNUNG! Unfallgefahr Falsch eingestellte oder nicht mehr funktionsfähige Sicherheitseinrichtungen (Bremsen, Anti-Kipp) können zu Unfällen führen. – Überprüfen Sie vor jeder Benutzung des Rollstuhls die Funktion der Sicherheitseinrichtungen und lassen Sie diese regelmäßig vom Fachhändler kontrollieren. Die Funktionen der Sicherheitseinrichtungen sind in Kapitel 3 Aufbau und Funktion, Seite 8 .
Rücken Fußauflage Vorderradgabel mit Vorderrad Feststellbremse Kleiderschutz Kurzbeschreibung Der küschall R33 ist ein Starrrahmen-Rollstuhl mit faltbarem Rücken. Die tatsächliche Ausstattung Ihres Rollstuhls kann von der Darstellung abweichen, da jeder Rollstuhl speziell nach den Angaben bei der Bestellung angefertigt wird. 1550295-B...
Aufbau und Funktion 3.2 Feststellbremsen Performance-Bremse Die Feststellbremsen dienen dazu, den Rollstuhl im Stand zu fixieren und am Wegrollen zu hindern. WARNUNG! Sturzgefahr durch abruptes Bremsen Wenn Sie während der Fahrt die Feststellbremsen betätigen, wird die Fahrtrichtung unkontrollierbar und der Rollstuhl kann abrupt abbremsen, was zur Kollision oder zum Sturz führen kann.
3.3 Rücken 3.4 Schiebegriffe Rückenbezug WICHTIG! Die Spannung des Rückenbezugs kann an Ihre Bedürfnisse angepasst – Überprüfen Sie vor jeder Benutzung der Schiebegriffe, werden. ob die Handgriffe fest sitzen und sich weder drehen, noch abziehen lassen. Rückenbezug anpassen Abklappbare Schiebegriffe (optional) Abklappbare Schiebegriffe werden eingesetzt, wenn nur gelegentlich Schiebegriffe benötigt werden.
Aufbau und Funktion Fixieren Sie die Schrauben B. WICHTIG! Nehmen Sie die Einstellung auf beiden Seiten vor. – Achten Sie darauf, dass der Schiebegriff tatsächlich einrastet, damit er beim Schieben des Rollstuhls 3.6 Radspritzschutz nicht versehentlich wegklappen kann. Um zu verhindern, dass Schmutz von den Rädern nach oben spritzt, kann ein abnehmbarer Radspritzschutz montiert werden.
Einstellen der Höhe WARNUNG! Sturzgefahr Drücken Sie den Federstift C am Antikipp und schieben Sie das Das Anti-Kipp kann auf unebenem oder weichem innere Teil in die gewünschte Position. Lassen Sie den Federstift im Untergrund in Schlaglöcher oder direkt in den nächstmöglichen Loch wieder einrasten.
Zubehör 4 Zubehör WARNUNG! Gefahr schwerer Verletzungen durch Strangulierung. 4.1 Beckengurt – Vergewissern Sie sich, dass Sie ganz hinten auf Ihr Rollstuhl kann mit einem Beckengurt ausgestattet werden. Der dem Sitz sitzen, dass das Becken so aufrecht und Beckengurt verhindert, dass Sie in Ihrem Rollstuhl nach vorne rutschen symmetrisch wie möglich ist (nicht auf einer Seite und herausfallen.
Beckengurt schließen Stecken Sie das Verschlussteil A in die Schnalle B. Ziehen Sie den Gurt C soweit an, dass Sie sicher in Ihrem Rollstuhl sitzen. 4.2 Luftpumpe Die Luftpumpe ist mit einem universellen Ventilanschluss ausgestattet. Heben Sie die Staubkappe vom Ventilanschluss ab. Drücken Sie den Ventilanschluss auf das geöffnete Ventil am Rad und pumpen Sie das Rad auf.
Inbetriebnahme 5 Inbetriebnahme 5.1 Sicherheitshinweise VORSICHT! Verletzungsgefahr – Vor dem Gebrauch des Rollstuhls den grundsätzlichen Zustand und die wichtigsten Funktionen überprüfen,® 8.2 Wartungsplan, Seite 26. Der Rollstuhl wird Ihnen von Ihrem Fachhändler betriebsfertig bereitgestellt. Ihr Fachhändler erklärt Ihnen die wichtigsten Funktionen und stellt sicher, dass der Rollstuhl an Ihre Anforderungen und Bedürfnisse angepasst ist.
