Rauchklappen-Steuerungssysteme
RKS 1000
Bedienungsanleitung – Zentrale RKZ/S
scan
Funktion:
Dieser Befehl startet die Inbetriebnahme des Bus-Systems. Der Bus wird dabei
abgeschaltet und anschließend werden die Busdaten (Modultypen, Reihenfolge,
etc.) neu ermittelt. Der Busaufbau beginnt von Port A der Zentrale aus.
Die erkannte Seriennummer und der Typ des jeweiligen Moduls werden
angezeigt und in die interne Modultabelle eingetragen. Am Ende der
Inbetriebnahme wird eine Auflistung aller erkannten Module sortiert nach
Modultypen dargestellt.
Die Ausgänge werden beim Ausführen des scan-Befehls zurückgesetzt!
Mit dem Reset-Parameter kann eine Startverzögerung für den Busaufbau
eingestellt werden. Die Startverzögerung ist notwendig, da die Module sehr
wenig Strom aufnehmen. Außerdem haben sie relativ große Kondenstoren in
ihrer Betriebsspannung, um bei einem Versorgungsausfall noch einen
definierten Schaltzustand einstellen zu können. Diese Kondensatoren müssen
entladen sein, damit das Modul elektrisch abschaltet, bevor der Bus erneut mit
Spannung versorgt wird und die Module wieder eingeschaltet werden können.
Dazu ist eine gewisse Zeit notwendig, die mit dem Reset-Parameter definiert
werden kann.
Diese Verzögerungszeit macht sich auch im Fehlerfall bemerkbar. Wird
beispielsweise die Busleitung im Brandfall durchtrennt, so würde die Zentrale
versuchen, den Bus neu aufzubauen. Dazu müssen ebenfalls zuerst die Module
abgeschaltet haben, bevor der Bus erneut aufgebaut wird. Dabei wird auch im
Fehlerfall die eingestellte Zeit (built reset_n) abgewartet.
Bei einem Kurzschluß wird diese Verzögerungszeit 2 mal benötigt, da beim
Wiederaufbau des Busses der Kurzschluß erst nach dem Einschalten des
Moduls, an dessen Klemmen (Busabschnitt) der Kurzschluß vorliegt, erkannt
werden kann. Anschließend muß der Bus noch einmal von der Zentrale
abgeschaltet und nur bis zum entsprechenden Modul neu aufgebaut werden.
Würde man also eine Zeit von 180 Sekunden einstellen, so würde der Bus im
Kurzschlußfall erst nach 6 Minuten wieder aufgebaut werden und wäre
anschließend in Betrieb. Eine Derartige Zeit ist jedoch in der Regel nicht
akzeptabel.
Für die Startverzögerung ist ab Werk ein Wert von 10 Sekunden voreingestellt.
Für aktuell produzierte Module ist eine Startverzögerung von 5 Sekunden
ausreichend. Bei älteren Modulen werden 20-25 Sekunden benötigt.
Mit dem Retries-Parameter kann die Anzahl der Abfrage-Wiederholungen für
die Module bei einem Bus-Scan verändert werden.
Bei einem Scan wird ein Modul zur sicheren und korrekten Erkennung
mehrmals angesprochen und abgefragt. Die Anzahl der Ansprachen für jedes
Modul wird mit dem Retries-Parameter eingestellt. Durch die Erhöhung des
Wertes verlängert sich jedoch auch die Zeit für die Erstinbetriebnahme eines
Bussystems. Eine Veränderung der Einstellung kann bei Verwendung älterer
Module im Bussystem notwendig sein.
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