Rauchklappen-Steuerungssysteme
RKS 1000
Bedienungsanleitung – Zentrale RKZ/S
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4 Datenübertragung auf dem Bus
Beim RKS1000-Bussystem besteht die Möglichkeit drei verschiedene Protokolle zur
Kommunikation über den Datenbus zu verwenden. Die Unterstützung der drei Protokolle
hängt vom Softwarestand der einzelnen Module im Bus ab. Alle bisher produzierten Module
unterstützen auf jeden Fall das Standardprotokoll. Das CRC8- und CRC16-Protokoll wird nur
von Modulen ab Softwarestand V6.0 unterstützt. Bei Tableau- Modulen ab Softwarestand
V5.0. Dabei ist ein Mischbetrieb zwischen neuen Modulen mit CRC8-Protkoll und alten
Modulen mit Standardprotokoll möglich. Der CRC16-Betrieb ist nur möglich, wenn alle
Module im Bus einen Softwarestand von V6.0 bzw. V5.0 (Tableau-Module) oder höher
aufweisen.
Die CRC-fähige Software wird in Module ab Seriennummer 3061558 und höher eingesetzt.
Dabei ist die Codierung der Seriennummern zu beachten. „306" bedeutet, daß die Module im
Jahr 2003, Monat 06 (Juni) gefertigt wurden. Die letzten 4 Stellen der Seriennummer stehen
als fortlaufende Nummer der Produktion.
Eine Ausnahme sind Module, die 1999 oder früher gefertigt wurden. Diese tragen ebenfalls
eine 3-stellige Datumskennung und eine 4-stellige laufende Nummer (z.B. 8060815 = Jahr
1998, Monat 06 Juni, laufende Nummer 815). Derartige Module sind nicht CRC-fähig,
obwohl die Seriennummer höher als D3061558 ist!
Die verschiedenen Protokolle unterscheiden sich in der Datenbitlänge und durch angehängte
CRC Prüfbits. Zur Initialisierung wird aus Kompatibilitätsgründen für alle Module das
Standardprotokoll verwendet. Bei der Initialisierung wird festgelegt welches Protokoll die
Module verarbeiten sollen.
Das in neuen Bussystemen mögliche Protokoll mit einer CRC16 Prüfsumme stellt eine
Verbesserung des in alten Bussystemen verwendeten Standardprotokolls dar. Es bietet
höchste Datensicherheit bei extrem langen Busleitungen und starken Störungen durch die
Haustechnik.
Für stark gestörte alte Anlagen wurde eine Zwischenlösung entwickelt, das CRC8 Protokoll
für den Mischbetrieb. Bei diesem Protokoll ist es möglich einzelne stark gestörte Module
durch neuere Module zu ersetzen und diese einzelnen Module dann zur Absicherung der
Datenübertragung mit einer angehängten CRC8 Prüfsumme arbeiten zu lassen. Die anderen
Module im Bus arbeiten weiterhin mit dem Standardprotokollrahmen.
Eine Gemeinsamkeit aller Protokollrahmen ist die Start und Sync-Bitfolge. Diese dient zur
Synchronisierung aller im Bus befindlichen Module oder der Zentrale. Darauf folgen die
eigentlichen Nutzdaten. Mit den verwendeten zehn Adressbits lassen sich die gewünschten
1000 Module ansprechen. Die darauf folgenden Datenbits setzen die zu bedienenden
Ausgänge. In den Modulantworten folgen auf die Start Sync-Bitfolge vier Datenbits, die den
Zustand der Moduleingänge an die Zentrale übermitteln. Die drei verwendeten
Protokollrahmen werden im Folgenden genauer beschrieben.