Bürkert Classic 2000 Handbuch

Inhalt

Über dieses Dokument

Das Dokument ist ein wichtiger Bestandteil des Produkts und leitet den Benutzer zur sicheren Installation und Bedienung an. Die Informationen und Anweisungen in diesem Dokument sind für die Verwendung des Produkts verbindlich.

  • Lesen und beachten Sie vor der ersten Verwendung des Produkts das gesamte Kapitel Sicherheit.
  • Lesen und beachten Sie vor Beginn jeglicher Arbeiten am Produkt die jeweiligen Abschnitte des Dokuments.
  • Bewahren Sie das Dokument zum Nachschlagen auf und geben Sie es an den nächsten Benutzer weiter.
  • Wenden Sie sich bei Fragen an die Bürkert Vertriebsniederlassung.


Weitere Informationen zum Produkt unter Produkte.

  • Geben Sie die Artikelnummer vom Typenschild in die Suchleiste ein.

Die Abbildungen in dieser Anleitung können je nach Produktvariante abweichen.

Symbole


Warnt vor einer Gefahr, die zu Tod oder schweren Verletzungen führt.


Warnt vor einer Gefahr, die zu Tod oder schweren Verletzungen führen kann.


Warnt vor einer Gefahr, die zu leichten Verletzungen führen kann.

HINWEIS!
Warnt vor Sachschäden am Produkt oder an der Anlage.

Information Kennzeichnet wichtige zusätzliche Informationen, Tipps und Empfehlungen.

Verweist auf Informationen in diesem oder in anderen Dokumenten.

  • Kennzeichnet einen durchzuführenden Schritt.

Kennzeichnet ein Ergebnis.

Menü Kennzeichnet einen Text der Software-Benutzeroberfläche.

Begriffe und Abkürzungen

Die Begriffe und Abkürzungen werden in diesem Dokument verwendet, um sich auf die folgenden Definitionen zu beziehen.

Gerät 2/2-Wege-Sitzventil Typ 2000
Ex-Bereich Potenziell explosionsgefährdete Atmosphäre
Ex-Zulassung Zulassung für potenziell explosionsgefährdete Atmosphäre
bar Einheit für relativen Druck

Hersteller

Bürkert Fluid Control Systems
Christian-Bürkert-Str. 13−17
74653 Ingelfingen
DEUTSCHLAND

Die Kontaktadressen finden Sie unter Kontakt.

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Sicherheit

Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät ist zur Regelung des Medienstroms konzipiert. Die zulässigen Medien sind im Kapitel Technische Daten aufgeführt.

Voraussetzungen für einen sicheren und störungsfreien Betrieb sind ordnungsgemäßer Transport, Lagerung, Installation, Inbetriebnahme, Betrieb und Wartung.

Die Anleitung ist Teil des Geräts. Das Gerät ist ausschließlich zur Verwendung im Rahmen dieser Anleitung bestimmt. Verwendungen des Geräts, die nicht in dieser Anleitung, den vertraglichen Dokumenten oder auf dem Typenschild beschrieben sind, können zu schweren Personen- oder Todesfällen, Schäden am Gerät oder Eigentum sowie Gefahren für die Umgebung oder die Umwelt führen.

  • Nur geschultes und qualifiziertes Personal darf das Gerät installieren, bedienen und warten. Siehe Qualifikation des Personals in Sicherheitshinweise.
  • Verwenden Sie das Gerät nur in einwandfreiem Zustand.
  • Verwenden Sie das Gerät nur in Verbindung mit von Bürkert empfohlenen und zugelassenen Fremdgeräten und Komponenten.
  • Verwenden Sie nur Geräte, die für diese Art der explosionsgefährdeten Atmosphäre zugelassen sind. Diese Geräte sind auf dem Typenschild mit dem ATEX-Zeichen gekennzeichnet. Beachten Sie bei der Verwendung stets die Angaben auf dem Typenschild und die Anweisungen für die explosionsgefährdete Atmosphäre, die zum Lieferumfang des Geräts gehören.
  • Schützen Sie das Gerät vor Umwelteinflüssen (z.B. Strahlung, Feuchtigkeit, Dämpfe).
  • Verwenden Sie das Gerät nicht für flüssige Medien, wenn die Strömungsrichtung über dem Sitz liegt.

Sicherheitshinweise

Qualifikation des mit dem Gerät arbeitenden Personals
Unsachgemäßer Gebrauch des Geräts kann zu schweren Personen- oder Todesfällen führen. Um Unfälle bei der Arbeit mit dem Gerät zu vermeiden, müssen folgende Mindestanforderungen erfüllt sein:

  • Führen Sie Arbeiten am Gerät im Rahmen dieser Anleitung sicherheitsgerecht durch.
  • Erkennen und vermeiden Sie Gefahren bei der Arbeit am Gerät.
  • Verstehen Sie die Anweisungen und setzen Sie die darin enthaltenen Informationen entsprechend um.

Verantwortung des Betreibers
Der Betreiber ist für die Einhaltung der standortspezifischen Sicherheitsvorschriften, auch in Bezug auf das Personal, verantwortlich.

  • Beachten Sie die allgemeinen Regeln der Technik.
  • Installieren Sie das Gerät gemäß den im jeweiligen Land geltenden Vorschriften.
  • Der Betreiber muss Gefahren, die sich aus dem Standort des Geräts ergeben, durch entsprechende Betriebsanleitungen vermeidbar machen.

Änderungen und sonstige Modifikationen, Ersatzteile und Zubehör
Änderungen am Gerät, fehlerhafte Installation oder die Verwendung nicht zugelassener Geräte oder Komponenten schaffen Gefahren, die zu Unfällen und Verletzungen führen können.