6.2 Bremsen während der Fahrt 6 Fahren mit dem Rollstuhl Das Abbremsen während der Fahrt erfolgt durch Kraftübertragung der Hände auf die Greifringe. 6.1 Sicherheitshinweise WARNUNG! WARNUNG! Sturzgefahr durch abruptes Bremsen Unfallgefahr Werden während der Fahrt die Feststellbremsen Ungleicher Reifendruck kann das Fahrverhalten massiv betätigen, wird die Fahrtrichtung unkontrollierbar und beeinflussen.
Fahren mit dem Rollstuhl 6.3 Ein- und Aussteigen aus dem Rollstuhl 6.4 Den Rollstuhl antreiben und lenken Das Antreiben und Lenken des Rollstuhls erfolgt über die Greifringe. WARNUNG! Bevor Sie ohne Begleitperson fahren, müssen Sie den Kipppunkt Ihres Sturzgefahr Rollstuhls herausfinden. Beim Transfer besteht erhöhte Sturzgefahr.
6.5 Stufen und Absätze befahren Den Kipppunkt herausfinden WARNUNG! Sturzgefahr Beim Befahren von Stufen können Sie das Gleichgewicht verlieren und mit ihrem Rollstuhl kippen. – Stufen wie Bordsteine und Absätze immer langsam und vorsichtig befahren. – Keine Stufen befahren, die höher als 25 cm sind. VORSICHT! Ein aktiviertes Anti-Kipp verhindert, dass der Rollstuhl nach hinten gekippt werden kann.
Fahren mit dem Rollstuhl Mit Begleitperson Eine Stufe hinauf fahren WARNUNG! Gefahr schwerer Verletzungen Wenn Sie häufig Stufen oder Bordsteine befahren, kann dies dazu führen, dass die Rückenlehne des Rollstuhls früher als erwartet durch Materialermüdung bricht. Es besteht die Gefahr, dass der Benutzer aus dem Rollstuhl fällt.
6.6 Treppen befahren WARNUNG! Kippgefahr WARNUNG! Wenn ohne Begleitperson eine Stufe hinuntergefahren Sturzgefahr wird, kann der Rollstuhl nach hinten überkippen, falls Beim Befahren von Treppen können Sie das er nicht beherrscht wird. Gleichgewicht verlieren und mit ihrem Rollstuhl – Lernen Sie das Hinunterfahren einer Stufe zuerst mit stürzen.
Fahren mit dem Rollstuhl 6.7 Rampen und Steigungen befahren Aufwärts Um aufwärts zu fahren, müssen Sie in Schwung kommen, den Schwung WARNUNG! halten und gleichzeitig die Richtung kontrollieren. Gefahr durch unkontrollierte Fahrt Beim Befahren von Steigungen oder Gefällen kann der Rollstuhl rückwärts, seitlich oder nach vorne kippen.
Abwärts Nach vorne lehnen Beim Abwärts fahren ist es wichtig, die Richtung und vor allem die WARNUNG! Geschwindigkeit zu kontrollieren. Gefahr durch Herauskippen Wenn Sie sich nach vorne aus dem Rollstuhl lehnen, können Sie aus dem Rollstuhl fallen. – Beugen Sie sich nie zu weit nach vorne und rutschen Sie nicht in ihrem Sitz nach vorne, um einen Gegenstand zu erreichen.
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Fahren mit dem Rollstuhl Nach hinten greifen WARNUNG! Gefahr durch Herauskippen Wenn Sie sich zu weit nach hinten lehnen, können Sie mit dem Rollstuhl kippen. – Lehnen Sie sich nicht über die Rückenlehne hinaus. – Benutzen Sie eine Antikipp-Vorrichtung. Richten Sie die Vorderräder nach vorne aus. (Bewegen Sie hierzu Ihren Rollstuhl etwas nach vorne und anschließend wieder zurück.) Stellen Sie die Feststellbremsen nicht fest.
7.2 Rollstuhl falten und entfalten 7 Transport Der Rollstuhl hat einen starren Rahmen. Allerdings lässt sich die Rückenlehne nach vorne falten und dort fixieren. 7.1 Sicherheitshinweise WARNUNG! Verletzungsgefahr durch nicht gesicherten Transport Ihr Rollstuhl ist nicht für den Personen-Transport in Fahrzeugen geeignet.
