Rauchklappen-Steuerungssysteme
RKS 1000
Bedienungsanleitung – Zentrale RKZ/S
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7 Erweitern der Anlage (Einfügen von Modulen)
Oft wird es notwendig bei der Erstinstallation oder bei Umbauarbeiten im Gebäude das
RKS1000 System zu erweitern. Dabei werden in der Regel an verschieden Stellen des Bus-
Systems weitere Module eingefügt.
Bei einer Inbetriebnahme über die Zentrale und einem Terminalprogramm können
ungewünschte
Reaktionen
auftreten.
Die
Zentrale
ordnet
die
Module
bei
der
Neuinbetriebnahme nach Ihren Buspositionen. Die bereits in der Zentrale vorhandenen
Verknüpfungen sind ebenfalls den Buspositionen zugeordnet. Somit passen beim Einfügen
von weiteren Modulen in das Bus-System die alten Verknüpfungen nicht mehr zu den
Buspositionen der bereits vorhanden Module, sondern verschieben sich entsprechend der
Anzahl der neu eingebauten Module.
Die Verknüpfungstabelle wird dadurch unbrauchbar!
Weiter setzt sich dieses Verhalten fort, wenn an die Zentrale eine SPS oder GLT angebunden
ist, die auf die Module zugreift. Auch hier stimmen Registeradressen (Modbus) und
Datenbausteine (3964R) nicht mehr mit dem vorherigen Stand überein, nachdem Module in
den Bus eingefügt wurden und mit der Zentrale allein in Betrieb genommen wurden.
Eine Vermeidung dieses Problems ist mit RK-Soft möglich. Hier kann man über die Funktion
„Module einfügen" eine Inbetriebnahme mit dem erweiterten Bus-System durchführen. RK-
Soft arbeitet unter der Berücksichtigung der Seriennummern der Module. Dadurch können die
vor der Erweiterung schon vorhanden Module wieder identifiziert werden. Die hinzugefügten
Module werden erkannt und nicht nach Buspositionen sortiert, sondern einfach logisch an die
Modulliste angehängt.
Dadurch bleiben alle Verknüpfungen des vorherigen Anlagenzustands erhalten und
funktionsfähig. Die Verknüpfungen können dann einfach um die hinzugefügten Module
erweitert werden.
Gleiches gilt auch für die Anbindung an eine SPS bzw. GLT. Durch Anhängen der neu
hinzugefügten Module an die Modulliste werden auch die Registeradressen (Modbus) und
Datenbausteine (3964R) hinten angehängt. Dadurch bleiben die Adressen auf der SPS- bzw.
GLT-Seite für die vorher vorhandenen Module gleich und funktionsfähig. Die
Programmierung kann auch hier einfach erweitert werden.
Eine Übernahme der Busdaten (Modulnummern und Adressen) in automatisierter Weise in
die SPS bzw. GLT ist zur Zeit nicht möglich, da kein einheitliches Datenformat für den
Austausch dieser Informationen existiert.
Wir möchten unseren Kunden die Möglichkeit der Anbindung unseres Systems an Geräten
unterschiedlichster Hersteller geben und müssen daher flexibel in der Anbindung sein. Zum
Austausch der Busdaten wäre ein einheitliches Datenformat notwendig, das von fast allen
Herstellern in der Gebäudeautomation unterstützt wird. Es wäre unsererseits und sicherlich
auch im Interesse unserer Kunden wünschenswert ein Austauschformat für derartige Daten
zur Verfügung zu haben, um mit geringem Aufwand Änderungen im RKS1000-Bussystem zu
anderen Anlagen- und Gebäudeeinrichtungen zu übertragen.