Telefon: (0661) 60 03-3 00 oder (0661) 60 03-6 53 Service Hotline Telefax: (0661) 60 03-9 69 63 00 oder (0661) 60 03-9 69 66 53 E-Mail: Service@jumo.net 1.2 Aufbau und Zielgruppe für die Dokumentation Diese Betriebsanleitung gehört zum Lieferumfang. Sie wendet sich an den An- B 70.0201...
1 Einleitung 1.3 Typografische Konventionen Die Zeichen für Vorsicht und Achtung werden in dieser Betriebsanleitung un- Warnende Zeichen ter folgenden Bedingungen verwendet: Vorsicht Dieses Zeichen wird benutzt, wenn es durch ungenaues Befolgen oder Nicht- befolgen von Anweisungen zu Personenschäden kommen kann! Achtung Diese Zeichen wird benutzt, wenn es durch ungenaues Befolgen oder Nichtbe- folgen von Anweisungen zu Beschädigungen von Geräten oder Daten kom-...
2 Allgemeiner Teil 2.3 Funktion Der Programmregler arbeitet mit zwei Mikrocontrollern (1), die den Programm- ablauf, die Regelung, die Bedienung und die Anzeige steuern. Dazu gehört ein EPROM (2) als Lesespeicher und ein RAM-Baustein (3) als Schreib-/Lesespei- cher. Die Anwenderprogramme sind in einem nichtflüchtigen EEPROM (4) ab- gelegt.
2 Allgemeiner Teil 2.5 Installationshinweise k Sowohl bei der Wahl des Leitungsmaterials, bei der Installation als auch beim elektrischen Anschluß des Gerätes sind die Vorschriften der VDE 0100 „Bestimmungen für das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspan- nungen unter 1000V „ bzw. die jeweiligen Landesvorschriften zu beachten. k Arbeiten am Gerät dürfen nur im beschriebenen Umfang und ebenso wie der elektrische Anschluß...
3 Montage 3.1 Montageort und klimatische Bedingungen Der Montageort muß so beschaffen sein, daß die Umgebungseinflüsse nicht die technischen Daten im Typenblatt überschreiten. 3.2 Einbau in Schalttafelausschnitt Schalttafelausschnitt nach DIN 43700: LKR-96 Höhe Breite 92,0 +0,5 92,0 +0,5 h Gerät von vorne in den Schalttafelausschnitt einsetzen h Schraubklemmen gleichmäßig festziehen...
4.3 Anschluß von Geräten der mTRON-Serie Der Kochkesselregler kann in ein Netzwerk mit Modulen des Automatisie- rungssystems JUMO mTRON über die LON-Schnittstelle FFT10A 78KBaud eingeschleift werden. Die Anschlüsse befinden sich auf der Geräterückseite. Als Übertragungsleitung wird bei dem JUMO mTRON-Automatisierungssy- stem eine abgeschirmte verdrillte Zweidraht-Leitung (Twistet Pair) verwendet, die folgende Voraussetzungen erfüllen muß:...
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4 Elektrischer Anschluß Bei dieser Verdrahtungsform ist das Netzwerk auch bei einer Unterbrechung Ring-, Stern- struktur funktionsfähig. Der Abschlußwiderstand eines beliebigen Modules im Ring oder Stern muß auf 50 Ohm eingestellt werden. Bei einer Datenrate von 78 KBit/s ergibt sich eine Netzausdehnung von typisch 500 m. Leitungsquerschnitt Leitungslänge 500 m...
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4 Elektrischer Anschluß Bei dieser Verdrahtungsform muß der Abschlußwiderstand an einem beliebi- Gemischte Struk- gen Modul auf 50 Ohm eingestellt werden. Bei einer Datenrate von 78 KBit/s (free Topology) ergibt sich eine Netzausdehnung von 500m. Leitungsquerschnitt Leitungslänge 500 m 1,3 mm (AWG 16) 400 m (AWG 22)
4 Elektrischer Anschluß 4.3.1 LON-Abschlußwiderstand einstellen h Steckverbindungen mit Schraubklemmen entfernen h Das Gerät vor dem Öffnen von dem Netzanschluß trennen und Verände- rungen im Geräteinnern ausschließlich von Fachpersonal durchführen las- sen! h Bei den nachfolgenden Arbeiten im Geräteinnern unbedingt die Regelun- gen nach DIN EN 100 015 „Schutz von elektrostatisch gefährdeten Bau- elementen“...
