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5. Inbetriebnahme, erstes Anzünden
Damit
der
Brennstoff
schnell
zündet,
ist
zu
Beginn
hohe
Verbrennungstemperatur erforderlich. Legen Sie daher eine ausreichende
Menge Anzündholz und Scheitholz auf den Rost des Feuerraumbodens.
Platzieren Sie zwei bis drei größere Holzscheite mit etwas Abstand
nebeneinander und legen Sie darauf einige kleinere Anzündhölzer
kreuzweise.
Zwischen
die
Anzündhölzer geben
Sie ausreichend
Anzündmaterial (z.B. Anzündwürfel oder Holzwolle). Beispiel: siehe
Abbildung. Zünden Sie das Anzündmaterial an und schließen Sie die
Feuerraumtür – oder lehnen Sie beim Anheizen nur leicht an, um zu
vermeiden, dass die Türdichtung an den Ofenkörper festklebt, statt korrekt
in ihrer Führung zu sitzen. Öffnen Sie alle Verbrennungsluftschieber
vollständig. Sobald sich das Holz vollständig entzündet hat, stellen Sie die
Luftregler auf die Position für den Nennlastbetrieb
zurück.
Ab b i l d u n g 1 9 - An z ü n d u n g
Ab dem zweiten Nachlegen der Holzscheite entspricht der Ausgangszustand der Luftschieber der Nennwärmeleistung des
Kaminofens.
In der Regel muss diese Einstellung ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verändert werden. Es kann jedoch vorkommen, dass das
Nachlegen zu einer langsamen oder schwierigen Zündung führt. Die häufigsten Ursachen dafür sind: niedrige oder schwankende
Brennstoffqualität, oder eine zu lange Pause seit dem letzten Heizzyklus. Letzteres kann zu einer Abkühlung des Feuerraums führen.
In solchen Fällen sollten die beiden zuvor beschriebenen Methoden einzeln oder in Kombination angewendet werden: Alle
Luftschieber vollständig öffnen, falls keine Zündung erfolgt: Feuerraumtür für max. 3 Minuten geöffnet lassen. Sobald die Zündung
erfolgt ist: Feuerraumtür wieder schließen und verriegeln, Luftschieber auf die Einstellung für Nennwärmeleistung zurückstellen.
Sobald sich ein Glutbett gebildet hat und keine oder nur geringe Flammen sichtbar sind: erneut Brennstoff auflegen, überzünden
lassen und anschließend die Luftzufuhr gemäß dem gewünschten Wärmebedarf einstellen.
Achten Sie stets auf eine optimale Verbrennung! Zu viel Luftzufuhr oder zu große Brennstoffmengen können zu einer Überlastung
der Feuerstätte führen. Vorsicht, sehr hohe Temperaturen und vermeidbare Emissionen. Zu wenig Luftzufuhr führt dagegen zu
Sauerstoffmangel. damit zu unvollständiger Verbrennung (Schwelbetrieb) und vermeidbaren Emissionen.
Der Kaminofen ist mit einem hochwertigen, temperaturbeständigen Lack beschichtet, der seine endgültige Festigkeit erst beim
ersten Aufheizen erreicht. Beim Erstanheizen beginnt der Lack auszuhärten. Dabei kann ein unangenehmer Geruch entstehen, der
jedoch nach einigen Stunden Betrieb vollständig verschwindet. Der Aufstellraum ist während des Einbrennens gut zu lüften. Stellen
Sie während der Aushärtungsphase keine Gegenstände auf den Ofen und berühren Sie die Oberfläche nicht, sonst kann die
Lackierung beschädigt werden. Tragen Sie bei allen Arbeiten Schutzhandschuhe, um sich zu schützen und Fingerabdrücke auf der
noch nicht ausgehärteten Lackschicht zu vermeiden. Lassen Sie Feuerraum- und Backfachtür beim ersten Heizen leicht geöffnet,
damit sich die Türdichtungen nicht am Lack festkleben.
Die Zugluftregler sind unterhalb der Tür sowie oben an der Tür angebracht. Der untere Hebel regelt die Primärluft, der obere Hebel
die Sekundärluft. (Für die Tertiärluft gibt es keinen Bedienhebel - sie ist nicht manuell regelbar.)
A b b i l d u n g 2 0 - P : P r i m ä r l u f t s c h i e b e r , S : S e k u n d ä r l u f t s c h i e b e r
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