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SICK JEF500-00000 Betriebsanleitung
SICK JEF500-00000 Betriebsanleitung

SICK JEF500-00000 Betriebsanleitung

B E t R I E B S a n L E I t u n g
de
JEF500
Lasermesssensor
(Ranging)
Bestimmungsgemäße Verwendung
Der JEF500 ist ein berührungslos tastender Messsensor im
Stand-alone-Betrieb. Als abstandsmessende, industriegerech-
te Zeilenkamera ermittelt er radiale Entfernungen bezogen
auf seinen Messursprung. Die fortlaufend erzeugten Rohda-
ten gibt der JEF500 als Event auf Anforderung (Abonnement)
in Echtzeit über einen seiner beiden Ports der Ethernet-
Schnittstelle aus. Beginn und Ende der Messungen steuert
dabei ein Objekttrigger (intern oder von extern). Die Daten
kann der Anwender in seiner EDV zu einer 3D-Darstellung
oder -Auswertung weiterverarbeiten. Hierzu ist ein entspre-
chender Treiber für die erfassten Objekte zu entwickeln.
Der JEF500 ist für den Innenbereich konzipiert, mit einer
Reichweite von 0,4 bis 2 m bei konstanter Schärfentiefe.
Diese Betriebsanleitung dient dazu, den JEF500 schnell und
einfach in Betrieb zu nehmen. Sie ermöglicht, erste Mess-
wertausgaben mit der Grundeinstellung zu erzielen.
Detaillierte Informationen zur mechanischen und elek-
trischen Installation sowie zum Datenausgabeformat der
Messwerte bietet die Technische Information JEF300/500.
Vertiefende Informationen zur Konfiguration sind der Online-
Hilfe in der Konfigurationssoftware SOPAS ET zu entnehmen.
Die Informationen sind zugänglich auf dem mitgelieferten
8014675/W617/2012-03-21 • Irrtümer und Änderungen vorbehalten • SICK AG • Waldkirch • Germany • www.sick.com
Datenträger (DVD) oder auf der Produktseite des JEF500 im
Web (www.mysick.com/de/jef500).
Zu Ihrer Sicherheit
• Lesen Sie diese Anleitung vor Inbetriebnahme des JEF500,
um mit dem Gerät und seinen Funktionen vertraut zu
werden.
• Der JEF500 entspricht der Laserklasse 2. Das menschli-
che Auge ist bei zufälliger, kurzzeitiger Einwirkungsdauer
der Laserstrahlung (bis 0,25 s) nicht gefährdet.
Bei absichtlichem, längerem Blick in den Laserstrahl kann
die Netzhaut im Auge geschädigt werden ( siehe „Gefahr
durch Laserstrahlung!, Seite 4").
• Elektrische Verbindungen zwischen dem JEF500 und an-
deren Geräten nur im spannungsfreien Zustand herstellen
oder lösen. Ansonsten kann es zu Beschädigungen der
Geräte kommen.
• Die drehbare Steckereinheit mit den elektr. Anschlüssen
max. 180° von Endposition zu Endposition drehen.
• Aderquerschnitte der kundenseitig zuführenden Versor-
gungsleitung gemäß gültiger Normen ausführen.
Wird die Versorgungsspannung für den JEF500 nicht über
das optionale Anschlussmodul CDB620 zugeführt, den
JEF500 mit einer externen Sicherung von 0,8 A träge am
Anfang der Versorgungsleitung absichern.
• Am JEF500 angeschlossene Stromkreise müssen als SELV-
oder PELV-Stromkreise ausgeführt werden (SELV = Safety
Extra Low Voltage = Sicherheitskleinspannung; PELV =
Protective Extra Low Voltage = Schutzkleinspannung).
• Das Gerät nur bei zulässigen Umgebungsbedingungen
(z. B. Temperatur, Erdpotential) einsetzen ( siehe
„Technische Daten (Auszug), Seite 6" und „Gefahr durch
Potentialausgleichsströme, Seite 6").
• Das verschraubte Gehäuse des JEF500 nicht öffnen, da
sonst ein Gewährleistungsanspruch gegenüber der SICK
AG erlischt.
• Der JEF500 ist keine Einrichtung für Personenschutz im
Sinne der jeweils gültigen Sicherheitsnormen für Maschi-
nen.
Inbetriebnahme und Konfiguration
Arbeitsweise des JEF500
Der JEF500 lenkt einen Laserstrahl als Scan wiederholt mit
hoher Drehfrequenz kreisförmig in einer Ebene ab. Über-
streicht der Laserstrahl dabei ein Objekt, erzeugt dies (für
das menschliche Auge) eine rote Scan-Linie als aktive Zeile.
Durch Remission sendet das überstrichene Objekt einen Teil
des Lichtes zurück. Aus dem gesamten Vorgang berechnet
der JEF500 jeweils die Entfernung zum Objekt an durchlau-
fenen, definierten Winkelpositionen der Strahlablenkung.
In seinem Sichtbereich (Kreissektor, Öffnungswinkel 45°)
erfasst der JEF500 so in der Zeile die von ihm „gesehene"
Kontur, z.B. des Objektes, zweidimensional. Die pro Scan
