Pilz PNOZ s3 Handbuch

Einführung

Sicherheitsrelais zur Überwachung von NOT-AUS-Tastern, Schutztüren und Lichtschranken
Zulassungen
| PNOZs3 | |
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Gerätemerkmale
- Zwangsgeführte Relaisausgänge:
- 2 Sicherheitskontakte (Öffner), unverzögert
- 1 Halbleiterausgang
- Anschlussmöglichkeiten für:
- NOT-AUS-Taster Schutztür-Endschalter
- Rückstelltaste
- Lichtschranken
- PSEN
- Über einen Steckverbinder kann 1 PNOZ sigma Kontakterweiterungsmodul angeschlossen werden
- Betriebsarten über Drehschalter einstellbar
- LED-Anzeige für:
- Versorgungsspannung
- Eingangszustand, Kanal 1
- Eingangszustand, Kanal 2
- Schaltzustand Kanal 1 /2
- Rückführkreis
- Fehler
- Steckbare Anschlussklemmen (wahlweise Federkraftklemme oder Schraubklemme)
Gerätebeschreibung
Das Sicherheitsrelais erfüllt die Anforderungen der EN 60947-5-1, EN 60204-1 und VDE 0113-1 und kann in Anwendungen mit
- NOT-AUS-Tastern
- Schutztüren
- Lichtschranken
Sicherheitsmerkmale
Das Relais erfüllt folgende Sicherheitsanforderungen:
- Der Aufbau ist redundant mit integrierter Selbstüberwachung.
- Bei Ausfall eines Bauteils bleibt die Sicherheitsfunktion erhalten.
- Das richtige Öffnen und Schließen der Sicherheitsfunktion-Relais wird in jedem Ein-Aus-Zyklus automatisch geprüft.
- Das Gerät verfügt über eine elektronische Sicherung.
Blockschaltbild

Funktionsbeschreibung
- Einkanaliger Betrieb: keine Redundanz im Eingangskreis, Erdschlüsse im Rückführkreis und Eingangskreis werden erkannt.
- Zweikanaliger Betrieb ohne Querschlusserkennung: redundanter Eingangskreis, erkennt
- Erdschlüsse im Rückführ- und Eingangskreis,
- Kurzschlüsse im Eingangskreis und, bei überwachtem Reset, im Rückführkreis.
- Zweikanaliger Betrieb mit Querschlusserkennung: redundanter Eingangskreis, erkennt
- Erdschlüsse im Rückführ- und Eingangskreis,
- Kurzschlüsse im Eingangskreis und, bei überwachtem Reset, im Rückführkreis,
- Querschlüsse zwischen Kontakten im Eingangskreis.
- Automatischer Reset: Gerät ist aktiv, sobald der Eingangskreis geschlossen ist.
- Manueller Reset: Gerät ist aktiv, sobald der Eingangskreis geschlossen und anschließend der Rückführkreis geschlossen wird.
- Überwachter Reset mit fallender Flanke: Gerät ist aktiv, sobald
- der Eingangskreis geschlossen und anschließend der Rückführkreis geschlossen und wieder geöffnet wird.
- der Rückführkreis geschlossen und anschließend wieder geöffnet wird, sobald der Eingangskreis geschlossen ist.
- Überwachter Reset mit steigender Flanke: Gerät ist aktiv, sobald der Eingangskreis geschlossen und der Rückführkreis nach Ablauf der Wartezeit geschlossen wird (siehe technische Details).
- Reset mit Starttest: Das Gerät prüft, ob geschlossene Schutztüren bei Anlegen der Versorgungsspannung geöffnet und anschließend wieder geschlossen werden.
- Erhöhung der Anzahl verfügbarer unverzögerter Sicherheitskontakte durch Anschluss von Kontakterweiterungsmodulen oder externen Schützen/Relais; Über einen Steckverbinder kann 1 PNOZ sigma Kontakterweiterungsmodul angeschlossen werden.
Zeitdiagramm

