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Leitungskapazitäten - Rk-Tec Rks 1000 Bedienungsanleitung

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Rauchklappen-Steuerungssysteme
RKS 1000
Bedienungsanleitung – Zentrale RKZ/S
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2.3 Leitungskapazitäten
Eine weitere Begrenzung der physikalischen Möglichkeiten stellt die Kapazität der Leitungen
dar. Hier liegt das Augenmerk auf der Datenleitung. Die Leitungskapazität arbeitet in
Verbindung mit der Quellimpedanz des Senders (Zentrale bei Anfrage bzw. Modul bei
Antwort) und dem im Bussystem vorhandenen Leitungswiderstand als RC-Glied. Dadurch
werden die Datenbits auf der Leitung mit zunehmender Zeitkonstante verschliffen. Werden
die Grenzen überschritten, so können die einzelnen Datenbits nicht mehr oder nicht immer
korrekt erkannt und die Datenpakete nicht synchronisiert werden. Dies führt zu
Funktionsstörungen und langen Umlaufzeiten im Bus durch mehrmalige Sende- oder
Antwortversuche.
Bei aktuell im Werk ausgelieferten Modulen (Produktionsdatum nach September 2000)
beträgt die zulässige Leitungskapazität der Datenleitung 1,1µF. Bei älteren Modulen
(Produktionsdatum vor September 2000) sind nur 300nF zulässig.
Die Leitungskapazität hängt von der Art der Leitung ab. Ausschlaggebend ist zum einen die
Leitungskapazität der Datenleitung zur positiven und zur negativen Versorgungsleitung im
Bus. Die Kapazität der Bus-Datenleitung zur Bus-Versorgung beträgt also zweimal die vom
Hersteller angegebene Kabelkapazität.
Je nachdem, ob die Adern der Leitung verdrillt werden um den Querschnitt zu erhöhen und ob
der Schirm verwendet wird erhöht sich die Kapazität weiter.
Die Kapazität der Datenleitung setzt sich also aus folgenden Komponenten zusammen:
= 2
+
+
C
C
C
C
Datenleitu
ng
Kabel
Schirm
Verdrillt
Für die Leitungskapazität ist auch die Länge der Bus-Leitung ausschlaggebend.
Üblicherweise wird die Leitungskapazität im pF/m angegeben. Die Gesamtkapazität der Bus-
Datenleitung ergibt sich daher aus:
=
C
C
l
gesamt
Datenleitu
ng
Leitung
Eigene Messungen ergaben für die Datenleitung in einem geschirmten Sicherheitskabel
(Dätwyler JE-H(St)H..Bd FE180/E30-E90 4x2x0,8mm) bei einer benutzten Ader für die
Datenleitung 121pF/m. Damit wäre mit neuesten Modulen eine Buslänge von 9090m
möglich, wobei natürlich andere begrenzende Faktoren (z.B. Leitungswiderstand) weiterhin
berücksichtigt werden müssen.
Werden in diesem Kabel zwei Adern für die Datenleitung parallel geschaltet, wobei ein
Aderpaar für die Parallelschaltung benutzt werden muß, ergibt sich eine Kapazität von
172pF/m. Damit würde sich die, aufgrund der Kapazität mögliche, Buslänge auf 6395m
verkürzen.
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