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HOTTINGER BALDWIN MESSTECHNIK GmbH Bedienungsanleitung Digitale Wägezellen und PW18i Teil 3, Dosiersteuerung...
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Beschreibung der Hardware und der Funktionen der Digitalen Wägezellen FIT und PW18i Teil 2: Kommunikations-Befehle Beschreibung der Befehle für die serielle Kommunikation mit den Digitalen Wägezellen FIT und PW18i Teil 3: Dosiersteuerung Beschreibung der Befehle für die Dosiersteuerung mit den Digitalen Wägezellen FIT und PW 18i FIT_T3_D_020325_.DOC...
FIT / PW18i Wichtige Hinweise Die komplette Werkseinstellung wird im Werk netzausfallsicher und nicht lösch- oder überschreibbar gespeichert und kann mit dem Befehl TDD0 jederzeit wieder eingestellt werden. Weitere Hinweise finden Sie im Teil 2 dieser Bedienungsanleitung ‘Einzelbeschreibungen der Befehle’.
PW18i gehören zur Familie der digitalen Wägezellen, die Meßwerte digital aufbereiten und busfähig vernetzen. Die Bedienungsanleitung Teil 1 beschreibt die Funktionen und Anschlüsse der Digitalen Wägezellen FIT PW18i. Dieser Teil 2 beschreibt die Befehle für die serielle Kommunikation.
Die Digitale Wägezelle FIT in der Ausführung mit Dosiersteuerung (D) kann als Dosierwaage, Absackwaage bzw. für allgemeine Füllprozesse verwendet werden. Sie enthält, neben den Grundfunktionen der FIT, zusätzliche Befehle für eine Dosiersteuerung mit folgenden Eigenschaften: Zwei Abfüllgeschwindigkeiten für Grob- und Feinstrom •...
FIT / PW18i Beschreibung des Dosierzyklus Abb. 3-1: Gewicht-Zeit-Diagramm eines Dosierprozesses Der Wägeablauf wird anhand des Gewicht-Zeit-Diagramms einer Absackwaage beschrieben. Zum Zeitpunkt t wird ein Sack aufgeschossen oder ein Füllbehälter auf die Waage gestellt; die Waage ist jetzt mit einem Anfangsgewicht G belastet.
FIT / PW18i Start Nach erfolgtem Start werden die Ausgänge Fertigmeldung (OUT3) und Alarm (OUT4) zurückgesetzt. Der Dosiervorgang wird nicht gestartet, wenn gilt: Füllgewicht (FWT)=0=kein Füllgewicht • Anfangsgewicht G >Feinstrom-Abschaltpunkt (FFD) • Der Dosiervorgang wird mit Tarieren (siehe Kapitel Tarieren) fortgesetzt,...
FIT / PW18i Grobdosieren Grobstrom (OUT1) und Feinstrom (OUT2) werden aktiv. Am Anfang von Grobstrom verhindert die Sperrzeit für Grobstrombewertung (LTC) ein zu frühes Abschalten von Grobstrom infolge von Lastspitzen. Nach Ablauf der Sperrzeit für Grobstrombewertung (LTC) startet die Sackbruchüberwachung Grobstrom, wenn sie aktiviert ist (siehe dazu Kapitel Diagramm Sackbruchüberwachung).
FIT / PW18i Kontrollwägung Während der Beruhigungszeit (STT) wird das Istgewicht auf Stillstand geprüft. Ist die Stillstandsbedingung erfüllt, wird mit der Kontrollwägung begonnen, auch wenn die Beruhigungszeit (STT) noch nicht abgelaufen ist. Spätestens nach Ablauf der Beruhigungszeit (STT) wird auf jeden Fall mit der Kontrollwägung begonnen.
FIT / PW18i Sackbruchüberwachung 3.8-1: Diagramm Sackbruchüberwachung Die Sackbruchüberwachung wird unterteilt in eine Grobstromüberwachung CBK und eine Feinstromüberwachung FBK. Die Überwachungsfunktionen können einzeln oder gemeinsam aktiviert werden. Grobstromüberwachung Für die Grobstromüberwachung wird nach Ablauf der Sperrzeit das aktuelle Gewicht mit einem Gewicht verglichen, das alle 100 ms um den Betrag 0,1 ⋅...
