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Funktion der Steuerung N5.2 TopTronic
• Die Steuerung wird durch den Hauptschalter 1 in Betrieb genommen. Der jeweilige Betriebszustand wird
am Display (Punkt 13, Seite 16) angezeigt.
• Durch das Schliessen der Tür startet ein automatischer Funktionsablauf:
- das Saugzug- Gebläse schaltet mit erhöhter Drehzahl ein
(Betriebszustand 1, optimierte Anheiz-Phase).
- wenn die Abgastemperatur ca. 170 °C überschritten hat, wird in den Voll-Last-Betrieb gewechselt
(Betriebszustand 2).
- ist die Pufferspeicher- Temperatur auf über 70 °C (Seite 19, Parameter P01) angestiegen, so reduziert
der Kessel seine Leistung und passt diese der tatsächlich benötigten Heizleistung an (Betriebszustand
3, modulierende Leistung).
- falls der Puffer während des Abbrandes wieder unter 70 °C abkühlt, so schaltet der Kessel zurück auf
Voll-Last (Betriebszustand 2).
• Wenn das Holz verbraucht ist, und sich nur noch Glut im Füllraum befindet, wird die Ausbrand-Optimierung
gestartet (Betriebszustand 4). Die dem Glutbett zugeführte Luftmenge wird durch Absenken der Gebläse-
drehzahl und teilweises Schliessen der Luftklappen reduziert.
• Sinkt die Abgastemperatur auf unter 120 °C, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Brennstoff verbraucht ist
und sich nur noch glühende Holzkohle im Kessel befindet. Dann schalten Pumpe und Gebläse aus und
die Luftklappen schliessen vollständig; dadurch wird die Auskühlung verhindert und so bleibt eine gewisse
Glutmenge für bequemes Nachlegen ohne erneutes Anzünden erhalten (Betriebszustand 5, Gluterhal-
tung).
• Nach Ablauf der eingestellten Gluthalte-Zeit (Grundeinstellung 90 Minuten) wird in Betriebszustand 6
(Restwärmenutzung) gewechselt. Nun wird die noch im Kessel enthaltenen Wärme in den Pufferspeicher
abgegeben.
• Unterhalb einer Kesseltemperatur von 40 °C ist die Restwärmenutzung beendet und der Kessel schaltet
ab (Betriebszustand 0, Kessel aus).
• Um bei geöffneter Fülltür den Schwelgasaustritt zu verhindern, tritt der Schwelgasabzug (Betriebszustand
8) in Funktion. Hierbei läuft das Saugzuggebläse mit erhöhter Drehzahl und saugt das Schwelgas direkt
durch den Schwelgaskanal ab.
• Wenn beim Anheizen der Brennstoff nicht zündet, die Abgastemperatur innerhalb von 30 Minuten nicht
120 °C übersteigt, wird über eine Abschaltautomatik das Gebläse ausser Betrieb genommen; der Be-
triebszustand wechselt dann automatisch von 1 (Anheiz-Phase) zurück auf 0 (Kessel aus).
Die Kesselsteuerung sollte immer eingeschaltet bleiben (auch im Sommer bei Nichtbetrieb des Kessels),
da nur dann die Kesselschutzfunktion und der regelmässige Lambdasonden-Funktionstest aktiv bleiben.
Der Stromverbrauch hierbei ist vernachlässigbar klein.
Wenn der Hauptschalter aus- und wieder eingeschaltet wird, so verhält sich die Steuerung wie nach einem
Stromausfall: d.h. dass automatisch in den Betriebszustand 1 (Anheiz-Phase) gewechselt wird.
Wenn dann nicht angeheizt wird, kann dieser Betriebszustand mit der "Stop"-Taste abgebrochen werden (5
Sekunden drücken), so dass das Gebläse nicht unnötig 30 Minuten läuft.
lambda
®
Steuerung der Heizung
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