erzeugten Daten in Form von Längen- und Remissionswerten
beziehen sich jeweils auf fortschreitende Winkelpositionen.
Diesen Datenumfang (Grundeinstellung) gibt der JEF500 in
seinem Polarkoordinatensystem ungefiltert aus.
Zur Anwendungslösung bietet der JEF500 zwei Gerätevarian-
ten, eingesetzt üblicherweise für die Messung von oben. Der
Linienscanner (2D) erfasst bewegte Objekte, die seine quer
zur Förderrichtung orientierte Scan-Linie passieren. Durch
den Vorschub erfolgt die Aufnahme quasi scheibchenweise.
Er gibt die Messwerte in Kombination mit Geschwindigkeits-
informationen aus. Bei konstantem Vorschub > 0 erzeugt das
konfigurierte Gerät intern Ticks. Ist der Vorschub unregelmä-
ßig, führt z.B. ein angeschlossener Inkrementalgeber dem Ge-
rät als Bezugsbasis fortlaufend Bewegungsinformationen zu.
Der Linienscanner mit Schwingspiegel (3D) dient dem auto-
matischen Überstreichen der Objekte mit dem Laserstrahl bei
Stillstand oder nur geringem Vorschub. Hierzu lenkt er den
Laserstrahl zusätzlich quer zur Scan-Richtung aus, mit einer
definierten Winkelgeschwindigkeit in einem Bereich von max.
40° unsymmetrisch um die Nulllage.
Messwerte
Anschluss-
Anwendung mit
modul
Datenverarbeitung
(optional)
CDB620
DC 18...30 V
66°
111°
Förderrichtung
Linienscanner JEF500: Messung bewegter Objekte von oben
Objekttriggerung
durch Kommando
Anschluss-
Messwerte
modul
Anwendung mit
(optional)
Datenverarbeitung
CDB620
DC 18 ... 30 V
‒5°
66°
111°
Linienscanner JEF500 mit Schwingspiegel: Messung stillstehender
Objekte von oben
Der Anwender kann den Messursprung des JEF500 bei Be-
darf in seinem Koordinatensystem der Anwendung verorten.
Der JEF500 selbst liefert keine Positionsinformationen außer
typabhängig den Auslenkwinkel des Schwingspiegels.
Der Messursprung des Linienscanners ist durch eine Markie-
rung auf dem Gehäuse gekennzeichnet ( siehe  in „Gerä-
tebeschreibung, Seite 3"). Der Messursprung des Linienscan-
ners mit Schwingspiegel â ist zu dem des Linienscanners
versetzt. Er liegt um 35,24 mm verschoben virtuell außerhalb
des Gehäuses, bezogen auf den Lichtauftreffpunkt auf dem
Schwingspiegel. Für absolute Messungen sind diese Mess-
ergebnisse ggf. zu bereinigen (siehe Maßangaben in Kapitel
„Messwertausgabe" in der Technischen Information).
Schritt 1: Elektrische Installation
1. PC direkt an die Kommunikationsschnittstelle des JEF500
anschließen (empfohlen: Ethernet, 4-pol. M12-Dose).
2. PC einschalten und starten.
3. JEF500 mit Spannung versorgen (17-pol. M12-Stecker).
Nach erfolgreicher Initialisierung und Selbsttest leuchtet
die LED „Ready" grün (Gerät betriebsbereit).
Anschlussmodul CDB620
(optional)
Objekttrigger
„freilaufend"
...
...
(intern)
Serial
Serial
JEF500
1
2
Anschluss
„Power/
Anschluss
Serial Data/
„Ethernet"
GND
I/O"
DC 18 ... 30 V
4-pol.
17-pol.
Versorgungs-
M12-Dose
M12-Stecker
spannung
z.B. Leitung
z.B. Leitung
Nr. 2055419 (2 m)
Nr. 6034414 (2 m)
Blockschaltbild für die Erstinbetriebnahme mit der Grundeinstellung
Schritt 2: Montage und Ausrichtung
1. Je nach Ländereinsatz bei Bedarf das US-englische Laser-
warnschild mit einer der beiliegenden Sprachausgaben
(Deutsch oder Französisch) überkleben.
2. Optional: den JEF500 am separat bestellten Montagezube-
hör (Befestigungssatz 1, 2 oder 3) anbringen, siehe Kapitel
„Montage" in der Technischen Information. Die Sätze
ermöglichen die Feinjustage in 2 bzw. 3 Achsen.
3. Ansonsten bei der Messung von oben den JEF500 am
Einsatzort mit mindestens zwei Schrauben M5 an eine vor-
bereitete Halterung über der Messstelle (z.B. Förderband)
montieren. Hierzu paarweise die Sacklochgewinde im Ge-
+35°
häuse (oben oder unten neben den Anschlüssen,  siehe
„Gerätebeschreibung, Seite 3") verwenden. Die Schrauben
max. 5 mm in die Sacklochgewinde eindrehen.
4. Folgende Bedingungen für den JEF500 beachten:
• Möglichst erschütterungs- und schwingungsfreie Befes-
tigung
• Freie Sicht auf die zu vermessenden Objekte
• Linienscanner: Scan-Linie im rechten Winkel zur Förder-
J E F 5 0 0 | S I C K
Ethernet
Ethernet
SOPAS ET
SOPAS ET
Konfiguration
Diagnose
Darstellung
Scan-Linie
1
Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für SICK JEF500-00000