  • Nehmen Sie keine Änderungen am Gerät vor.
  • Belasten Sie das Gerät nicht mechanisch.
  • Beachten Sie die Bedienungsanleitungen des verwendeten Geräts oder der Komponente.
  • Verwenden Sie die Geräte nur in Verbindung mit von Bürkert empfohlenen oder zugelassenen Geräten und Komponenten.

Ersatzteile und Zubehör, die nicht den Anforderungen von Bürkert entsprechen, können die Betriebssicherheit des Geräts beeinträchtigen und Unfälle verursachen.

  • Um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, verwenden Sie nur Originalteile von Bürkert.

Betrieb nur nach ordnungsgemäßem Transport, Lagerung, Installation, Inbetriebnahme oder Wartung.
Unsachgemäßer Transport, Lagerung, Installation, Inbetriebnahme oder Wartung gefährden die Betriebssicherheit des Geräts und können Unfälle verursachen. Dies kann zu schweren Personen- oder Todesfällen führen.

  • Führen Sie nur Arbeiten durch, die in dieser Anleitung beschrieben sind.
  • Führen Sie Arbeiten nur mit geeignetem Werkzeug durch.
  • Lassen Sie alle anderen Arbeiten ausschließlich von Bürkert durchführen.

Schweres Gerät
Bei Transport- oder Installationsarbeiten können schwere Geräte herunterfallen und Verletzungen verursachen.

  • Sichern Sie schwere Geräte, damit sie nicht kippen oder umfallen.
  • Transportieren, installieren und deinstallieren Sie schwere Geräte bei Bedarf nur mit Hilfe einer zweiten Person.
  • Verwenden Sie geeignetes Werkzeug.

Technische Grenzwerte und Medien
Die Nichteinhaltung technischer Grenzwerte oder ungeeignete Medien können das Gerät beschädigen und zu Leckagen führen. Dies kann Unfälle verursachen und Menschen schwer verletzen oder töten.

  • Halten Sie die Grenzwerte ein. Siehe Technische Daten und Informationen auf dem Typenschild.
  • Führen Sie nur Medien in die Medienanschlüsse, die im Kapitel Technische Daten aufgeführt sind.
  • Beachten Sie das Sicherheitsdatenblatt für die verwendeten Medien.

Nur zugelassene Geräte in explosionsgefährdeten Atmosphären verwenden
Geräte, die in explosionsgefährdeten Atmosphären verwendet werden dürfen, sind mit einer Ex-Kennzeichnung versehen. Zusätzliche Anweisungen mit Ex-Kennzeichnung sind diesen Geräten beigefügt.

  • Verwenden Sie nur Geräte, die für den Einsatz in einer explosionsgefährdeten Atmosphäre zugelassen sind.
  • Beachten Sie bei der Verwendung in explosionsgefährdeten Atmosphären die Informationen auf dem Gerät.
  • Beachten Sie bei der Verwendung in explosionsgefährdeten Atmosphären die zusätzlichen Anweisungen mit Ex-Kennzeichnung.
  • Verwenden Sie Geräte, die diese Ex-Kennzeichnung und zusätzlichen Anweisungen nicht besitzen, unter keinen Umständen in explosionsgefährdeten Atmosphären.

Medium unter Druck
Medium unter Druck kann Menschen schwer verletzen. Bei Überdruck oder Druckstößen können das Gerät oder Leitungen platzen. Defekte oder nicht sicher befestigte pneumatische Leitungen können sich lösen und umherschlagen.

  • Schalten Sie vor Arbeiten am Gerät oder an der Anlage den Druck ab. Entlüften oder entleeren Sie die Leitungen.
  • Halten Sie die zulässigen Druckbereiche des Mediums ein.
  • Halten Sie die zulässigen Temperaturbereiche des Mediums ein.

Verunreinigte Steuerluft
Die Steuerausblasluft des Geräts kann mit Schmierstoffen verunreinigt sein und die Gesundheit von Menschen sowie die Umwelt schädigen.

  • Führen Sie die Steuerausblasluft fachgerecht ab.
  • Tragen Sie bei Arbeiten in der Nähe des Geräts geeignete persönliche Schutzausrüstung.

Wird Abluft aus anderen Prozessen zur Erzeugung von Druckluft für das Gerät verwendet, können Dichtungen durch die in der Abluft enthaltenen Medien zerstört werden und zum Austritt von Medium führen.

  • Verwenden Sie zur Erzeugung von Druckluft für das Gerät ausschließlich Frischluft.

Heiße Oberflächen und Brandgefahr
Die Oberfläche des Geräts kann bei schnell schaltenden Aktoren oder mit heißen Medien heiß werden.

  • Tragen Sie geeignete Schutzhandschuhe.
  • Halten Sie leicht entzündliche Stoffe und Medien vom Gerät fern.

Stromschlag durch elektrische Komponenten
Das Berühren von spannungsführenden Teilen kann zu einem schweren Stromschlag führen. Dies kann zu schweren Personen- oder Todesfällen führen.

  • Schalten Sie vor Arbeiten am Gerät oder an der Anlage die Stromversorgung ab. Sichern Sie sie gegen Wiedereinschalten.
  • Beachten Sie alle anwendbaren Unfallverhütungs- und Sicherheitsvorschriften für elektrische Geräte.

Gehörschäden durch hohen Geräuschpegel
Je nach Betriebsbedingungen kann das Gerät laute Geräusche erzeugen.

  • Wenn der Geräuschpegel 75 dB(A) überschreitet, tragen Sie bei der Nähe zum Gerät Gehörschutz.

