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Temperaturklassen Und Oberflächentemperaturen - Planeta Premium Pro-Ex Basic Originale Betriebsanleitung

(250 - 10.000) kg (250 - 6.400) kg
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Sicherheit
2.10.8
Temperaturklassen und Oberflächentemperaturen
Die Klassifizierung brennbarer Gase und Dämpfe ist ein wesentlicher Aspekt der Sicherheitstechnik, um potenzielle
Brand- oder Explosionsgefahren zu minimieren. Diese Gase werden gemäß ihrer Entzündbarkeit in sechs
Temperaturklassen eingeteilt, die von T1 bis T6 reichen. Diese Einstufung basiert auf der Zündtemperatur des jeweiligen
Mediums, wobei jede Temperaturklasse einen spezifischen Bereich von Zündtemperaturen abdeckt. Die
Temperaturklassen legen fest, bis zu welcher maximalen Temperatur ein Gas oder Dampf erhitzt werden kann, bevor
es zu einer Selbstentzündung kommt. Die Zündtemperatur eines Mediums ist entscheidend für die Bestimmung der
maximal zulässigen Oberflächentemperatur von Geräten und Betriebsmitteln, die in Umgebungen mit brennbaren
Stoffen eingesetzt werden. Dies ist für Hersteller und Anwender von hoher Bedeutung, da eine übermäßige Erwärmung
eines Geräts zu gefährlichen Situationen führen kann.
ATEX-zertifizierte Geräte, die in höheren Temperaturklassen eingestuft sind, bieten eine größere Flexibilität hinsichtlich
ihrer Anwendung in unterschiedlichen Umgebungen. So darf ein Gerät, das in die Temperaturklasse T4 eingestuft ist,
auch in den Umgebungen der Temperaturklassen T5 und T6 eingesetzt werden. Allerdings ist der Einsatz in niedrigeren
Temperaturklassen, wie T3, T2 und T1, nicht zulässig. Dies bedeutet, dass Geräte der Klasse T4 für Umgebungen
geeignet sind, in denen die Zündtemperaturen der brennbaren Stoffe höher sind, während sie für die niedrigeren
Klassen nicht zertifiziert sind.
Für brennbare Stäube erfolgt keine direkte Einstufung in Temperaturklassen. Hierbei ist es wichtig, die Zündtemperatur
der Staubwolke mit der maximal zulässigen Oberflächentemperatur des Gerätes zu vergleichen, wobei ebenfalls ein
Sicherheitsfaktor berücksichtigt wird. Die zulässige maximale Oberflächentemperatur wird durch die Berechnung der
Grenztemperaturen für Staubwolken und Staubablagerungen ermittelt. Die Grenztemperatur einer Staubwolke wird
durch Multiplikation der stoffbezogenen Zündtemperatur mit dem Faktor 2/3 festgelegt. Bei Staubablagerungen ergibt
sich die Grenztemperatur durch Subtraktion eines Sicherheitswerts von 75 K von der Glimmtemperatur der
Staubschicht, welche die niedrigste Temperatur darstellt, bei der eine 5 mm dicke Staubschicht entzündet werden kann.
Der kleinere der beiden Werte bestimmt schließlich die maximale Oberflächentemperatur des Geräts.
Temperaturklassen
°C
400
300
200
100
14
Zündtemperaturen
T1
>450°C
T2
300°C – 450°C
T3
200°C – 300°C
T4
135°C – 200°C
T5
100°C – 135°C
T6
85°C – 100°C
DIN EN IEC 60079-0
zul. Grenztemperatur (1)
Staubwolke
2/3 * T (Wolke)
DIN EN ISO/IEC 80079-20-2:2016-12
Oberflächentemperaturen
< 450°C
< 300°C
< 200°C
< 135°C
< 100°C
< 85°C
zul. Grenztemperatur (2)
Staubschicht
T (5mm Schicht) – 75K
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