Vorschriften und Bedingungen
Wartung
Brennstoffe
Verbrennungsluft
Wasserqualität
Wartung
Eine regelmäßige Wartung ist Voraus-
setzung für einen sicheren und wirt-
schaftlichen Betrieb der Anlage. Wir
empfehlen den R600 einmal pro Jahr
zu warten, wobei die Gesamtanlage auf
einwandfreie Funktion zu prüfen ist.
Wasserqualität
Die Lebensdauer der gesamten Hei-
zungsanlage wird beeinflusst von der
Wasserqualität. Zusätzliche Kosten für
Wasseraufbereitung einer Anlage sind
immer niedriger als die Kosten für die
Beseitigung von Schäden an der Anla-
ge.
Kesselleistung
[kW]
50 - 200
200 - 600
Konzentrat
Kapazität der Anlage Q (kW)
Ca(HCO
)
3
2
150
3
mol/m
dºH
Max. (Nach-) Füllmenge Wasser V
≤0.5
≤2.8
-
1.0
5.6
-
1.5
8.4
3
2.0
11.2
3
2.5
14.0
1.9
≥3.0
≥16.8
1.6
10
Brennstoffe
Der Gas-Brennwertkessel R600 ist
geeignet für die Erdgasarten H, L und
LL, und für Flüssiggas F. Auslieferzu-
stand des R600 ist immer für H-Gas.
Korrektur der Verbrennung mit übrigen
Erdgasarten ist über die Gasventilein-
stellung zu erzielen, für Flüssiggas
muss zuerst die Düse (im Lieferumfang
enthalten) gewechselt werden.
Der R600 ist für einen Gasdruck bis
100 mbar geeignet. Bei einem An-
schlussdruck über 100 mbar muss ein
zusätzlicher Gasdruckregler vorge-
schaltet werden.
Gasverbrauch und Gasdruck der unter-
schiedlichen Gasarten sind im Kapitel
"Technische Daten" zu finden.
Das Einhalten der nachfolgend genann-
ten Anforderungen bezüglich Wasser-
qualität ist Voraussetzung unserer Ge-
währleistungsverpflichtungen. Kessel-
schäden wegen nicht einhalten der
Wasserqualitätsanforderungen werden
nicht gewährt.
Max. Summe Erdalkali
3
[mol/m
]
2.0
1.5
200
250
300
-
-
-
-
-
-
4
5
6
4
5
6
2.5
3.1
3.8
2.1
2.6
3.1
Max. Härte gesamt
[dºH]
11.2
8.4
400
500
600
3
[m
]
max
-
-
-
-
-
-
8
10
12
6.3
7.8
9.4
5.0
6.3
7.5
4.2
5.2
6.3
Verbrennungsluft
Der Gas-Brennwertkessel R600 ist
sowohl für raumluftabhängige als auch
raumluftunabhängige Betriebsweise zu
verwenden. Es ist immer darauf zu
achten, dass die Verbrennungsluft des
Kessels keine hohe Staubkonzentratio-
nen oder Halogenverbindungen enthält.
Hohe Staubkonzentrationen und Halo-
genverbindungen können die Wärme-
tauscheroberfläche beschädigen. Be-
sonders in Gebäuden, wo mit chemi-
sche Stoffen gearbeitet wird, muss die
Verbrennungsluftversorgung so ausge-
legt werden, dass die Stoffe nicht vom
Kessel angesaugt werden können.
Die unterschiedlichen Anschlussmög-
lichkeiten für raumluftunabhängige Be-
triebsweise werden erklärt im Kapitel
"Abgassystem".
Das System ist mit Wasser mit einem
pH-Wert zwischen 8,0 und 9,5 zu befül-
len. Der Chloridwert des Wassers darf
50 mg/l nicht überschreiten. Der Eintritt
von Sauerstoff durch Diffusion muss in
jedem Fall vermieden werden. Schäden
am Wärmetauscher durch eindringen-
den Sauerstoff fallen nicht unter die
Garantie.
Bei Systemen mit größeren Wasser-
mengen ist es notwendig, den Höchst-
füllstand und die zusätzlichen Mengen
mit entsprechender Härte gemäß der
deutschen Norm VDI2035 zu beachten.
In nebenstehender Tabelle sind die
Nennwerte für die Befüllung und zu-
sätzliches Wasser für den R600 gemäß
der VDI2035 angegeben.
In der nebenstehender Tabelle sind
Angaben zum Verhältnis zwischen der
Wasserqualität und dem Höchstfüll-
stand für Wasser während der Stand-
zeit des Kessels enthalten. Bitte schla-
gen Sie im Originaltext der VDI2035 für
genauere Informationen nach.
Ständiger Zutritt von Sauerstoff in die
Anlage ist zu vermeiden. Hierzu muss
der Systemdruck an jeder Stelle der
Anlage über dem umgebendenen
atmosphärischen Druck liegen.
Weiterhin soll die Anwendung von nicht
diffusionsdichten Kunststoffleitungen in
Fußbodenheizungen vermieden
werden. Werden sie doch verwendet,
dann ist eine Systemtrennung (z.B. mit
Plattenwärmetauscher) erforderlich.