Arbeiten am Gerät
Arbeiten am nicht abgeschalteten Gerät, unbefugtes Einschalten oder unkontrollierte Inbetriebnahme der Anlage können Unfälle verursachen. Dies kann zu schweren Personen- oder Todesfällen führen.

  • Arbeiten Sie nur am Gerät, wenn es nicht in Betrieb ist.
  • Stellen Sie sicher, dass das Gerät oder die Anlage nicht unbeabsichtigt eingeschaltet werden kann.
  • Starten Sie den Prozess nach Störungen nur kontrolliert.

Beachten Sie die Reihenfolge:

  1. Versorgungsspannung oder pneumatische Versorgung anlegen.
  2. Gerät mit Medium befüllen.

Mechanische bewegliche Teile

  • Greifen Sie nicht in Öffnungen.

Der Aktor enthält eine vorgespannte Feder. Wird der Aktor geöffnet, besteht Verletzungsgefahr durch herausschnellende Federn.

  • Öffnen Sie den Aktor nicht. Es sei denn, eine Anleitung beschreibt explizit das Öffnen.

Gefahr durch Verschleiß am Gerät

Bei Verschleiß kann Medium aus der Entlastungsbohrung austreten und Menschen schwer verletzen.

  • Die Entlastungsbohrung muss regelmäßig auf Mediumaustritte überprüft werden.
  • Wenn Medien gefährlich sind, schützen Sie die Umgebung um die Entlastungsbohrung.

Das Gerät kann bei Verschleiß am Ventilsitz undicht werden.

  • Überprüfen Sie das Gerät regelmäßig und wechseln Sie bei Bedarf die Verschleißteile aus.

Produktbeschreibung

Das Gerät ist speziell für die dezentrale Prozessautomation optimiert und erfüllt alle relevanten Anforderungen, auch unter schwierigen Einsatzbedingungen.

Seine Bauweise ermöglicht die einfache Integration von Automatisierungsmodulen in allen Ausbaustufen, seien es elektrische/optische Positionsrückmeldungen, pneumatische Steuereinheiten oder sogar eine integrierte Feldbusschnittstelle. Eine lange Lebensdauer und hohe Dichtheit werden durch die bewährte selbstnachstellende Stopfbuchspackung erreicht. Das System, bestehend aus Ventil und Automatisierungsmodul, zeichnet sich durch ein kompaktes und schlankes Design, integrierte Steuerluftkanäle, eine hohe chemische Beständigkeit, die Schutzarten IP65 oder IP67 sowie die NEMA-Schutzklasse 4X aus.

Das Gerät verwendet neutrale Gase oder Luft zur Steuerung des Durchflusses von flüssigen oder gasförmigen Medien wie Wasser, Alkohol, Öl, Kraftstoff, Kochsalzlösung, Hydraulikflüssigkeit, Lauge, organischem Lösungsmittel oder Dampf.

Produktübersicht


Abb. 1: Produktübersicht (Ventilkörper: Beispiel)

1 Transparente Kappe mit Positionsanzeige 2 Antriebsdeckel
3 Antriebsgehäuse 4 Entlastungsbohrung
5 Anschlussstutzen 6 Durchflussrichtungskennzeichnung
7 Ventilkörper 8 Gehäuseanschluss
9 Antriebsanschluss 10 Unterer Steuerluftanschluss
11 Oberer Steuerluftanschluss

Produktidentifikation

Typenschild

Typenschild
Abb. 2: Typenschild (Beispiel)

1 Typ 2 Steuerfunktion
3 Dichtungsmaterial 4 Durchflusskoeffizient
5 Betriebsdruck 6 Mediumstemperatur
7 Derating siehe Betriebsanleitung 8 CE-Kennzeichnung
9 Durchflussrichtung 10 Herstellercode
11 Artikelnummer

Symbole und Beschriftungen am Gerät

Spezifikation des maximalen Steuerdrucks
1: Anschlusskennzeichnung
2: (variantenabhängig): Gewindekennzeichnung
3: (beidseitig, variantenabhängig): Firmenlogo, DN, Nenndruck, ASME-Druckstufe, Material

Bestimmung der Antriebsgröße

Maßzeichnung Ø A [mm] Antriebsgröße
53 40 (C)
64 50 (D)
80 63 (E)
101 80 (F)
127 100 (G)
157 125 (H)

Tab. 1: Bestimmung der Antriebsgröße

Funktionsprinzip

Die Schließkraft wird über eine mit dem Antriebskolben verbundene Spindel übertragen.

Steuerfunktion A (CFA)
Die Federkraft erzeugt die Schließkraft auf der Schwenkplatte.

Steuerfunktion B und I (CFB und CFI)
Der Steuerdruck erzeugt die Schließkraft auf der Schwenkplatte.

Steuerfunktion

Symbol Beschreibung
Steuerfunktion A (CFA), NC
Pneumatisch betätigtes Auf/Zu-Ventil, 2/2-Wege
In Ruhestellung durch Federkraft geschlossen
Durchflussrichtung unter dem Sitz/Durchflussrichtung über dem Sitz
Steuerfunktion B (CFB), NO
Pneumatisch betätigtes Auf/Zu-Ventil, 2/2-Wege
In Ruhestellung durch Federkraft geöffnet
Durchflussrichtung unter dem Sitz
Steuerfunktion I (CFI), DA
Pneumatisch beidseitig betätigtes Auf/Zu-Ventil, 2/2-Wege
Ruhestellung nicht definiert (drucklos)
Durchflussrichtung unter dem Sitz/Durchflussrichtung über dem Sitz

