Bedienungsanleitung Easidew Transmitter
4.1.2
Tipps für die Probenahme
Dieses Kapitel möchte die üblichen Fehler und Probleme darstellen, die bei Messungen
entstehen und klären, wie diese zu vermeiden sind.
Fehler und unzuverlässige Verfahrensweisen können zu unerwarteten Messergebnissen
führen. Deshalb ist eine bewährte Verfahrensweise bei der Probenahme ausschlaggebend
für genaue und verlässliche Ergebnisse.
Alle Materialien sind wasserdampfdurchlässig, da die Wassermoleküle verglichen mit der
Struktur von Feststoffen extrem klein sind – sogar beim Vergleich mit der kristallinen Struktur
von Metallen. Das Diagramm oben zeigt die Taupunkte innerhalb von Rohrleitungen aus
verschiedenen Materialien, wenn sie mit sehr trockenem Gas gespült werden, wobei sich
das Rohr außen auf Außentemperatur befindet.
Viele Materialien enthalten Feuchte als Teil ihrer Struktur, vor allem organisches Material
(natürlich oder synthetisch), Salz (oder Salzhaltiges) und Stoffe mit kleinen Poren. Es ist
wichtig zu wissen, dass die verwendeten Materialien für die Anwendung geeignet sind.
Ist der Partialdruck von Wasserdampf, der auf die Außenseite einer Druckluftleitung
ausgeübt wird, höher als der im Innern der Leitung, so drückt sich der Wasserdampf der
Atmosphäre durch das poröse Leitungsmaterial und es kommt zur Bildung von Wasser in
der Druckluftleitung. Dieser Effekt wird Transpiration genannt.
Adsorption und Desorption
Adsorption ist die Adhäsion von Atomen, Ionen oder Molekülen eines Gases, einer Flüssigkeit
oder eines gelösten Feststoffes auf der Oberfläche eines Materials, die dort einen Film
bilden. Die Adsorptionsrate steigt mit höherem Druck und niedrigerer Temperatur.
Desorption ist das Freiwerden einer Substanz von der oder durch die Oberfläche eines
Materials. Unter konstanten Umgebungsbedingungen bleibt eine adsorbierte Substanz
nahezu unbegrenzt auf der Oberfläche bestehen. Steigt jedoch die Temperatur, so wird
eine stattfindende Desorption wahrscheinlich.
Michell Instruments
Abbildung 15 Vergleich der Materialdurchlässigkeit
GUTE MESSPRAXIS
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