). Mit FBK=0 ist die Sackbruchüber-wachung Feinstrom ausgeschaltet. Einstellen der FIT für Dosieraufgaben Zum Einstellen der FIT für Dosieraufgaben gehen Sie bitte wie folgt vor: 1. Stelen Sie zunächst die Anwenderkennlinie der Waage ein. Bei Teillastabgleich: Geben Sie über den Befehl CWT den Prozentwert ein, mit dem Sie die Waage abgleichen möchten.
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FIT / PW18i 5. Eine Einstellung des Ziffernschritts erfolgt mit dem Befehl RSN. Beträgt die Nennlast z. B. 50kg und der Ziffernschritt soll 5 sein, so lautet der Befehl RSN5. Die letzte Messwertstelle ändert sich jetzt im 5er-Schritt, also 0, 5, 10, 15...4.990, 4995, 5000.
FIT / PW18i 3.10 Ein- und Ausgänge Die Anschlüsse der Ein- und Ausgänge sowie ihre elektrischen Kennwerte entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung, Teil 1, „Hardware und Funktionen“. Funktion der Eingänge Name aktives Signal Bedeutung Break (IN1) High Bricht einen selbsttätigen Dosierzyklus ab und setzt alle Ausgänge zurück.
FIT / PW18i Befehlsübersicht nach Funktionen 4.2.1 Gewichts Parameter Befehl TDD1 Funktion Seite Sackbruchüberwachung Grobstrom Grobstrom-Abschaltpunkt Leergewicht Sackbruchüberwachung Feinstrom Feinstrom-Abschaltpunkt Minimaler Feinstromanteil Füllgewicht Untere Toleranzgrenze Systematische Abweichung Obere Toleranzgrenze 4.2.2 Zeit Parameter Befehl TDD1 Funktion Seite Entleerzeit Sperrzeit für Grobstrombewertung Sperrzeit für Feinstrombewertung...
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FIT / PW18i PW bedeutet der Befehl ist passwortgeschützt, d. h. er muss mit dem Kommando SPW“Passwort“ freigegeben werden. TDD1 die mit x gekennzeichneten Parameter werden zunächst nur im Arbeitsspeicher (RAM), also nicht netzausfallsicher, gespeichert. Mit dem Befehl TDD1 werden die im Arbeitsspeicher geänderten Ein- stellungen netzausfallsicher im EEPROM gespeichert.
Das in der FIT gespeicherte Füllgewicht wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 0005000 CRLF). Das Füllgewicht liegt auf der mit den Befehlen LDW und LWT bestimmten FIT-Kennlinie und ist der Sollwert für einen Dosiervorgang. Es wird in Anzeige-einheiten eingegeben.
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FIT / PW18i Beispiel: Auf einer Waage sollen Gebinde mit einem maximal Gewicht von 50kg abgefüllt werden. Gehen Sie dazu bitte in der beschriebenen Reihenfolge vor: 1. Die Waage ist unbelastet. Übernehmen Sie mit dem Befehl LDW; den Ausgabewert für die unbelastete Waage.
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Abfrage: CFD?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Grobstrom-Abschaltpunkt wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 0002500 CRLF). Bei Füllgewichtseingabe (FWT) wird der Grobstrom-Abschaltpunkt automatisch auf 50% des Füllgewichtes gesetzt. Der Grobstrom-Abschaltpunkt kann nicht größer als der Feinstrom-Abschaltpunkt eingestellt werden, somit ergibt sich: Grobstrom-Abschaltpunkt (CFD) max.
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FFD<Wert>; Abfrage: FFD?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Feinstrom Abschaltpunkt wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 0002500 CRLF). Bei Füllgewichtseingabe (FWT) wird der Feinstrom-Abschaltpunkt automatisch auf 95% des Füllgewichtes gesetzt. Der Feinstrom-Abschaltpunkt kann nicht unter den Grobstrom-Abschaltpunkt eingestellt werden.
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Eingabe: LTL<Wert>; Abfrage: LTL?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für Toleranz– (Untere Toleranzgrenze) wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 0004990 CRLF). Bei Füllgewichtseingabe (FWT) wird Toleranz– automatisch auf FWT–0,2%FWT gesetzt. Unterschreitet das Dosierergebnis (FRS) den eingestellten Toleranzwert, so wird im Dosierstatus (SDO) Bit 6 =1 gesetzt.
