Wenn man das verstanden hat, wird einem auch
klar, dass die vielfach gebrauchte Wendung, „den
Kanal mit Hall zu versorgen" nicht ganz richtig ist�
Vielmehr gelangt ein „trockenes", also unbearbeitetes
Kanalsignal in das Effektgerät� Dort wird es verwendet,
um z� B� ein Hallsignal zu erzeugen� Das Endprodukt,
also das reine Hallsignal, steht an den Ausgängen
des Effektgerätes zur Verfügung – vorausgesetzt,
im Gerät ist das Mischungsverhältnis von Direkt-
und Effektsignal auf „100 % Effekt" eingestellt
(manchmal auch mit „wet" bezeichnet, im Gegensatz
zum unbearbeiteten Originalsignal, das mit „dry"
bezeichnet wird)�
Der Ausgang des Effektgerätes wird in der Regel
an den AUX IN (#6) oder einen der Lineeingänge
(#2
bzw�
#3)
des
angeschlossen� Die Signalstärke des Halls kann nun
mit dem entsprechenden Lautstärkeregler eingestellt
werden, d�h� es wird Hall hinzugemischt� Das erklärt
auch, warum das Mischungsverhältnis im Effektgerät
unbedingt auf „100 % wet" stehen muss – die
Mischung von Original- und Effektsignal geschieht
nämlich erst im Mixer�
Beim internen Effektprozessor des POWERPOD 620
R / 740 R verhält es sich übrigens genauso – der
Prozessor liefert immer ein 100 % „nasses" Signal,
das über den Lautstärkeregler EFX TO MAIN (#31)
der Summenmischung zugeführt wird (beim 740 R
gibt es auch noch einen Regler, um das Effektsignal
auf die MONITOR-Mischung zu geben)�
Sie können die EFX Schiene natürlich auch für
andere Zwecke verwenden, z� B� zum Speisen einer
weiteren Beschallungszone, zum
Anschluss eines Bühnen-Monitorsystems, sofern
Sie auf der Bühne exakt die gleiche Mischung hören
wollen wie im Saal, usw� – hier sind Ihrer Fantasie
keine Grenzen gesetzt�
19. LEVEL
Dieser Drehregler bestimmt die Ausgangslautstärke
des Kanals, also den Pegel in der Summenmischung
MAIN�
Versuchen Sie, die LEVEL Regler der einzelnen
Kanäle so weit wie möglich aufzudrehen, ohne
natürlich Verzerrungen zu erzeugen, und dafür
den MAIN Regler (#40) nur so weit aufzudrehen,
wie nötig� Dadurch erhalten Sie den besten Signal/
Rauschabstand�
POWERPOD 620 R / POWERPOD 740 R
Mischpults/Powermischers
20. PAD –25 dB
Der PAD (Dämpfungs-) Schalter existiert in den ersten
4 Monokanälen (1 ~ 4)� Ist er gedrückt, wird das
Eingangssignal im Vorverstärker um 25 dB bedämpft�
Gerade bei Signalen mit relativ hohem Pegel macht
er Sinn, wird dadurch doch der Dynamikumfang
erheblich erweitert und die Gefahr des Clippings im
Eingang gebannt� Beispiele für solche Signale sind:
Bass Drum, Snare, E-Bass, Kondensatormikrofone
für Gesang, sowie alle Linepegelsignale�
Der PAD Schalter wirkt auf beide Eingänge, also XLR
(#1) und Klinke (#2)�
Wenn Sie Verzerrungen hören, liegt das genau daran,
dass die Eingangsstufe verzerrt wird� In solchen
Fällen wirkt der PAD Schalter Wunder�
DIGITALE EFFEKT SEKTION (DSP)
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21. ON/OFF (nur Powerpod 740 R)
Mit diesem Schalter wird der interne Effektprozessor
ein- und ausgeschaltet� Denken Sie daran, dass die
Effekteinheit auch per Fußschalter (#10) fernbedient
werden kann�
22. PROGRAM
Mit diesem Drehgeber können Sie den gewünschten
Effekt auswählen� Der Regler lässt sich in beide
Richtungen endlos drehen� Wenn Sie einen neuen
Effekt angewählt haben, wird der neue Effektklang
nach einer kurzen Pause von knapp 1 Sekunde
eingeblendet� Da jedes der 16 Effektprogramme mit
dem PARAMETER Regler (#23) veränderbar ist, wird
die zuletzt abgespeicherte Einstellung aufgerufen
(siehe dort)�
22
23
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