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4 Elektrischer Anschluß h Brücken wie in Tabelle angegeben Abschlußwiderstand Brücke offen, S401 offen kein Busabschluß S402 offen 50 Ohm S401 geschlossen S402 geschlossen 100 Ohm S401 geschlossen S402 offen oder umgekehrt werkseitig...
4 Elektrischer Anschluß 4.3.2 Wink-Kommando Ein Wink-Kommando ist ein Signal, das von der Projektierungssoftware JUMO mTRON-iTOOL gesendet wird, um ein bestimmtes Gerät im Netzwerk sichtbar zu machen. In der Anzeige wird 5 Sekunden lang blinkend „Lon“ an- gezeigt. 13 45 4.3.3 Service-Pin-Message senden...
5 Leistungsmerkmale 5.1 Programmaufbau Beim Typ 700201/1 und 700201/3 kann 1 Verfahrensschritt und bei Typ 700201/2 und 700201/4 können 10 Verfahrensschritte eingegeben wer- den. Ein Verfahrensschritt ist aus Kochkesseltemperatur ,Kerntemperatur, 2 wählbaren Kochverfahren und der Programmlaufzeit aufgebaut. 5.1.1 Sollwerteingabe Es muß immer ein Sollwert für die Kochkesseltemperatur programmiert sein. Auf diesen Sollwert regelt das Gerät permanent bis zur manuellen Abschal- tung.
5 Leistungsmerkmale 5.1.2 Delta-Kochen Das Delta-Kochen ist beim Aufheizvorgang und beim Abkühlvorgang möglich. Die Temperaturdifferenz (Delta-Wert) ist einstellbar. v Kapitel 7.3.2 „Anzeige des Delta-Koch Verfahrens“ Bild A: Aufheizen Hierbei wird der Kesseltemperatur-Sollwert so lange um 20 K parallel über dem Kerntemperatur-Istwert angehoben, bis die Kesseltemperatur erreicht ist. Danach steigt die Kerntemperatur bis zum eingestellten Kerntemperatur-Soll- wert, daß...
5 Leistungsmerkmale 5.1.3 F- Wert-Kochen Der Berechnung des F-Wertes (Keimabtötungsfaktor) liegt zugrunde, wie lan- ge eine Temperatur auf das Produkt einwirkt und basiert auf einer Berechnung 10°C nach einer Tabelle für die: F -Kochung. 70°C Der tiefgestellte Wert 70°C ist die Bezugstemperatur. Bei einer Kerntemperatur von 70°C und einer Wirkdauer von 1 min ist ein F-Wert von 1 erreicht.
5 Leistungsmerkmale 5.2 Verhalten nach Netzunterbrechung Für das Verhalten nach einer Unterbrechung der Spannungsversorgung wäh- rend des Automatikbertriebs gibt es verschiedene Möglichkeiten, die in der Konfigurationsebene einstellbar sind. Das Gerät setzt den Betrieb an der Stelle fort, an der es unterbrochen wurde. Weiterlauf Das Gerät verläßt den Automatikbetrieb und kehrt in die Grundstellung zurück.
5 Leistungsmerkmale 5.5 Echtzeituhr Der Kochkesselregler besitzt eine eingebaute Echtzeituhr. Sie zeigt in der Grundstellung die Uhrzeit an (Stunden:Minuten). Mit ihr ist es möglich, ein Pro- gramm zu einem bestimmten Zeitpunkt zu starten (Tag, Uhrzeit). Wird das Ge- rät von der Spannungsversorgung getrennt, arbeitet die Uhr gepuffert weiter. Die Gangreserve für die Echtzeituhr beträgt typisch 8 Tage.
