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Elektrischer Anschluss; Allgemeine Hinweise Zum Elektrischen Anschluss; Serielle Diagnose -Sd; Wirkprinzipien Und Codierung - Schmersal Rss260 Betriebsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Betriebsanleitung
Sicherheits-Sensor

4. Elektrischer Anschluss

4.1 Allgemeine Hinweise zum elektrischen Anschluss

Der elektrische Anschluss darf nur im spannungslosen
Zustand und von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt
werden.
Die Sicherheitsausgänge können direkt zur Verschaltung im sicher-
heitsrelevanten Teil der Anwendersteuerung genutzt werden. Für
Anforderungen in PL e / Kategorie 4 gem. ISO 13849-1 sind die Sicher-
heitsausgänge des Sicherheits-Sensors bzw. der Sensorkette auf eine
Auswertung mit gleicher Kategorie zu führen.
Eine Abschirmung ist bei der Verlegung mit Steuerleitungen nicht
notwendig. Die Leitungen sollten aber getrennt von Versorgungsleitun-
gen und Energieleitungen geführt werden. Die max. Absicherung einer
Sensorkette zum Leitungsschutz ist abhängig vom Querschnitt der
Sensoranschlussleitung.
Anforderungen an eine nachgeschaltete Auswertung
• Zweikanaliger Sicherheitseingang, geeignet für p-schaltende Sensoren
mit Schließerfunktion
Information zur Auswahl geeigneter Sicherheitsauswertungen
entnehmen Sie bitte den Schmersal Katalogen bzw. dem
Online-Katalog im Internet unter www.schmersal.net.
Alternativ zu einer Auswertung können auch Sicherheits-Sensoren der
Reihen CSS 34F0 bzw. CSS 34F1 zur direkten Ansteuerung und Über-
wachung von Sicherheitsschützen als erster Sensor einer Reihenschal-
tung eingesetzt werden (vgl. Betriebsanleitung CSS 34F0 / CSS 34F1).
Wird der Sicherheits-Sensor mit Relais oder nicht sicheren Steuerungs-
komponenten verknüpft, so ist eine neue Risikobewertung vorzunehmen.
Die Sensoren testen ihre Sicherheitsausgänge durch zyklische Ab-
schaltung. Eine Querschlusskennung in der Auswertung ist daher nicht
notwendig. Die Abschaltzeiten müssen von der Auswertung toleriert
werden. Die Abschaltzeit des Sicherheits-Sensors verlängert sich
zusätzlich in Abhängigkeit von der Leitungslänge und der Kapazität der
eingesetzten Leitung. Typisch wird eine Abschaltzeit von 250 μs bei 30
m Anschlussleitung erreicht.
Konfiguration Sicherheitssteuerung
Beim Anschluss des Sicherheits-Sensors an elektronische
Sicherheitsauswertungen empfehlen wir eine Diskrepanzzeit
von mindestens 100 ms einzustellen.
Die Sicherheitseingänge der Auswertung sollten einen
Testimpuls von ca. 1 ms ausblenden können.
Eine Querschlusserkennung in der Auswertung ist nicht
notwendig und ist ggf. auszuschalten.

4.2 Serielle Diagnose -SD

(nur 8-polige Ausführung)
Leitungsauslegung bei serieller Diagnose
Bei der Verdrahtung von SD-Geräten bitte den Spannungsfall
auf den Leitungen und die Strombelastbarkeit der einzelnen
Komponenten beacheten.
Die am Sicherheits-Sensor angeschlossene Leitung darf eine Leitungs-
kapazität von 50 nF nicht überschreiten.
Normale ungeschirmte Steuerleitungen LIYY 0,25 (0,14) mm
haben je nach Verseilaufbau bei 30 m Länge eine Leitungskapazität von
ca. 3 ... 7 nF.
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Zubehör für die Reihenschaltung
Zur komfortablen Verdrahtung und Reihenschaltung von
SD-Geräten stehen die SD-Verteiler PFB-SD-4M12-SD
(Variante für die Feldebene) und PDM-SD-4CC-SD (Variante
für den Schaltschrank, aufschiebbar auf Tragschiene) sowie
weiteres umfangreiches Zubehör zur Verfügung.
Detailinfo im Internet unter www.schmersal.net.