Tab. 2: Steuerfunktion

Durchflussrichtung unter dem Sitz

Die Durchflussrichtung unter dem Sitz nur verwenden für:

  • Flüssige Medien
  • Gase und Dämpfe

Da das Medium unter der Schwenkplatte anliegt, unterstützt der Betriebsdruck das Öffnen des Ventils.
Durchflussrichtung unter dem Sitz, Ventil schließt gegen den Mediumsstrom
Abb. 3: Durchflussrichtung unter dem Sitz, Ventil schließt gegen den Mediumsstrom

Durchflussrichtung über dem Sitz

Die Durchflussrichtung über dem Sitz nur verwenden für:

  • Gase und Dämpfe
  • Ventile Steuerfunktion A (in Ruhestellung durch Federkraft geschlossen)[1])

Da das Medium über der Schwenkplatte anliegt, unterstützt der Betriebsdruck das Schließen des Ventils. Der Betriebsdruck unterstützt auch die Abdichtung des Ventilsitzes.


Abb. 4: Durchflussrichtung über dem Sitz, Ventil schließt mit Mediumsstrom

[1] Nicht für Sitzgröße 80

Technische Daten

Normen und Richtlinien

Das Gerät entspricht der gültigen EU-Harmonisierungsgesetzgebung.

Die harmonisierten Normen, die für das Konformitätsbewertungsverfahren angewendet wurden, sind in der aktuellen Version der EU-Konformitätserklärung aufgeführt.

Betriebsbedingungen

Umgebungstemperatur Siehe Mediendaten
Lagertemperatur −20...+65°C
Schutzart (EN 60529/ IEC 60529) IP67
Höhe Bis zu 2000 m über dem Meeresspiegel
Medientemperatur Siehe Mediendaten
Medium Wasser, Alkohole, Öle, Kraftstoffe, Hydraulikflüssigkeiten, Salzlösungen, Laugen, organische Lösungsmittel, Dampf, neutrale Gase
Betriebsdruck Siehe Mediendaten, Druckbereiche
Steuermedium Neutrale Gase, Luft
Steuerdruck Siehe Druckbereiche
Schalldruckpegel < 70 dB(A)
Der Schalldruckpegel kann je nach Einsatzbedingungen höher sein.

Mediendaten

Einsatzgrenzen für Umgebungstemperatur und Medientemperatur

Antriebsmaterial: PA

Antriebsgröße Medientemperatur für PTFE- und PEEK-Dichtung [°C][2]) Umgebungstemperatur [°C][3])
40 (C)...63 (E) –10...siehe Abbildung unten –10...siehe Abbildung unten
80 (F)...125 (H) −10...+185 −10...+60

Tab. 3: Temperaturbereiche

[2] ) Eine PEEK-Dichtung wird bei Verwendung mit Tmax > 130°C empfohlen.
[3] ) Max. Umgebungstemperatur bei Verwendung eines Vorsteuerventils ist +55°C.

Temperaturbereich, PA-Antrieb, Antriebsgröße 40 (C)
Abb. 5: Temperaturbereich, PA-Antrieb, Antriebsgröße 40 (C)

Temperaturbereich, PA-Antrieb, Antriebsgröße 50 (D)
Abb. 6: Temperaturbereich, PA-Antrieb, Antriebsgröße 50 (D)

Temperaturbereich, PA-Antrieb, Antriebsgröße 63 (E)
Abb. 7: Temperaturbereich, PA-Antrieb, Antriebsgröße 63 (E)

Antriebsmaterial: PPS

Antriebsgröße Medientemperatur für PTFE- und PEEK-Dichtung [°C]2) Umgebungstemperatur [°C]3)
40 (C)...80 (F) –10...siehe Abbildung unten +5...+140
100 (G)...125 (H) –10...siehe Abbildung unten +5...+90
Kurzzeitig bis max. 140°C

Information Die Lebensdauer wird reduziert, wenn die Ventile bei einer maximalen Umgebungstemperatur von +140°C betrieben werden.

Derating, PPS-Antrieb, Antriebsgröße 40 (C)
Abb. 8: Derating, PPS-Antrieb, Antriebsgröße 40 (C)

Derating, PPS-Antrieb. Antriebsgröße 50 (D), 63 (E), 80 (F)
Abb. 9: Derating, PPS-Antrieb. Antriebsgröße 50 (D), 63 (E), 80 (F)

Derating, PPS-Antrieb, Antriebsgröße 100 (G), 125 (H)
Abb. 10: Derating, PPS-Antrieb, Antriebsgröße 100 (G), 125 (H)

Einsatzgrenzen für Medientemperatur und Betriebsdruck

Derating des Betriebsdrucks gemäß DIN EN 12516-1/PN25

Temperatur [°C] Druck (bar)
−10...+50 25.0
100 24.5
150 22.4
200 20.3
230 19.0

Derating des Betriebsdrucks gemäß ASME B16.5/ASME B16.34 Cl.150

Temperatur [°C] Druck (bar)
−29...+38 19.0
50 18.4
100 16.2
150 14.8
200 13.7
230 12.7

Derating des Betriebsdrucks gemäß JIS B 2220 10K

Temperatur [°C] Druck (bar)
−10...+50 14.0
100 14.0
150 13.4
200 12.4
230 11.7

Medium
Abb. 11: Medium

Druckbereiche

"Technical features" (Technische Merkmale) für andere Dichtmaterialien und nicht aufgeführte Varianten: Artikelnummer in die Suchleiste unter country.burkert.com eingeben und das Produkt auswählen.