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Eingabe: UTL<Wert>; Abfrage: UTL?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für Toleranz+ (Obere Toleranzgrenze) wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 0004990 CRLF). Bei Füllgewichtseingabe (FWT) wird die Toleranz+ automatisch auf FWT+0,2%FWT gesetzt. Überschreitet das Dosierergebnis (FRS) den eingestellten Toleranzwert, so wird im Dosierstatus (SDO) Bit 5 =1 gesetzt.
Abfrage: CBK?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für den Sackbruch-Grenzwert wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 000300 CRLF). Als Sackbruch-Grenzwert wird ein Gewicht eingegeben, das 1 Sekunde nach Ablauf der Sperrzeit für Grobstrombewertung (LTC) sicher überschritten wird. Die FIT überwacht diesen Grenzwert in 100ms Schritten.
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FIT / PW18i Ursachen die zum Sackbruch während der Grobstromzeit führen: Der tatsächliche Materialanstieg ist kleiner als der vorgegebene Grenzwert • Es kommt kein Material (Füllstutzen verstopft) • Die Sperrzeit für Grobstrombewertung (LTC) ist zu kurz eingestellt, so dass Material erst kommt, wenn die •...
Abfrage: FBK?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für den Sackbruch-Grenzwert wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 000300 CRLF). Mit diesem Gewichtswert wird ein Abstand definiert, in dem eine Überwach-ungskennlinie der eigentlichen Füllkennlinie folgt. In der Überwachungskenn-linie werden nur Gewichtszunahmen aufsummiert. Bei gleichbleibendem oder fallendem Füllgewicht bleibt die Überwachungskennlinie auf Ihrem Wert stehen.
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FIT / PW18i Bei Sackbruch reagiert die Elektronik wie folgt: Grobstrom und Feinstrom werden abgeschaltet • Im Dosierstatus (SDO) Bit 7 (Alarm) auf 1 gesetzt. • Bei OMD=2 wird der Ausgang OUT4 aktiv (siehe dazu Befehl OMD). • Die Dosiersteuerung geht in den Stop-Zustand •...
Abfrage: SYD?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für die Systematische Abweichung wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 000300 CRLF) Die Systematische Abweichung kann dazu genutzt werden, um Material, das nach der Kontrollwägung typisch aus einem Gebinde entnommen wird oder dazukommt, auszugleichen. Sie kann auch dazu genutzt werden, um eine unsymmetrische Toleranz besser einzuhalten.
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Die Sackklemme entnimmt beim Sackabwurf eines 50kg Sackes typisch 200g Material. Gehen Sie wie folgt vor: 1. Stellen Sie den Parameter Syst. Differenz über den Befehl SYD auf 200g ein. Die FIT arbeitet dann so, als ob das Sollgewicht 50,2kg ist und optimiert sich auch auf diesen Wert.
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Abfrage: FFM?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für Minimaler Feinstromanteil wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 000300 CRLF) Der Min. Feinstromanteil gibt an, wie nahe der Grobstrom-Abschaltpunkt an den Feinstrom-Abschaltpunkt herangeführt werden darf. Damit kann man bei stückigem Füllgut den Abstand Grobstrom zu Feinstrom so einstellen, dass in jedem Fall Feinstrom zum Laufen kommt.
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Abfrage: EWT?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für das Leergewicht wird 7-stellig mit Vorzeichen ausgegeben (z. B. 000300 CRLF). Der Parameter Leergewicht gibt an, bis zu welchem Gewicht die Waage definitionsgemäß leer ist, also bis zu welchem Gewicht tariert werden darf.
Abfrage: TAD?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für die Tarierverzögerung wird 5-stellig ausgegeben (z. B. 00020 CRLF) Nach einem Startbefehl (RUN) läuft die Tarierverzögerungszeit ab, bevor tariert wird. Die Zeit kann dazu genutzt werden, um Störungen durch Sackaufschuss oder Aufbringen des Behälters auszublenden. Nach Ablauf der Tarierverzöger-ung wird tariert, die Waage muss dazu in Ruhe sein.
LTC<Wert>; Abfrage: LTC?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für die Sperrzeit für Grobstrombewertung wird 5-stellig ausgegeben (z. B. 00020 CRLF) Für die eingestellte Dauer wird nach dem Anschalten von Grobstrom der Vergleich des Istgewichtes auf Erreichen des Grobstrom-Abschaltpunktes gesperrt. Als Erfahrungswert kann man sagen die Zeit sollte etwa bei 10% der Grobdosierzeit liegen.
