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U‐Turn Safty first U‐Turn GmbH wurde 2002 von Thomas Vosseler und Ernst Strobl nach einigen Jahren der Marktanalyse gegründet. Vosseler, Hobby‐Pilot und erfolgreicher Unternehmer in der Computer‐ und Softwarebranche, ist der Verkaufs‐ und Marketingspezialist, während Strobl als Technikchef arbeitet. Das Unternehmen wuchs schnell in Deutschland und Österreich, und ab 2004 nahm auch der internationale Vertrieb Fahrt auf. Heute sind U‐Turn Gleitschirme und verwandte Produkte wie Rettungen, Helme oder Accessoires weltweit erhältlich. Der Firmensitz des Unternehmens ist in Tuningen am Rande des Schwarzwaldes. Die Gleitschirme von U‐Turn stehen für kompromisslose Sicherheit, bestes Material und hervorragende Flugeigenschaften. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, auch bei der Beratung und Betreuung Maßstäbe zu setzen. Deshalb werden unsere Produkte ausschließlich von Kompetenzcentern vertrieben, die auf höchstem Niveau ausbilden, qualifiziert beraten und außergewöhnlichen Service sicherstellen. Die Grenzen der Physik sind unbestechlich. Dem Machbaren innerhalb des naturgesetzlich vorgegebenen Rahmens aber so nahe wie möglich zu kommen – dieser zugegebenen Weise ebenso unbescheidenen wie ambitionierten Ziel haben wir uns verschrieben. Oscar Wilde hat einmal in reinstem britischem Understatement bemerkt, dass sein Geschmack denkbar einfach sei: „Das Beste ist mir gerade gut genug“. Auch wir von U‐Turn stehen für diese kompromisslose Produkt‐Philosophie: Wir wollen immer den bestmöglichen Gleitschirm fertigen. Nicht mehr und nicht weniger. Im Zentrum unseres Schaffens steht der Kunde, dessen Wünsche und Bedürfnisse wir befriedigen wollen. Sollten Fragen offenbleiben, wenden Sie sich bitte an Ihren U‐Turn‐Händler oder direkt an uns. Wir stehen Ihnen jeder Zeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. 4 Betriebshandbuch U‐Turn Eternity 4 DE REV.V01 ‐ 2022 ...
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Verpflichtung sich mit dem Luftsportgerät und dessen Betriebsanleitung sich vor der ersten Nutzung eingehend auf die Besonderheiten zu befassen. Wir haben dieses Handbuch für Sie erstellt, um Ihnen den Umgang mit Ihrem U-Turn ETERNITY 4 so sicher und einfach wie möglich zu gestalten. 5 ...
DAS PRODUKT Eternity 4 _ Höchste Sicherheit als Gesamtpacket Der Eternity 4 setzt neue Maßstäbe bei der Sicherheit und Leistung. Noch nie wurde soviel Aufwand betrieben, um ein neues Konzept‐Level zu erreichen. Mehr als ein Jahr haben die Entwicklungsarbeiten an dem neuen High‐end A‐Schirm gedauert. Viele Studien und Prototypen wurden für den Eternity 4 erstellt und verworfen und durch unzählige Testflüge und Revision ständig verfeinert und optimiert. Die Ansprüche an die neueste Generation der Eternity 4 Modellreihe waren sehr hoch und trotzdem konnten die Erwartungen mit dem neuen Flügelkonzept noch überboten werden. U‐TURN setzt auf klassengerechte Schirme und so stand bei der Entwicklung des neuen A‐Klasse‐ Flügels alles unter den Kriterien der kompromisslosen passiven Sicherheit. Der Eternity 4 vereint sportliche Eigenschaften mit sehr hoher Toleranz. Insbesondere in turbulenter Luft lässt sich der Flügel nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Ist ein Druckausgleich dennoch notwendig, fallen die Reaktionen sehr moderat und gedämpft aus. Die hohe Stabilität begünstigt auch die herausragenden Gleiteigenschaften und die Steigfähigkeit des Eternity 4 . Selbst in schwacher Thermik steigt der Flügel sehr effizient und lässt sich dynamisch in Kurven einlenken, dies macht sich besonders beim Zentrieren in der Thermik positiv bemerkbar. Ein ganz besonderes Augenmerk wurde beim Eternity 4 auf ein zuverlässiges Startverhalten gelegt. Der Flügel steigt gleichmäßig und ohne Tendenz zum Vorschießen über den Piloten. Er füllt sich selbst bei wenig Wind sehr schnell und mit geringem Kraftaufwand. Der Eternity 4 basiert auf einem neuen Grundriss und