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Sicherheitsventil; Rücklauftemperaturanhebung - Rokossa Rg1/Rlu Montageanleitung Und Bedienungsanleitung

Wasserführende kamineinsätze
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Inhaltsverzeichnis
2.4
ENTLÜFTUNG
Zum Entlüften des Wasserwärmetauschers sind zwei Entlüf-
tungs-möglichkeiten vorhanden. Es kann zum einen die obere
(im Bereich des Abgassammlers) Entlüftung genutzt werden.
Dazu ist in unmittelbarer Nähe eine ausreichend große Öff-
nung in der Verkleidung vorzusehen. Zum anderen kann die
untere Entlüftung (im Bereich der Anschlüsse auf der Rück-
seite) durch die Revisionsöffnung im Brennraum erreicht und
genutzt werden. Nach Inbetriebnahme ist der Kamineinsatz
mehrmals zu entlüften, da durch die hohen Temperaturen das
Heizungswasser ausgast. Sofern ein automatischer Entlüfter
eingesetzt werden soll, sollte dieser durch ein Strahlungs-
schutz vom Rauchgassammler gegen die Strahlungsenergie
geschützt werden.
2.5

SICHERHEITSVENTIL

In unmittelbarer Nähe der Vorlaufleitung ist ein bauteilgeprüf-
tes Sicherheitsventil (z.B. Fabrikat Syr, Typ 1915) mit einem
Ansprechüberdruck von max. 3,0 bar zu montieren. Bei der
Montage sind die Herstellerangaben (u.a. Umgebungstem-
peratur) des Sicherheitsventils zu berücksichtigen. Zwischen
dem Sicherheitsventil und dem Kamineinsatz darf keine Ab-
sperrmöglichkeit in dem System integriert werden. Diese
könnte die Sicherheitseinrichtung außer Funktion setzen.
Des Weiteren sind alle notwendigen Sicherheitseinrichtungen
in das Gesamtsystem so zu integrieren, dass ein gefahrloser
Betrieb gewährleistet wird.
Ein eigenes Sicherheitsventil ist auch dann einzubauen, wenn
in der gesamten Anlage an anderer Stelle ein solches vorhan-
den ist (TRD 721 beachten!)
2.6
RÜCKLAUFTEMPERATURANHEBUNG
Grundsätzlich darf der jeder Kamineinsatz mit einer geeig-
neten Rücklaufanhebung betrieben werden. Im Betrieb muss
die Rücklauftemperatur mindestens 55°C betragen. Damit
diese Temperatur gewährleistet wird, ist eine Umwälzpumpe
so einzubauen, dass diese erst anläuft, wenn 65°C Wasser-
temperatur im Wärmetauscher erreicht worden sind. Um ört-
liche Taupunktunterschreitungen und somit Ablagerungen am
Wasserwärmetauscher zu vermeiden, ist grundsätzlich eine
geregelte Rücklauftemperaturanhebung einzubauen.
Je länger die Rohrleitungen zwischen der Rücklauftempera-
turanhebung und dem Kamineinsatz sind, desto länger ist die
Zeit der Taupunkt-unterschreitung in dem Kamineinsatz, da
dieses Heizungswasser erst beim Anheizen erwärmt werden
muss. Daher wird empfohlen die Rücklauftemperaturanhe-
bung unmittelbar, jedoch gut zugänglich in der Nähe des Ka-
mineinsatzes zu montieren.
Das Verwenden von anderen Lösungsmöglichkeiten (wie zum
Beispiel ein Vierwegmischer) hat sich in der Praxis nicht be-
währt, und ist daher nicht zu empfehlen.
Bitte beachten Sie
Bei fehlender oder nicht effektiv funktionierender Rücklauf-
temperatur-anhebung können wir für Betriebsstörungen oder
Korrosionsschäden (Versottung, Ablagerungen, etc) am Was-
serwärmetauscher oder am Schornstein, etc. weder Haftung
noch Garantie übernehmen.
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