LTF<Wert>; Abfrage: LTF?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für die Sperrzeit für Feinstrombewertung wird 5-stellig ausgegeben (z. B. 00020 CRLF) Die Sperrzeit für Feinstrombewertung startet mit Erreichen des Grobstrom-Abschaltpunktes und sperrt für die eingestellte Dauer den Vergleich des Istgewichtes auf Erreichen des Feinstrom Abschaltpunktes. Beim Abschalten von Grobstrom kann es zu Einschwingvorgängen kommen, die den Feinstrom-Abschaltpunkt...
Abfrage: RFT?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für die Nachstromzeit wird 5-stellig ausgegeben (z. B. 00020 CRLF) Die Nachstromzeit startet nach Erreichen des Feinstrom-Abschaltpunktes für die Dauer der eingestellten Zeit. Während dieser Zeit wird das Material erfasst, das nach dem Abschalten von Feinstrom noch in das Gebinde fließt.
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Abfrage: STT?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für die Beruhigungszeit wird 5-stellig ausgegeben (z.B. 00020 CRLF). Während dieser Zeit findet die Kontrollwägung statt (es wird das Istgewicht gemessen). Die Kontrollwägung wird innerhalb der eingestellten Zeit bei Stillstand ausgeführt.
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Abfrage: EPT?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für die Entleerzeit wird 5-stellig ausgegeben (z. B. 00020 CRLF). Eine Entleerung kann über den Ausgang Fertigmeldung OUT3 durchgeführt werden. Ist die Entleerzeit ausgeschaltet (EPT=0) arbeitet der Ausgang OUT3 als Fertigmeldung, d. h. er wird nach der Kontrollwägung aktiv und wird erst mit dem nächsten Start zurückgesetzt.
TMD<Wert>; Abfrage: TMD?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für den Tariermodus wird 1-stellig ausgegeben (z. B. 0 CRLF). Bei Einstellung 0: Es wird nach Start (RUN oder IN2) keine Tarierung ausgeführt. Eine eingestellte Tarierzeit (TAD) wird nicht abgewartet.
Eingabe: OMD<Wert>; Abfrage: OMD?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für den Ausgangs-Modus wird 2-stellig ausgegeben (z. B. 00 CRLF). Mit dem Befehl OMD können Sie die Bedeutung des Ausgangs 4 wie folgt ändern: Einstellung Bedeutung der Ausgänge OUT1...
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OSN<Wert>; Abfrage: OSN?; Wirkung: Der in der FIT gespeicherte Wert für die Optimierung wird 2-stellig ausgegeben (z.B. 00 CRLF). Bei Einstellung 0: Die Optimierung ist ausgeschaltet. Es wird nach der Kontrollwägung keine Optimierung der Abschaltpunkte für Grob- und Feinstrom durchgeführt.
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FIT / PW18i Die Optimierung kann in ihrem Grad (d. h. der Größe der maximalen Ver-stellung der Abschaltpunkte pro Optimierungsschritt) entsprechend der Abweichung vom Istwert eingestellt werden. Die folgende Tabelle zeigt die Einstellung des Korrekturfaktors in Abhängigkeit des einzustellenden Optimierungsgrades: Einstellung für den...
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FIT / PW18i Beispiel: Die Änderung des Feinstrom-Abschaltpunktes soll für folgende Werte berechnet werden: Sollgewicht=50,00kg Istgewicht=49,65kg Damit ergibt sich eine Istwerttoleranz (Sollgewicht–Istgewicht) von: Istwerttoleranz=0,35kg Abweichung=0,70% Durch Ablesen in der Tabelle auf S.44 ergeben sich folgende Korrekturfaktoren: Korrekturfaktor (OSN1)=1 Korrekturfaktor (OSN2)=0,5 Korrekturfaktor (OSN3)=0,25 Die Änderung des Feinstrom-Abschaltpunktes berechnet sich wie folgt:...
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Der Befehl RUN hat die gleiche Wirkung wie eine High-Signal am Eingang IN2. Der Befehl RUN sowie das Signal „Start“ über IN2 haben nur dann eine Wirkung, wenn sich die FIT im Dosiermodus (IMD=2) befindet. Der Befehl RUN wird mit ? beantwortet, wenn die FIT nicht im Dosiermodus ist.