6 Konfigurieren Mit den Codierfunktionen wird das Gerät an den jeweiligen Anwendungsfall angepaßt. Sie beinhalten gerätespezifisches Verhalten und Parametrierung. Funktionen, die zusammengehören, sind gruppiert. Bei angewählten Funktionen sind alle Inhalte mit zu bestätigen. gelangt man zur nächsten Cd-Funktion. h Tasten 5s lang drücken (Cd 01 blinkt) Funktionsebene erreichen...
6 Konfigurieren 6.1 Allgemeine Gerätedaten Code Einstellung Bedeutung werkseitig Cd 01 Softwareversion Cd 02 Wiederanlaufverhalten Weiterlauf Programmabbruch Stillstand Weiterlauf bei 10% Cd 03 Sollwert Kesseltemperatur (mittlere Anzeige) Anzeige Istwert Kern Anzeige Sollwert Kessel Cd 04 Zeit für das Signal Programmende Wertebereich: 0 .
6 Konfigurieren 6.2 Meßeingänge Code Einstellung Bedeutung werkseitig Cd 10 Sensortyp für die Eingänge kein Sensor Thermoelement Pt100, Dreileiterschaltung Einheitssignal 0...10 V Einheitssignal 0...20 mA Einheitssignal 4...20 mA Cd 11 Linearisierung Linear (-999 … +9999) Pt100 (-200 … +850°C) Fe-CuNi “J“ (-99 … +999°C) Cd 14 Dimension keine...
6 Konfigurieren 6.6 Reglerparameter Code Einstellung Bedeutung Wertebereich werkseitig Cd 50 Xp 1 Proportionalbereich 0...999 Cd 51 Xp 2 Proportionalbereich 0...999 Cd 52 Nachstellzeit 0...999s Cd 53 Vorhaltezeit 0...999s Cd 54 Arbeitspunkt -100...+100% Cd 55 Ymin Stellgrad Y2 -100...+100% -100 Cd 56 Ymax Stellgrad Y1...
6 Konfigurieren 6.8 Limitkomparatoren Mit 2 Limitkomparatoren können alle analogen Prozeßgrößen im Gerät mitein- ander verglichen und bei Einstellung eines Grenzwertes überwacht werden. Beim 1.Vergleichswert kann ein Ist- bzw. Sollwert beim 2. Vergleichswert ein Sollwert ausgewählt werden (Cd70, 71). Die jeweilige Funktion wird nur mit Cd 72 angewählt.
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6 Konfigurieren Beispiel: Vorkontakt Ein Vorkontakt soll einen Istwert 5K vor dem Sollwert signalisieren. Code Bezeichnung Einstellung Bedeutung Cd 70 1. Vergleichswert Istwert Kessel Cd 71 2. Vergleichswert Sollwert Kessel Cd 72 Funktion Komparator Cd 73 unterer Grenzwert ( Wert negativ eingeben) Cd 75 Schaltdifferenz Beispiele:...
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6 Konfigurieren Wird wie im Beispiel nur der 1. Vergleichswert benutzt, liegt die Schaltschwelle Komparator (1 analoger des Limitkomparators nicht als Vor- oder Folgekontakt um den Sollwert, son- Wert) dern steht fest und ist vom Sollwert unabhängig. Wird der eingegebene Grenzwert von 80°C (Cd73) überschritten, wird der Li- mitkomparator aktiv.
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6 Konfigurieren Mit der Differenz zwischen 1. und 2. Vergleichswert kann in einem Fenster eine Fenster (2 analoge Werte) Überschreitung mit dem oberen Grenzwert (Cd74) und eine Unterschreitung mit dem unteren Grenzwert (Cd73) signalisiert werden. Das Schaltverhalten des Relais wird invertiert. Fenster invers...
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6 Konfigurieren Beispiel: Ein Limitkomparator soll überwachen, ob sich der Istwert in einem Fenster von 5°C unter bis 10°C über dem Sollwert befindet. Das Relais soll einschalten, sobald sich der Istwert im eingestellten Fenster befindet. Code Bezeichnung Einstellung Bedeutung Cd 70 1.