  • Seite 1 Polarkoordinatensystem ungefiltert aus. Objekte von oben • Linienscanner: Scan-Linie im rechten Winkel zur Förder- 8014675/W617/2012-03-21 • Irrtümer und Änderungen vorbehalten • SICK AG • Waldkirch • Germany • www.sick.com J E F 5 0 0 | S I C K...
  • Seite 2: Schritt 3: Anzeige Und Konfiguration

    ). SOPAS ET nimmt die Kommunikation mit inzufügen MessungStartStopp 1 Start der Messwertausgabe dem JEF500 auf, lädt dessen aktuelle Gerätebeschrei- J E F 5 0 0 | S I C K 8014675/W617/2012-03-21 • Irrtümer und Änderungen vorbehalten • SICK AG • Waldkirch • Germany • www.sick.com...
  • Seite 3: Gerätebeschreibung

    Auslenkwinkel 0° (außerhalb des Gehäuses), um 34,25 mm 8 Messfenster (Lichtaus- und eintritt) verschoben vom physikalischen Messursprung auf dem Spiegelrad 8014675/W617/2012-03-21 • Irrtümer und Änderungen vorbehalten • SICK AG • Waldkirch • Germany • www.sick.com J E F 5 0 0 | S I C K...
  • Seite 4: Schaltausgänge

    Signale eines externen Objekttriggers z.B. Lichtschranke Eine ständige Messung („freilaufend“) beeinflusst die Lebens- oder SPS dauer der Laserdiode negativ. 8014675/W617/2012-03-21 • Irrtümer und Änderungen vorbehalten • SICK AG • Waldkirch • Germany • www.sick.com J E F 5 0 0 | S I C K...
  • Seite 5 Ausgang = digitaler Schaltausgang den Betrieb einzuhalten, muss die schwarze Gummilasche bündig am Gehäuse anliegen J E F 5 0 0 | S I C K 8014675/W617/2012-03-21 • Irrtümer und Änderungen vorbehalten • SICK AG • Waldkirch • Germany • www.sick.com...
  • Seite 6: Lieferumfang

    Messwerte aus 2) Ethernet 10/100MBit/s 3) Ohne Last an den Schaltausgängen 8014675/W617/2012-03-21 • Irrtümer und Änderungen vorbehalten • SICK AG • Waldkirch • Germany • www.sick.com J E F 5 0 0 | S I C K...

Diese Anleitung auch für:

Jef500-6000010563651056366

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