Deutsch
6.3 Heizungsseitiger Anschluss
Die heizungsseitigen Anschlüsse an der Wärmepumpe sind mit
1 1/4" Außengewinde versehen. Beim Anschluss an die
Wärmepumpe muss an den Übergängen mit einem Schlüssel
gegengehalten werden.
ACHTUNG!
Defekt
an
der
zur
Druckbegrenzung
Sicherheitsschalteinrichtungen
Verletzungsgefahr!
Die
zur
Druckbegrenzung
Sicherheitsschalteinrichtungen
sind vor Inbetriebnahme auf ordnungsgemäßen Einbau
und Funktionsfähigkeit zu prüfen.
Bevor die heizwasserseitigen Anschlüsse der Wärmepumpe er-
folgen, muss die Heizungsanlage gespült werden, um eventuell
vorhandene Verunreinigungen, Reste von Dichtmaterial oder
ähnliches zu entfernen. Ein Ansammeln von Rückständen im
Verflüssiger kann zum Totalausfall der Wärmepumpe führen.
Für Anlagen mit absperrbarem Heizwasserdurchfluss, bedingt
durch Heizkörper- bzw. Thermostatventile, muss ein Über-
strömventil bauseits hinter der Heizungspumpe in einem
Heizungsbypass eingebaut werden. Dies sichert einen Min-
destheizwasserdurchfluss durch die Wärmepumpe und verhin-
dert Störungen.
Nach erstellter heizungsseitiger Installation ist die Heizungsan-
lage zu füllen, zu entlüften und abzudrücken.
6.4 Wasserqualität in
Heizungsanlagen
6.4.1 Steinbildung
Eine Steinbildung in Heizungsanlagen kann nicht vermieden
werden, ist aber in Anlagen mit Vorlauftemperaturen kleiner
60 °C vernachlässigbar gering. Bei Hochtemperatur-Wärme-
pumpen und vor allem bei bivalenten Anlagen im großen Leis-
tungsbereich (Kombination Wärmepumpe + Kessel) können
auch Vorlauftemperaturen von 60 °C und mehr erreicht wer-
den. Ein bevorzugtes Verfahren zur Vermeidung von Steinbil-
dung ist die Enthärtung, da sie die Erdalkalien (Calcium- und
Magnesiumionen) dauerhaft aus dem Heizungssystem ent-
fernt.
Folgende Werte für die Wasserqualität von Heizungs- und Kühl-
wasser sind zu beachten und bei einem Vor-Ort-Check zu prü-
fen:
Härtegrad
Leitfähigkeit
ph-Wert
abfiltrierbare Stoffe
Folgende (Grenz-)Werte sind dabei zwingend einzuhalten:
Maximaler Härtegrad des Füll- und Ergänzungswassers
11 °dH.
Bei vollentsalztem Wasser (VE-Wasser)(salzarm) darf der
Leitwert maximal 100 μS/cm betragen.
Bei teilentsalztem Wasser (salzhaltig) darf der Leitwert ma-
ximal 500 μS/cm betragen.
Der ph-Wert muss zwischen 8,2 - 9 liegen.
Der Grenzwert für abfiltrierbare Stoffe im Heizungswasser
liegt bei < 30 mg/l
DE-10
vorgesehenen
des
Hydraulikkreises.
vorgesehenen
des
Hydraulikkreises
452170.66.01b · FD 0303
Gegebenenfalls, beispielsweise bei bivalenten Anlagen sind zu-
sätzlich die in der folgend aufgeführten Tabelle aufgelisteten
Vorgaben zu berücksichtigen, bzw. die genauen Richtwerte für
Füll- und Ergänzungswasser und die Gesamthärte der Tabelle
nach VDI 2035 – Blatt 1entnommen werden.
HINWEIS
Das spezifische Volumen einer Heizungsanlage ist vor
Befüllung der Anlage zu ermitteln.
Zur Beurteilung, ob ein Wasser die Tendenz zur Kalkauflösung
oder zur Kalkabscheidung hat, wird der sog. Sättigungsindex SI
herangezogen. Er zeigt an, ob der pH-Wert dem pH-Neutral-
punkt entspricht bzw. um wie viel dieser durch Säureüber-
schuss unterschritten, oder durch Kohlensäuredefizit über-
schritten wird. Bei Sättigungsindex unter 0 ist das Wasser
aggressiv, neigt zu Korrosionen. Bei Sättigungsindex über 0 ist
das Wasser kalkabscheidend.
Der Sättigungsindex SI sollte zwischen - 0,2 < 0 < 0,2 liegen
Füll- und Ergänzungswasser sowie Heizwasser, heizleistungsabhängig
Gesamtheizleistung in kW
50
spezifischer Wasserinhalt
2
Wärmeerzeuger > 0,3 k je kW
50
spezifischer Wasserinhalt
2
Wärmeerzeuger > 0,3 k je kW
(z.B. Umlaufwasserheizer) und
Anlagen mit elektrischen Hei-
zelementen
> 50 kW bis 200 kW
> 200 kW bis 600 kW
> 600 kW
Heizwasser, heizleistungsabhängig
Betriebsweise
3
salzarm
Salzhaltig
1. Zur Berechnung des spezifischen Anlagenvolumens ist bei Anlagen mit
mehreren Wärmeerzeugern die kleinste Einzelheizleistung einzusetzen.
2. Bei Anlagen mit mehreren Wärmeerzeugern mit unterschiedlichen spezifi-
schen Wasserinhalten ist der jeweils kleinste spezifische Wasserinhalt maß-
gebend.
3. Für Anlagen mit Aluminiumlegierungen ist Vollenthärtung empfohlen.
Abb. 6.1:Richtwerte für Füll- und Ergänzungswasser nach VDI 2035
ACHTUNG!
Bei der Verwendung von vollentsalztem Wasser ist darauf zu
achten, dass der minimal zulässige pH-Wert von 8,2 nicht
unterschritten
wird.
Eine
Zerstörung der Wärmepumpe führen.
LI 1422C - 1826C
Summe Erdalkalien in mol/m³
(Gesamthärte in °dH)
20
20 bis 50
50
Spezifisches Anlagenvolumen in l/kW
1
Heizleistung
3,0 (16,8)
keine
3,0 (16,8)
1,5 (8,4)
< 0,05 (0,3)
2,0 (11,2)
1,0 (5,6)
1,5 (8,4
< 0,05 (0,3)
< 0,05 (0,3)
Elektrische Leitfähigkeit in µS/cm
> 10 bis 100
> 100 bis 1500
Aussehen
klar, frei von sedimentierenden Stoffen
Unterschreitung
kann
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zur