Druckbereiche mit Durchflussrichtung unter dem Sitz

Betriebsdruck


Antriebsgröße 40 (C), Durchflussrichtung unter dem Sitz
Steuerdruck max. 10 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck 4 bar
Betriebsdruck
Nennweite PTFE PEEK
DN15 Max. 15 bar
DN20 Max. 6.5 bar
Steuerfunktion B (CFB), Steuerfunktion I (CFI)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Max. 16 bar

Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 40 (C), Steuerfunktion B und I
Abb. 12: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 40 (C), Steuerfunktion B und I


Antriebsgröße 50 (D), Durchflussrichtung unter dem Sitz
Steuerdruck max. 10 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck 4.1 bar
Betriebsdruck
Nennweite PTFE PEEK
DN15 Max. 16 bar
DN20 Max. 11 bar
DN25 Max. 5.2 bar
Steuerfunktion B (CFB), Steuerfunktion I (CFI)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Betriebsdruck Max. 16 bar

Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 50 (D), Steuerfunktion B und I
Abb. 13: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 50 (D), Steuerfunktion B und I


Antriebsgröße 63 (E), Durchflussrichtung unter dem Sitz
Steuerdruck max. 10 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck 4.5 bar
Betriebsdruck
Nennweite PTFE PEEK
DN15 Max. 25 bar[4]) Max. 25 bar4)
DN20 Max. 20 bar4) Max. 17.5 bar4)
DN25 Max. 11 bar
DN32 Max. 6 bar
DN40 Max. 4 bar
DN50 Max. 2.5 bar
Steuerfunktion B (CFB), Steuerfunktion I (CFI)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Betriebsdruck
Nennweite PTFE
DN15...DN32 Max. 25 bar4)
DN40 Max. 24 bar4)
DN50 Max. 13 bar

[4] ) Variante mit Rotguss-Ventilgehäuse: begrenzt auf 16 bar

Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 63 (E), Steuerfunktion B und I
Abb. 14: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 63 (E), Steuerfunktion B und I


Antriebsgröße 80 (F), Durchflussrichtung unter dem Sitz
Steuerdruck max. 10 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck 5 bar
Betriebsdruck
Nennweite PTFE PEEK
DN20 Max. 25 bar4) Max. 25 bar4)
DN25 Max. 25 bar4) Max. 21 bar4)
DN32 Max. 14 bar Max. 11.5 bar
DN40 Max. 9 bar
DN50 Max. 6 bar
DN65 Max. 3.5 bar
Steuerfunktion B (CFB), Steuerfunktion I (CFI)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Betriebsdruck
Nennweite PTFE
DN25...DN40 Max. 25 bar4)
DN50 Max. 25 bar4)
Max. 20 bar[5])
DN65 Max. 15 bar

[5] ) Gemäß der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU für kompressible Fluide der Gruppe 1 (gefährliche Gase und Dämpfe gemäß Artikel 4, Absatz (1), c), i), erster Gedankenstrich)


Abb. 15: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 80 (F), Steuerfunktion B und I


Antriebsgröße 100 (G), Strömungsrichtung unter dem Sitz
Steuerdruck Max. 7 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck 4,4 bar
Betriebsdruck
Nennweite PTFE PEEK
DN32 Max. 16 bar -
DN40 Max. 12,5 bar -
DN50 Max. 7,2 bar -
DN65 Max. 4,6 bar -
Steuerfunktion B (CFB), Steuerfunktion I (CFI)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Maximaler Betriebsdruck [bar]
Nennweite PTFE
DN32...DN40 Max. 25 bar4)
DN50 Max. 25 bar4)
Max. 20 bar5)
DN65 Max. 15 bar


Abb. 16: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 100 (G), Steuerfunktion B und I


Antriebsgröße 125 (H), Strömungsrichtung unter dem Sitz
Steuerdruck Max. 7 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck
Nennweite
DN32 4,1 bar
DN40 3,2 bar[6])
DN50 3,2 bar[7])
DN65 3,2 bar7)
DN80 5,7 bar
Betriebsdruck
Nennweite PTFE PEEK
DN32 Max. 25 bar4) Max. 25 bar4)

[6] ) Variante mit V-Code EC15: 4,1 bar
[7] ) Variante mit V-Code KS66: 5,7 bar

[8] ) Angegebene Drücke für Varianten mit V-Code EC15 und KS66 erreichbar.

Druckbereiche bei Strömungsrichtung über dem Sitz


Antriebsgröße 40 (C)...63 (E), Strömungsrichtung über dem Sitz
Steuerdruck max. 10 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Betriebsdruck Max. 16 bar


Abb. 18: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 40 (C), Steuerfunktion A


Abb. 19: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 50 (D), Steuerfunktion A


Abb. 20: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 63 (E), Steuerfunktion A


Antriebsgröße 80 (F), Strömungsrichtung über dem Sitz
Steuerdruck max. 10 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Betriebsdruck
Nennweite PTFE
DN25...DN50 Max. 16 bar
DN65 Max. 14 bar


Abb. 21: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 80 (F), Steuerfunktion A


Antriebsgröße 100 (G), Strömungsrichtung über dem Sitz
Steuerdruck Max. 7 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Betriebsdruck
Nennweite PTFE
DN32...DN50 Max. 16 bar
DN65 Max. 15 bar5)


Abb. 22: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 100 (G), Steuerfunktion A


Antriebsgröße 125 (H), Strömungsrichtung über dem Sitz
Steuerdruck Max. 7 bar
Steuerfunktion A (CFA)
Mindeststeuerdruck Abhängig vom Betriebsdruck, siehe Abbildung unten
Betriebsdruck
Nennweite PTFE
DN40...DN50 Max. 16 bar
DN65 Max. 16 bar5)