Legende
- Spannungsversorgung: Versorgungsspannung
- Reset/Start: Rückführkreis S12-S34
- Eingang: Eingangskreise S11-S12, S21-S22
- Ausgang sicher: Sicherheitskontakte 13-14, 23-24
- Ausgang Halbleiter: Halbleiterausgang Y32
: Automatischer Reset
: Manueller Reset
: Überwachter Reset mit steigender Flanke
: Überwachter Reset mit fallender Flanke- a: Eingangskreis schließt vor Rückführkreis
- b: Rückführkreis schließt vor Eingangskreis
- t 1: Einschaltverzögerung
- t 2: Ausschaltverzögerung
- t 3: Wartezeit
- t 4: Wartezeit Rückführkreis war geschlossen
Verdrahtung
Bitte beachten Sie:
- Die in den "Technical details" (Technischen Details) angegebenen Informationen sind zu beachten.
- Die Ausgänge 13-14, 23-24 sind Sicherheitskontakte.
- Zur Verhinderung von Kontaktschweißungen ist vor den Ausgangskontakten eine Sicherung anzuschließen (siehe "technical details" (technische Details)).
- Berechnung der max. Leitungslängen lmax im Eingangskreis:
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R1max = max. gesamter Leitungswiderstand (siehe "technical details" (technische Details))
R I /km = Leitungswiderstand/km
- Verwenden Sie Kupferdraht, der 60/75°C standhält.
- Alle Ausgangskontakte mit kapazitiven und induktiven Lasten müssen ausreichend abgesichert werden.
Vorbereitung für den Betrieb
- Versorgungsspannung
| Versorgungsspannung | AC | DC |
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- Eingangskreis
| Eingangskreis | Einkanalig | Zweikanalig |
| NOT-HALT ohne Querschluss-Erkennung | ![]() | ![]() |
| NOT-HALT mit Querschluss-Erkennung | ![]() | ![]() |
| Schutztür ohne Querschluss-Erkennung | ![]() | ![]() |
| Schutztür mit Querschluss-Erkennung | ![]() | ![]() |
| Lichtschranke oder Sicherheitsschalter mit Querschluss-Erkennung über ESPE | ![]() | ![]() |
- Rückführkreis/Rückmeldekreis
| Rückführkreis / Rückmeldekreis | Rückführkreis | Rückmeldekreis |
| Automatischer Reset | ![]() | ![]() |
| Manueller/überwachter Reset | ![]() | ![]() |
- Halbleiterausgang
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*Die 0V-Anschlüsse aller externen Netzteile miteinander verbinden
- Legende
| S1/S2 | NOT-HALT/Schutztürschalter |
| S3 | Resettaster |
![]() | Schalter betätigt |
![]() | Tor offen |
![]() | Tor geschlossen |
Klemmenbelegung

Installation
Basisgerät ohne Kontakterweiterungsmodul installieren:
- Sicherstellen, dass der Abschlussstecker seitlich am Gerät eingesteckt ist.
Basisgerät und PNOZsigma Kontakterweiterungsmodul anschließen:
- Den Abschlussstecker seitlich am Basisgerät und am Kontakterweiterungsmodul entfernen.
- Basisgerät und Kontakterweiterungsmodul vor dem Anbau an der DIN-Schiene mit dem mitgelieferten Verbinder zusammenfügen.
Installation im Schaltschrank
- Das Sicherheitsrelais ist in einem Schaltschrank mit mindestens der Schutzart IP54 zu installieren.
- Gerät mit der Rastnase auf der Rückseite auf eine DIN-Schiene (35 mm) aufstecken.
- Bei vertikalem Einbau: Gerät mit einem Befestigungselement (z. B. Haltebügel oder Endwinkel) sichern.
- Das Gerät vor dem Abnehmen von der DIN-Schiene nach oben oder unten schieben.
Abmessungen
\*mit Federkraftklemmen

Hinweis
Dieses Datenblatt dient nur zur Projektierung. Für Installation und Betrieb ist die dem Gerät beiliegende Betriebsanleitung zu beachten.
Lebensdauerkurve
Die Lebensdauerkurven geben die Anzahl der Schaltspiele an, ab der mit Ausfällen durch Verschleiß gerechnet werden muss. Der Verschleiß wird hauptsächlich durch die elektrische Belastung verursacht; die mechanische Belastung ist vernachlässigbar.

Beispiel
- Induktive Last: 0,2 A
- Gebrauchskategorie: AC15
- Kontakt-Lebensdauer: 2.000.000 Schaltspiele
Benötigt die Applikation weniger als 2.000.000 Schaltspiele, so kann der PFH-Wert (siehe Technische Daten) bei der Berechnung verwendet werden.
Zur Erhöhung der Lebensdauer ist an allen Ausgangskontakten eine ausreichende Funkenlöschung vorzusehen. Bei kapazitiven Lasten sind auftretende Stromspitzen zu beachten. Bei Schützen sind Freilaufdioden zur Funkenlöschung zu verwenden.
Technische Daten



Bestell-Nr. steht für Bestellnummer.
Die Lebensdauerkurven des Relais sind unbedingt zu beachten. Die sicherheitstechnischen Kennwerte der Relaisausgänge sind nur gültig, wenn die Werte der Lebensdauerkurven eingehalten werden.
Der PFH-Wert ist abhängig von der Schaltfrequenz und der Belastung des Relaisausgangs. Sind die Lebensdauerkurven nicht zugänglich, so kann der angegebene PFH-Wert unabhängig von der Schaltfrequenz und Belastung verwendet werden, da der PFH-Wert den B10d-Wert des Relais sowie die Ausfallraten der übrigen Komponenten bereits berücksichtigt.
Bei der Berechnung der Sicherheitskennwerte müssen alle in einer Sicherheitsfunktion verwendeten Geräte berücksichtigt werden.
INFORMATION
Die SIL-/PL-Werte einer Sicherheitsfunktion sind nicht identisch mit den SIL-/PL-Werten der verwendeten Geräte und können abweichen. Wir empfehlen, zur Berechnung der SIL-/PL-Werte der Sicherheitsfunktion das Softwaretool PAScal zu verwenden.
Es gelten die Normen mit Stand 2006-04.
Bestellbezeichnung
| Typ | Merkmale | Klemmen | Bestell-Nr. |
| PNOZs3 | 24 VDC | Mit Schraubklemmen | 750 103 |
| PNOZs3 C | 24 VDC | Mit Federkraftklemmen | 751 103 |
Anleitung herunterladen
Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.
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