Die Bestimmungsmethode basiert auf einer pH-Titration mittels Iodat. Als Vorlage dient
eine genaue definierte Menge Wein (50 ml), die mit einem Iodat Reagenz titriert wird.
Endpunkt der Bestimmung ist der Endpunkt des pH Wertes, welcher kontinuierlich wäh-
rend der Titration gemessen wird.
Die Bestimmungsmethode der Gesamtsäure im Wein ist eine Neutralisationsreaktion
zwischen den Weinsäuren und einer zugesetzten Base. Die Grundlage dieser Reaktion
entspricht der einen Neutralisationstitration.
Der titrierbare Säuregehalt wird aus einer Stichprobe bestimmt, die durch Neutralisie-
rung bis zu pH 7,00 bestimmt wurde, um den Forderungen der Europäischen Union oder
pH 8,20 um den Forderungen der "Australischen Norm" zu entsprechen.
Um genaue Messergebnisse zu erzielen, ist es sehr wichtig, ein exaktes Volumen an
Messprobe (Wein) vorzulegen. Die für die Bestimmung der Gesamtsäure benötigte
Menge an Titriermittel ist dem Titrator nach der Messung bekannt. Da auch die Konzent-
ration des Titriermittels bekannt ist, kann der Titrator die Menge an Gesamtsäure in der
Weinprobe errechnen. Die Menge an zudosiertem Titriermittel bis zum Endpunkt der Tit-
ration entspricht proportional der Menge an Gesamtsäure im Wein.
Die Dosierpumpe verfügt über einen feindosierten Ablauf. Das zudosierte Volumen an
Titriermittel hängt von mehreren Faktoren ab, wie etwa von dem Durchmesser des
Schlauches. Zum Ausgleich dieser „Fehler" muss die Pumpe regelmässig kalibriert wer-
den. Eine Pumpenkalibrierung sichert eine hohe Messgenauigkeit. Die Kalibrierung er-
folgt bei dem vom Anwender als Titrations-Endpunkt angegebenen pH-Wert. Der Kalib-
riervorgang besteht in der Analyse der Differenz zwischen einer Standardlösung und der
Weinprobe. Die volumetrische Förderleistung der Pumpe und die tatsächliche Konzent-
ration des Titriermittels werden durch die Kalibrierung kompensiert.
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