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Wingover; Frontstall; Leinenverhänger; Sackflug - Sol Start One Handbuch

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Wingover:

Um 'Wingover' zu erfliegen muss der Pilot abwechselnde Kurven mit grossem
Neigungswinkel fliegen. Ein möglicher Einklapper kann sehr dynamisch sein.
Achtung:
Eine Kurve mit einem Neigungswinkel von mehr als 60º gilt als
Flugakrobatik.

Frontstall:

Wenn die Tragegurte „A" und „A1" stark und symmetrisch gezogen werden
klappt die Anströmkante auf der gesamten Länge des Gleitschirmes ein.
Der Pilot sollte auf ausreichende Flughöhe achten und die Gurte nach dem
Einklappen loslassen.
In den meisten Fällen leitet der
selbsttätig wieder aus.
Bei einem Flug in turbulenter Kondition kann es zu einem Kopfstand des
Segels kommen, der durch einen exakten Bremseinsatz kontrolliert werden
kann.
Leinenverhänger:
Sollte es während des Fluges zu einem Leinenverhänger kommen, sollte
der Pilot folgende Maßnahmen durchführen:
- Versuchen den Geradeausflug beizubehalten: Das Gewicht auf die offene
unverhängte Seite des Schirmes verlagern und dabei dosiert und leicht mit
der Bremse die Korrektur unterstützen.
- Leinenverhänger lösen: Ziehe die Leine des Stabilos der verhängten
Seite, (die erste Leine des Gurtes „B", farblich abgesetzt) bis sich der
Verhänger löst.
-
Sollte es sich um einen großen Leinenverhänger handeln und es nicht
möglich sein den Schirm in einen stabilen Flugzustand zu bringen und die
Flughöhe mehr als 400 m betragen, besteht die Möglichkeit die Situation durch
die Ausführung eines Fullstalls zu lösen. Sollte sich durch dieses Manöver
der Leinenverhänger nicht lösen oder die Flughöhe nicht ausreichend sein
muss der Pilot den Rettungsschirm auslösen.
Achtung:
-Normalerweise sind Leinenverhänger die Folge, von schlechten oder
flüchtigen Startvorbereitungen, Einklappern bei Flugakrobatikmanövern
oder von asymmetrischen Einklappern in turbulenten Konditionen.
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einen symmetrischen Frontstall

Sackflug:

Normalerweise hat der
einen gewollt durch Bremskommandos eingeleiteten Sackflug selbsttätig
wieder aus.
Sollte es
bei einer langsamen Ausleitung aus einem B-Stall zu einem
Sackflug kommen, reicht es aus die „A"-Gurte ein wenig nach unten zu ziehen
oder den Beschleuniger zu betätigen, um den Anstellwinkel zu verringern.
Auf diese Weise wird die richtige Umströmung des Segels wieder hergestellt.

Notsteuerung:

Sollten die Bremsen nicht einsatzfähig sein, kann der Pilot das Segel über
die „C"-Gurte steuern und landen.
Der Pilot sollte sich darüber bewusst sein, dass die Steuerwege der „B"-
Gurte sehr viel kürzer sind, als die der Bremsleinen.
Abbildung

SCHNELLABSTIEG

Steilspirale:

Die Steilspirale, wie sie oben schon beschrieben worden ist, hat eine hohe
Sinkrate. Die hohen Zentrifugalkräfte (G) erlauben es jedoch nicht die
Steilspirale
über
einen
längeren
Die Zentrifugalkräfte können zur Bewusstlosigkeit des Piloten und damit zu
seiner Manövrierunfähigkeit führen. Dies kann zur Folge haben, dass er bis
zum Boden spiralt. Außerdem wirken bei einer Steilspirale die hohen
Kräfte nicht nur auf den Piloten ein, sondern auch auf die gesamte
Ausrüstung. Der Pilot darf dieses Manöver nicht in turbulenten Bedingungen
ausführen oder mit starkem Neigungswinkel. Sollte das Manöver bei
starkem Wind ausgeführt werden, muss sich der Pilot des Windversatzes
während des Manövers bewusst sein.
keine Sackflugtendenz und leitet
Zeitraum
aufrechtzuerhalten.
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