Transport Ziehen Sie an der Schnur am Rücken des Rollstuhls (1). Mit der anderen Hand, durch den äußeren Speichenkranz, um die Ziehen Sie den Rücken am Rückenbügel nach hinten (2) bis das Radnabe das Rad fassen. Rückenlehnenrohr an beiden Seiten des Rahmens einrastet. Mit dem Daumen auf den Steckachsen-Knopf A drücken, diesen Klappen Sie den Kleiderschutz auf beiden Seiten wieder in seine gedrückt halten und das Rad aus der Adapterhülse B ziehen.
8 Wartung Monat- Wöchent- Jähr- lich lich lich 8.1 Sicherheitshinweise Vorderräder reinigen Schraubverbindungen WARNUNG! prüfen Einige Materialien unterliegen einer natürlichen Alterung. Es können dadurch Schäden an Teilen des Speichen prüfen Rollstuhls entstehen. Feststellbremsen – Lassen Sie Ihren Rollstuhl nach längeren Standzeiten, überprüfen mindestens jedoch einmal im Jahr, von einem Fachhändler prüfen.
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Seitenteilen, Rückenlehne, Rahmen, Sitzmodul). einem starken Schlag unbedingt durch einen Alle losen Schrauben mit dem geeigneten Drehmoment festziehen. Fachhändler kontrollieren lassen. Weitere Informationen finden Sie im Servicehandbuch küschall R33, das im Internet unter www.kueschall.com zur Verfügung steht. Schlauch reparieren oder wechseln WICHTIG! Hinterrad abnehmen und die Restluft aus dem Schlauch lassen.
Ventil in das Ventilloch der Felge führen und den Schlauch in den Polster und Metallteile mit einem feuchten, weichen Lappen Reifen einlegen (der Schlauch sollte rundum faltenfrei im Reifen reinigen. liegen). Den Rollstuhl nach einer Fahrt im Regen oder nach dem Duschen Die Reifenflanken über den Felgenrand heben.
Nach dem Gebrauch 9 Nach dem Gebrauch 9.1 Wiedereinsatz Der Rollstuhl ist für den Wiedereinsatz geeignet. Es sind folgende Maßnahmen durchzuführen: • Reinigung und Desinfektion gemäß Kapitel 8.3 Pflege, Seite 28 und Kapitel 8.4 Desinfektion, Seite 28 in dieser Gebrauchsanweisung. •...
10 Fehler erkennen und beheben 10.1 Sicherheitshinweise Durch den täglichen Einsatz, durch neue Einstellungen oder veränderte Anforderungen an den Rollstuhl kann es zu Störungen kommen. Die folgende Tabelle zeigt, wie Störungen erkannt und behoben werden können. VORSICHT! – Wenn Sie Störungen an Ihrem Rollstuhl bemerken, z.B.
Fehler erkennen und beheben 10.2 Störungen erkennen und beheben Störung Mögliche Ursache Maßnahme Der Rollstuhl rollt nicht Falscher Reifendruck in einem Hinterrad Reifendruck korrigieren, ® 11.3 Bereifung, Seite 33 geradeaus Eine oder mehrere Speichen gebrochen Defekte Speiche(n) ersetzen, ® Fachhändler Speichen ungleich angezogen Zu lockere Speichen nachziehen, ®...
11 Technische Daten A Sitztiefe 375 - 475 mm, in 25 mm Schritten B Rückenwinkel 74°, 78°, 82°, 86°, 90° 11.1 Abmessungen und Gewicht C Unterschenkellänge 300 - 480 mm Alle Maße und Gewichtsangaben beziehen sich auf eine Sitzbreite von D Sitzhöhe vorne 460 - 510 mm, in 10 mm Schritten 400 mm und eine Sitztiefe von 400 mm in der leichtesten Konfiguration...
Technische Daten 11.2 Umgebungsbedingungen Herstelleradresse Setzen Sie den Rollstuhl keinen Temperaturen aus, die niedriger als Produktbezeichnung -20 °C oder höher als 40 °C sind. Herstellungsdatum 11.3 Bereifung Hinweis, die Gebrauchsanweisung zu beachten Der optimale Luftdruck ist abhängig von der Art der Bereifung: Maximales Benutzergewicht Art der Bereifung Max.