ADwin
Die Kommunikation zwischen ADwin-System und PC
Das ADwin-System ist mit dem PC über eine Ethernet-Schnittstelle verbun-
den. Über diese Schnittstelle kann das ADwin-System nach dem Einschalten
vom PC gebootet werden. Nach dem Booten erwartet das ADwin-Betriebssys-
tem Kommandos vom PC, die es abarbeitet.
Es gibt zwei Arten von Kommandos: Zum einen Kommandos, die nur Daten
vom PC an das ADwin-System schicken, wie z.B. „Prozess starten" oder „Para-
meter setzen", zum anderen Kommandos, die von dem ADwin-System eine
Antwort erwarten, wie z.B. „Variablen lesen" oder „Datensätze lesen". Beide
Arten von Kommandos werden vom ADwin-System sofort bearbeitet bezie-
hungsweise sofort und vollständig beantwortet. Das ADwin-System schickt nie
unaufgefordert Daten an den PC. Die Datenübertragung an den PC ist immer
nur die Antwort auf ein Kommando vom PC. Dadurch wird die Einbindung des
ADwin-Systems in die unterschiedlichsten Programmiersprachen und mess-
technischen Standardsoftwarepakete sehr erleichtert, denn diese müssen nur
in der Lage sein, eine Funktion aufzurufen und den Rückgabewert zu verarbei-
ten.
Unter Windows 95/98/NT/ME/2000/XP/Vista stehen eine DLL- und eine Acti-
veX- Schnittstelle zur Verfügung. Darauf basierend gibt es Treiber für die fol-
genden Entwicklungsumgebungen:
.NET, Visual Basic, Visual-C, C/C++, C#, Delphi, VBA (Excel, Access, Word),
TestPoint, LabVIEW / LabWINDOWS, Agilent VEE (HP-VEE), InTouch, DIA-
dem, DASYLab, SciLab, MATLAB.
Treiber für Linux, Mac OS und Java stehen ebenfalls zur Verfügung.
Die einfache, kommandoorientierte Kommunikation mit dem ADwin-System
ermöglicht es, dass mehrere Windows Programme in Abstimmung miteinander
gleichzeitig auf das gleiche ADwin-System zugreifen. Dies ist vor allem bei der
Programmentwicklung und bei der Inbetriebnahme ein großer Vorteil.
Abb. 1 – Konzept der ADwin-Systeme
ADwin-Gold II , Handbuch Version 1.52, März 2010
Systembeschreibung
Schnittstellen
Befehlsverarbeitung
Software Schnittstellen
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