Abb. 23: Mindeststeuerdruck, Antriebsgröße 125 (H), Steuerfunktion A

Mechanische Daten

Stellantriebsgröße Siehe Bestimmung der Stellantriebsgröße
Einbaulage Beliebig, vorzugsweise Stellantrieb nach oben
Materialien
Gehäuse mit Gewindeanschluss Rotguss oder Edelstahl CF3M
Gehäuse mit Schweißanschluss oder Klemmanschluss Edelstahl CF3M
Stellantrieb PA oder PPS
Ventilsitzdichtung PTFE oder PEEK
(NBR, FKM, EPDM auf Anfrage)

Anschlüsse

Gewindeanschluss G, NPT oder RC
Schweißanschluss DIN 11866 Series B, EN ISO 1127, ISO 4200
DIN 11866 Series A, DIN 11850-2
DIN 11866 Series C, ASME BPE
SMS 3008
Klemmanschluss DIN32676, Series B, ISO 4200
DIN32676, Series A, DIN 11850-2
ASME BPE, ISO 2852, BS 4825
Steuerluftanschluss Stellantriebsgröße 40 (C): Gewindeanschluss G1/8
Stellantriebsgröße 50 (D)...125 (H): Gewindeanschluss G1/4

Installation

WarnungVerletzungsgefahr oder Sachschaden beim Arbeiten am Gerät oder System.

  • Lesen und beachten Sie das Kapitel Sicherheit bevor Sie am Gerät oder System arbeiten.

Gerät an Rohrleitung anschließen

  • Einbaulage beliebig, vorzugsweise Antrieb nach oben.
  • Fließrichtung beachten.
  • Auf fluchtende Rohrleitungen achten.
  • Verunreinigungen aus Rohrleitungen entfernen.

Information Geräte mit Zulassung nach DIN EN 161 "Automatic shut-off valves for gas burners and gas appliances" (Automatische Absperrarmaturen für Gasbrenner und Gasgeräte)

  • Schmutzfänger vor dem Ventil anbringen. Das Sieb muss das Eindringen eines 1 mm Dorns verhindern.

Geräte mit Schweißanschluss

  • HINWEIS! Vor dem Einschweißen des Ventilkörpers: Antrieb vom Ventilkörper demontieren.
  • Ventilkörper in die Rohrleitung einschweißen.
  • Antrieb wieder auf den Ventilkörper montieren.

Geräte mit Gewindeanschluss, Klemmanschluss oder Flanschanschluss

  • Ventilkörper an die Rohrleitung anschließen.

Antrieb vom Ventilkörper demontieren

Um Beschädigungen zu vermeiden, muss das Ventil bei der Demontage des Antriebs in der geöffneten Stellung sein.

Ventile mit Steuerfunktion B sind in Ruhestellung federkraftbetätigt geöffnet. Ventile mit Steuerfunktion A oder I müssen pneumatisch betätigt werden, um zu öffnen.

  1. Oberer Steuerluftanschluss
  2. Unterer Steuerluftanschluss
  3. Körperanschluss
  • Ventilkörper in einer Haltevorrichtung einspannen.
  • HINWEIS! Für Ventile mit Steuerfunktion A oder I: Ventil öffnen. Dazu unteren Steuerluftanschluss mit Druckluft (5 bar) beaufschlagen.
  • Passenden Gabelschlüssel am Schlüsselansatz des Körperanschlusses ansetzen.
  • Antrieb vom Ventilkörper abschrauben.

Antrieb auf den Ventilkörper montieren


Gefahr durch Schmierstoff
Schmierstoff kann das Medium verunreinigen. Bei Sauerstoffanwendungen besteht Explosionsgefahr.

  • Nur für das Medium zulässigen Schmierstoff verwenden.

Um Beschädigungen zu vermeiden, muss das Ventil bei der Montage des Antriebs in der geöffneten Stellung sein.

Ventile mit Steuerfunktion B sind in Ruhestellung federkraftbetätigt geöffnet. Ventile mit Steuerfunktion A oder I müssen pneumatisch betätigt werden, um zu öffnen.

  1. Oberer Steuerluftanschluss
  2. Unterer Steuerluftanschluss
  3. Körperanschluss
  • Auf richtige Lage und Unversehrtheit der Dichtung im Körperanschluss achten.
  • Gewinde des Körperanschlusses fetten (z.B. mit Klüberpaste UH1 96-402 von Klüber).
  • HINWEIS! Für Ventile mit Steuerfunktion A oder I: Ventil öffnen. Dazu unteren Steuerluftanschluss mit Druckluft (5 bar) beaufschlagen.
  • Antrieb in den Ventilkörper schrauben. Anzugsdrehmomente für den Körperanschluss beachten (Anzugsdrehmomente für den Körperanschluss.)
Nennweite DN Antriebsgröße Anzugsdrehmoment [Nm] Toleranz [Nm]
15 40 (C), 50 (D), 63 (E) 45 +10/−5
20 40 (C), 50 (D), 63 (E), 80 (F) 50 +10/−5
25 50 (D), 63 (E), 80 (F) 60 +10/−5
32 63 (E), 80 (F), 100 (G) 65 +10/−5
40 63 (E), 80 (F), 100 (G), 125 (H) 65 +10/−5
50 63 (E), 70 (M), 80 (F), 90 (N), 100 (G), 125 (H) 70 +10/−5
65 80 (F), 100 (G), 125 (H) 70 +10/−5
65 175 (K), 225 (L) 100 +10/−5
80 125 (H), 130 (P) 120 +10/−5
100 125 (H), 175 (K), 225 (L) 150 +10/−5

Tab. 5: Anzugsdrehmomente für den Körperanschluss

Antrieb drehen

Die Position der Steuerluftanschlüsse kann durch Drehen des Antriebs um 360° stufenlos verändert werden.