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Der Befehl BRK hat die gleiche Wirkung wie eine High-Signal am Eingang IN1. Der Befehl BRK sowie das Signal „Start“ über IN1 haben nur dann eine Wirkung wenn sich die FIT im Dosiermodus (IMD=2) befindet, der Befehl BRK wird mit ? beantwortet wenn die FIT nicht im Dosiermodus ist.
Dosierergebnis automatisch nach der Kontroll-wägung ausgegeben. In diesem Modus (die FIT ist in einem Dauermess-Modus wie MSV?0) ist eine Kommunikation mit der FIT erst nach einem Stop-Befehl (STP) wieder möglich, auch ein Start über RUN ist in dieser Betriebsart nicht möglich.
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COF+128: Die FIT sendet nach jeder Kontrollwägung das Dosierergebnis (Beispiel COF139; ASCII+Status) Alle Befehle an die FIT werden nicht beantwortet oder ausgeführt. Um andere Befehle auszuführen, ist wie folgt vorzugehen: STP: stoppt diesen Ausgabemodus, jeder FIT-Befehl ist zulässig. COF+128: aktiviert den automatischen Ausgabemodus Automatische Dosierergebnisausgabe nach Kontrollwägung...
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FIT / PW18i State of Dosing SDO? (Dosierstatus) Bereich: ASCII 0...255 (3-stellig) Werkseinstellung: — Reaktionszeit: <10ms Parameter: — Passwortschutz: nein Parametersicherung: keine zu sichernden Daten Abfrage: SDO?; Die Abfrage SDO? gibt den aktuellen Dosierstatus aus. Der Dosierstaus ist Bit-kodiert. Die einzelnen Bit haben folgende Bedeutung: Bit (Nr.)
FIT / PW18i Cumulative Value SUM? (Summengewicht) Bereich: ASCII 2.147.483.647 (32 Bit) Werkseinstellung: Reaktionszeit: <10ms Parameter: — Passwortschutz: nein Parametersicherung: keine zu sichernden Daten Abfrage: SUM?; Mit jedem Dosierergebnis wird der Summenspeicher um das Dosierergebnis (und der Stückzähler) erhöht. Mit SUM? wird die Summe der bisher oder seit dem letzten CSN-Befehl angefallenen Dosierergebnisse ausgegeben.
FIT / PW18i Number of Dosings (Stückzähler) Bereich: ASCII 65535 (16 Bit) Werkseinstellung: Reaktionszeit: <10ms Parameter: — Passwortschutz: nein Parametersicherung: keine zu sichernden Daten Abfrage: NDS?; Mit jedem Dosierergebnis wird der Stückzähler um 1 erhöht. Mit NDS? wird der bisherige oder seit dem letzten CSN-Befehl aufgelaufene Stückzählerstand ausgegeben.
FIT / PW18i Clear Sum and Dosing Counter (Stückzähler und Summengewicht löschen) Bereich: — Werkseinstellung: — Reaktionszeit: <10ms Parameter: — Passwortschutz: nein Parametersicherung: keine zu sichernden Daten Abfrage: CSN; Der Stückzähler und der Summengewichtsspeicher werden auf 0 gesetzt. FIT_T3_D_020325_.DOC...
FIT / PW18i Beispiel für eine Kommunikation im Dosierbetrieb 1. Starten Sie den Dosiervorgang über den Befehl RUN oder ein High-Signal an IN2. 2. Lesen Sie die Messwerte über den Befehl MSV? aus. Die Messwertausgabe mit Messwertstatus erfolgt in den Binär Formaten COF8, COF12 und in den ASCII Formaten COF9, COF11.
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FIT / PW18i 3. Lesen Sie die Dosierergebnisse aus. Wenn im Messwertstatus Bit 6 = 1 ist, ist der Dosiervorgang beendet und es können die zu diesem Dosiervorgang gebildeten Ergebnisse gelesen werden. FRS? Dosierergebnis lesen in den Formaten COF8, COF12 bzw. COF9, COF11 wird das Dosierergebnis mit Dosierstatus ausgegeben.
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FIT / PW18i HOTTINGER BALDWIN MESSTECHNIK GmbH Postfach 10 01 51 • 64 201 Darmstadt Im Tiefen See 45 • 64 293 Darmstadt Tel.: (06151) 803-0 • Telefax: (06151) 89 48 96 Änderungen vorbehalten. Alle Angabe beschreiben unsere Produkte in allgemeiner Form.