5. Wirkprinzipien und Codierung

5.1 Arbeitsweise der Sicherheitsausgänge
Die Sicherheitsausgänge können direkt zur Verschaltung im sicher-
heitsrelevanten Teil der Anwendersteuerung genutzt werden. Das Öff-
nen einer Schutztür, d.h. das Entfernen des Betätigers aus der aktiven
Zone des Sensors führt zur sofortigen Abschaltung der Sicherheitsaus-
gänge (Schaltabstände siehe Technische Daten).
Fehler, die die sichere Funktion eines Sensors nicht augenblicklich
gefährden (z.B. zu hohe Umgebungstemperatur, Sicherheitsausgang
an Fremdpotential, Querschluss) führen zu einer Warnmeldung, dem
Abschalten des Diagnoseausgangs und der verzögerten Abschaltung
der Sicherheitsausgänge. Die Sicherheitsausgänge schalten ab, wenn
die Fehlerwarnung 30 Minuten ansteht.
Die Signalkombination, Diagnoseausgang abgeschaltet und Sicher-
heitsausgänge noch eingeschaltet kann eingesetzt werden, um die
Maschine in eine geordnete Halteposition zu fahren.
Nach der Behebung des Fehlers wird die Fehlermeldung durch das
Öffnen der zugehörigen Schutztür und erneutes Schließen quittiert.
Die Sicherheitsausgänge schalten ein und geben die Anlage erneut frei.
Bei Geräten mit serieller Diagnose kann die Fehlerquittierung durch
Setzen / Löschen eines Bits im Aufruftelegramm erfolgen.

5.2 Codierung

Standardcodierte Sicherheits-Sensoren sind im Auslieferungszustand
betriebsbereit.
Individuell codierte Sicherheits-Sensoren und Betätiger werden nach
folgendem Ablauf aneinander angelernt:
1. Sicherheits-Sensor ausschalten und erneut mit Spannung versorgen.
2. Betätiger in den Erfassungsbereich bringen. Lernvorgang wird am
Sicherheits-Sensor signalisiert, rote LED leuchtet, gelbe LED blinkt (1 Hz).
3. Nach 10 Sekunden fordern kürzer taktende Blinkimpulse (3 Hz) das
Abschalten der Betriebsspannung des Sicherheits-Sensors. (Erfolgt
innerhalb von 5 Minuten keine Abschaltung, bricht der Sicherheits-
Sensor den Lernvorgang ab und meldet durch 5-maliges rotes
Blinken einen falschen Betätiger).
4. Nach dem nächsten Einschalten der Betriebsspannung muss der
Betätiger erneut erfasst werden, um den angelernten Betätigercode
zu aktivieren. Der aktivierte Code wird damit endgültig gespeichert!
Bei Bestelloption -I1 ist die so getroffene Zuordnung von Sicherheits-
Sensor und Betätiger irreversibel.
Bei Bestelloption -I2 kann der Vorgang zum Anlernen eines neuen
Betätigers unbegrenzt häufig wiederholt werden. Beim Anlernen eines
neuen Betätigers wird der bisherige Code ungültig. Im Anschluss daran
gewährleistet eine zehnminütige Freigabesperre einen erhöhten Mani-
pulationsschutz. Die grüne LED blinkt bis die Zeit der Freigabesperre
abgelaufen und der neue Betätiger erfasst wurde.
Bei Spannungsunterbrechung während des Zeitablaufs startet die
2
bis 1,5 mm
2
10 Minuten Schutzzeit anschließend wieder neu.
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