Um Beschädigungen zu vermeiden, muss das Ventil bei Drehen des Antriebs in der geöffneten Stellung sein.

Ventile mit Steuerfunktion B sind in Ruhestellung federkraftbetätigt geöffnet. Ventile mit Steuerfunktion A oder I müssen pneumatisch betätigt werden, um zu öffnen.


Verletzungsgefahr durch austretendes Medium
Wird der Antrieb in die falsche Richtung gedreht, kann sich der Körperanschluss lösen. Dadurch kann Medium austreten.

  • Antrieb nur in die in der Abbildung gezeigte Richtung drehen.


Abb. 24: Antrieb drehen

  • Ventilkörper in einer Haltevorrichtung einspannen.
  • HINWEIS! Für Ventile mit Steuerfunktion A oder I: Ventil öffnen. Dazu unteren Steuerluftanschluss mit Druckluft (5 bar) beaufschlagen.
  • Zum Drehen des Antriebs Gabelschlüssel an Sechskantmutter des Antriebsanschlusses ansetzen. Sechskantmutter des Körperanschlusses mit einem Gabelschlüssel gegenhalten.

  • Drehrichtung beachten!
    Antrieb an der Sechskantmutter des Antriebsanschlusses in die in der Abbildung gezeigte Richtung drehen, bis die gewünschte Position erreicht ist.

Pneumatischer Anschluss

WarnungVerletzungsgefahr oder Sachschaden beim Arbeiten am Gerät oder System.

  • Lesen und beachten Sie das Kapitel Sicherheit bevor Sie am Gerät oder System arbeiten.

Gerät pneumatisch anschließen


Verletzungsgefahr durch Anschluss ungeeigneter Schläuche
Ungeeignete Schläuche können sich lösen und umherschlagen.

  • Nur Schläuche verwenden, die für den angegebenen Druck- und Mediumstemperaturbereich zugelassen sind.
  • Datenblattangaben der Schlauchhersteller beachten.


Bei Steuerfunktion I: Verletzungsgefahr bei Steuerdruckausfall
Das Ventil verbleibt bei Steuerdruckausfall in undefinierter Stellung.

  • Druck vor Arbeiten am Gerät oder System abschalten. Leitungen entlüften oder entleeren.
  • Um einen geregelten Wiederanlauf zu gewährleisten, zuerst das Gerät mit Steuerdruck beaufschlagen, danach das Medium zuschalten.

Information Die Position der Steuerluftanschlüsse kann durch Drehen des Antriebs um 360° stufenlos verändert werden. Die Vorgehensweise ist im Kapitel Antrieb drehen.

Information Für den Einsatz in aggressiven Umgebungen

  • Freie Pneumatikanschlüsse über einen Pneumatikschlauch in eine neutrale Atmosphäre abführen.

Steuerfunktion A:

  • Steuermedium an der Unterseite des Steuerluftanschlusses des Antriebs anschließen.

Steuerfunktion B:

  • Steuermedium an der Oberseite des Steuerluftanschlusses des Antriebs anschließen.

Steuerfunktion I:

  • Steuermedium an Ober- und Unterseite des Steuerluftanschlusses des Antriebs anschließen.
    Druck an oberem Anschluss: Ventil schließt.
    Druck an unterem Anschluss: Ventil öffnet.

Pneumatikschläuche
Pneumatikschläuche der Größen G1/4 oder G1/8 (für Antriebsgröße 40 (C)) können verwendet werden.

Inbetriebnahme

Warnung Verletzungsgefahr oder Sachschaden beim Arbeiten am Gerät oder System.

  • Lesen und beachten Sie das Kapitel Sicherheit bevor Sie am Gerät oder System arbeiten.

Gerät in Betrieb nehmen


Bei Steuerfunktion I: Verletzungsgefahr bei Steuerdruckausfall
Das Ventil verbleibt bei Steuerdruckausfall in undefinierter Stellung.

  • Druck vor Arbeiten am Gerät oder System abschalten. Leitungen entlüften oder entleeren.
  • Um einen geregelten Wiederanlauf zu gewährleisten, zuerst das Gerät mit Steuerdruck beaufschlagen, danach das Medium zuschalten.


Verletzungsgefahr durch hohen Druck oder heißes Medium
Zu hohe Drücke oder Temperaturen können das Gerät beschädigen und zu Leckagen führen.

  • Werte für Druck und Mediumstemperatur auf dem Typenschild beachten.

Bei Geräten mit Steuereinheit die Inbetriebnahme in der Betriebsanleitung der zugehörigen Steuereinheit beachten.

  • Steuerdruck entsprechend der Angaben auf dem Typenschild und in den technischen Daten einstellen.
  • Gerät in Betrieb nehmen.

Fließrichtung unter den Sitz


Undichter Ventilsitz bei Fließrichtung unter den Sitz.
Zu geringer Steuerdruck bei Steuerfunktion B und Steuerfunktion I oder zu hoher Betriebsdruck kann zu einem undichten Ventilsitz führen.

  • Mindeststeuerdruck und maximalen Betriebsdruck einhalten.

Fließrichtung über den Sitz


Berstende Leitungen und berstendes Gerät bei Fließrichtung über den Sitz.
Bei flüssigen Medien kann ein Druckschlag zum Bersten von Leitungen und Gerät führen.

  • Ventile mit Fließrichtung über den Sitz nicht für flüssige Medien verwenden.