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6 Konfigurieren Beispiel: Fenster (1 analoger In einem festen Fenster soll überprüft werden, ob sich der Istwert zwischen Wert) 50°C und 70°C befindet. Unabhängig vom Sollwert soll das Relais anziehen, wenn sich der Istwert im eingestellten Fenster befindet. Code Bezeichnung Einstellung Bedeutung Cd 70 1.
6 Konfigurieren Code Einstellung Bedeutung nur bei Typ 700201/X-XXX-01-05-23-XXX werkseitig Reglerstellgrad 1 Reglerstellgrad 2 Ist-F-Wert Cd 81 Signalart 0 ...20 mA 4 ... 20 mA 0 ...10 V 2 ...10 V 6.10 Binärer Eingang Code Einstellung Bedeutung werkseitig Cd 90 extern Start keine Funktion Binärer Eingang 1...
7 Bedienen 7.1 Anzeige- und Bedienelemente des LKR-96 Das Bild zeigt den Kochkesselregler in der Grundstellung. Istwerte werden angezeigt. Der Dezimalpunkt hinter der Stundenanzeige blinkt im Sekundentakt. Der Regler ist nicht aktiv. Anzeige Tasten für Sollwerte Istwerte und LED LED für Relais- 60 8 Kesseltemperatur Schaltzustand...
7 Bedienen 7.2 Verfahrensschritte programmieren 7.2.1 Ein Verfahrenschritt Das Bild zeigt die Eingabe eines Verfahrensschrittes für ein Gerät bei dem die werkseitige Einstellung nicht verändert wurde. Wird über Cd 03 beispielsweise die mittlere Anzeige auf „Anzeige Sollwert Kessel“ umgestellt kann keine Kern- temperatur, kein Delta-Wert und F-Wert eingegeben werden.
7 Bedienen 7.2.2 10 Verfahrensschritte (Typen: 700201/2... und 700201/4...) Die Eingabe der Impuls-Pausen-Zeit ist nur im Verfahrensschritt 10 möglich v Kapitel 6.3 „Schaltverhalten für Intervalldusche“ Intervalldusche...
7 Bedienen 7.3 Automatikbetrieb h Zum sofortigen Start des zuletzt angewählten Programmes aus der Grund- Schnellstart stellung heraus Taste drücken. h Taste drücken (LED leuchtet, Stundenanzeige blinkt) Start Wird nach 5 s keine Startzeit eingegeben und mit quittiert, startet das Programm sofort. Es ist möglich bis zu einem Monat später zu starten.
7 Bedienen Ist die Startzeit (12:55 Uhr) erreicht, wechselt die untere Anzeige von Startzeit auf Laufzeit (1Stunde 30 Minuten). Der Regler ist jetzt solange aktiv, bis eine Abschaltbedingung erfüllt ist. v Kapitel 5.1.1 „Sollwerteingabe“ 1 30 7.3.1 F-Wert anzeigen h Taste 3x drücken (F-Sollwert erscheint blinkend in der mittleren Anzeige) Nach 10s erscheint der F-Istwert mit einem vorangestellten F in der mittleren...
7 Bedienen 7.3.2 Anzeige des Delta-Koch Verfahrens Ž Ist im Automatikbetrieb ein Delta-Wert Istwert Kerntemperatur programmiert, wird dies durch ein d mit blinkendem Punkt angezeigt. Ist ein F-Wert und ein Delta-Wert programmiert, wird in der Anzeige lediglich ein F mit blinkendem Punkt dargestellt. Automatik- betrieb Das Programm kann jederzeit mit der Taste...
8 Was tun, wenn ... Was passiert ? Abhilfe Info v Kapitel 6.4 „Regel- Err1 Der Meßwertgeber ist defekt oder ein Meßein- gang kurzgeschlossen, so daß ein Meßbe- bereiche (Soll- und in der Anzeige für reich überschritten wurde. Istwertgrenzen)“ Kesseltemperatur h Defekten Meßwertgeber v Kapitel „An-...