Wartung

WarnungVerletzungsgefahr oder Sachschaden beim Arbeiten am Gerät oder System.

Lesen und beachten Sie das Kapitel Sicherheit bevor Sie am Gerät oder System arbeiten.

Kontrolle

  • Folgende Teile auf Dichtheit prüfen


Abb. 25: Dichtheitskontrolle

Prüfung Maßnahme
Medienanschlüsse (1) Medienanschlüsse instand setzen
Entlastungsbohrung (2) Dichtungssatz wechseln oder Antrieb ersetzen
Schwenkplatte (3) Ventilsatz ersetzen
Dichtungen Dichtungssatz wechseln

Tab. 6: Sichtprüfung

Reinigung

HINWEIS!
Beschädigungen durch Reinigungsmittel vermeiden.

  • Vor der Reinigung prüfen, ob die Reinigungsmittel mit den Gerätematerialien und Dichtungen kompatibel sind.
  • Für die Außenreinigung nur handelsübliche Reinigungsmittel verwenden.

Fehlerbehebung

Antrieb schaltet nicht

Ursache Lösung
Pilotluftanschluss vertauscht.
  • Pilotluft korrekt anschließen:
    CFA: Unterer Pilotluftanschluss.
  • Pilotluft korrekt anschließen:
    CFB: Oberer Pilotluftanschluss.
  • Pilotluft korrekt anschließen:
    CFI: Unterer Pilotluftanschluss: Öffnen,
    Oberen Pilotluftanschluss: Schließen.
Pilotdruck zu niedrig. Druckdaten auf dem Typenschild beachten.
Betriebsdruck zu hoch. Druckdaten auf dem Typenschild beachten.
Fließrichtung vertauscht. Pfeilrichtung auf dem Typenschild beachten.

Ventil ist nicht dicht

Ursache Lösung
Pilotdruck zu niedrig. Druckdaten auf dem Typenschild beachten.
Betriebsdruck zu hoch. Druckdaten auf dem Typenschild beachten.
Fließrichtung vertauscht. Pfeilrichtung auf dem Typenschild beachten.
Verschmutzung zwischen Dichtung und Ventilsitz. Schmutzfänger einbauen.
Ventilsitzdichtung verschlissen. Neue Schwenkplatte einbauen.

Ventil leckt an der Entlastungsbohrung

Ursache Lösung
Stopfbuchse verschlissen. Stopfbuchse oder Antrieb ersetzen.

Demontage

Warnung Verletzungsgefahr oder Sachschaden bei Arbeiten am Gerät oder System.

  • Kapitel Sicherheit vor Arbeiten am Gerät oder System lesen und beachten.

Gerät demontieren

  • Pneumatischen Anschluss lösen.
  • Gerät demontieren.

Ersatzteile und Zubehör

WarnungVerletzungsgefahr und/oder Beschädigung durch falsche Teile.

  • Nur Originalzubehör und Originalersatzteile von Bürkert verwenden.

Bestellen Sie die Teile direkt in unserem eShop.

Ersatzteile

Folgende Ersatzteile sind für das Gerät erhältlich:

  • Prozessventil-Dichtungssatz bestehend aus Dichtungen und Verschleißteilen des Antriebs
  • Satz Prozessventil-Schwenkplatten
    Bestehend aus Schwenkplatte mit Dichtung und Bolzen

Zubehör

Montagewerkzeug für Antriebsdeckel

Antriebsgröße Ø [mm] Artikelnummer
40 (C) 40 639175
50 (D) 50 639175

Antriebsgröße Ø [mm] Artikelnummer
(E) 63 639170

Antriebsgröße Ø [mm] Artikelnummer
80 (F) 80 639171
100 (G) 100 639172
125 (H) 125 639173

Montagewerkzeug für Stopfbuchse

Montagehülse

Ø Spindel [mm] Antriebsgröße Maß D [mm] Artikelnummer
8 (C) 5 639165
(D) 6 639166
10 (E) 6 639167
(F) 8 639168
16 (G) und 125 (H) 10 639169

Steckschlüssel

Ø Spindel [mm] Nennweite DN Schlüsselweite [mm] Artikelnummer
14 32...80 21 683223

Umrüstsätze

Umrüstsatz von Stellfunktion A auf Stellfunktion B

Antriebsgröße Artikelnummer
40 (C) 229900
50 (D) 012090
63 (E) 011946
80 (F) 011955
100 (G) 276318
125 (H) 276319

Umrüstung von Fließrichtung über dem Sitz auf Fließrichtung unter dem Sitz

Antriebsgröße Artikelnummer
50 (D) 012016
63 (E) 012023
80 (F) 012029
100 (G) 012071
125 (H) 012086

Umrüstung von Fließrichtung unter dem Sitz auf Fließrichtung über dem Sitz

Antriebsgröße Artikelnummer
50 (D) 011985
63 (E) 012124
80 (F) 012005

Logistik

Transport und Lagerung

  • Gerät in der Originalverpackung während Transport und Lagerung vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen.
  • UV-Strahlung und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
  • Anschlüsse mit Schutzkappen vor Beschädigung schützen.
  • Zulässige Lagertemperatur beachten.

Rücksendung

Information Am Gerät werden erst nach Eingang einer gültigen Unbedenklichkeitserklärung Arbeiten oder Tests durchgeführt.

  • Für die Rücksendung eines gebrauchten Geräts an Bürkert das Bürkert Vertriebsbüro kontaktieren. Eine Rücksendenummer ist erforderlich.

Referenzen

Anleitung herunterladen

Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

Bürkert Classic 2000 Handbuch herunterladen

Verfügbare Sprachen

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