einem modifizierten Flügelprofil was Gleitleistung mit einem sehr hohen Toleranzspektrum vereint. Chefkonstrukteur Ernst Strobl versieht den Eternity 4 mit 38 Zellen und einer ausgelegten Streckung von 5 und stattet den Flügel mit den neusten technischen Features aus. Neben dem PPN sorgt das 3D shaping für eine optimierte Anströmung und Formstabilität der Eintrittskante. Aufwändige Berechnungen des Balloonings in Kombination mit der optimierten Flügelvorspannung sorgen für eine ausgewogene Druckverteilung und Umströmung des Profils. An der Flügelhinterkante verleihen Miniribs dem Profil mehr Formtreue und optimieren die Aerodynamik besonders bei Bremseinsatz zusätzlich. Das High Pressure Crossport Design (HPCD) sorgt für eine optimierte Querbelüftung der Crossport und somit für einen ausgewogenen Innendruck des Flügels, was die Sicherheit zusätzlich verstärkt. Aber auch beim Materialmix werden nur haltbare Komponenten verwendet, so wie die Top‐ Materialien Paratex D30 und Paratex D20. Sie sorgen gleichermaßen für geringes Gewicht und hohe Abriebfestigkeit. Ein überschaubares Leinenkonzept mit wenigen Stammleinen sorgt für ein einfaches Handling und gute Übersicht beim Groundhandling. Die Tragegurte sind mit dem Pilot Assistent (PAS) ausgestattet – neben den Farbmarkierungen sorgen Icons für eine bessere Orientierung der Leinenebenen. Zusätzlich sind die Hauptaufhängungen mit den neuen Standard Farbmarkierungen versehen, dies ...
Das Pilotenprofil Der Eternity 4 wurde ausschließlich für die einsitzige Nutzung gebaut. Der Eternity 4 ist ein leichtes Luftsportgerät, mit einer Leermasse von weniger als 120 kg in der Sparte Gleitschirm. Der schulungstaugliche Eternity 4 eignet sich hervorragend für ein breites Spektrum an Piloten; vom Einsteiger ‐ über Aufsteiger und Fortgeschrittene. Alle Größen sind Mustergeprüft und nach LTF / EN – A Klassifiziert. 7 Betriebshandbuch U‐Turn Eternity 4 DE REV.V01 ‐ 2022 ...
Naturfreundliches und umweltfreundliches Pilotenverhalten Wir bitten Euch den Sport so zu betreiben, dass Natur und Umwelt mit minimaler Intensität oder so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Bitte geht nicht fernab der markierten Wege ‐ hinterlasst Sie keine Abfälle, macht Sie keinen unnötigen Lärm und respektiert den empfindlichen biologischen Lebensraum in den Bergen und in der Natur. Verwendungszweck Der Eternity 4 wurde ausschließlich für die einsitzige Nutzung gebaut. Es handelt sich um ein leichtes Luftsportgerät, mit einer Leermasse von weniger als 120 kg in der Sparte Gleitschirm. Der Eternity 4 ist ein middle A‐Glider mit optimiertem Leistungsgewicht. Der alltagstaugliche Leichtflügel bietet enorme Sicherheitsreserven mit einem sportlichen Handling. Dies macht ihn zu einem perfekten Allrounder für jedes Abenteuer. Nicht nur Einsteiger ...
Folgende Gurtzeug Größen und Steuerwege wurden im Zuge der Zulassung als Voraussetzung für LTF und EN verwendet: Verwendete Gurtgrössen in der Zulassung: XS > 55cm. S > 60cm M < 60cm L > 65cm 1.5.1 Maximum symmetric control travel at maximum weight in flight: XXS > 50 cm XS > 55 cm S < 55 cm SM 60 cm M 60 cm L > 60 cm XL > 60 cm 9 Betriebshandbuch U‐Turn Eternity 4 ...
Signboard An jedem Produkt sind die wesentlichen Produktdaten laut Vorgabe Zulassung positioniert. Im Falle der gesamten U‐TURN Gleitschirmpalette sind diese an der Kappenmitte im Zelleninnenleben mit folgendem Signboard gekennzeichnet: Lieferumfang eder U‐TURN Eternity 4 wird in folgendem Lieferumfang geliefert: • Repairing material in Glider colors • Bag for Riser belts • Inner bag glider ERWEITERTES EINSATZGEBIET Motorisierter Flugbetrieb Das Flugverhalten des Eternity 4 mit Motor ist weitestgehend identisch wie im Handbuch Eternity 4 im Kapitel 06 ‐ “Der Flug” beschrieben. Durch die höhere Flächenbelastung bei dem erweiterten Motoren‐ Gewichtsbereich fallen die Reaktionen entsprechend dynamischer aus. Diese erhöhte Flächenbelastung verringert den Anstellwinkel und bewirkt zusätzlich eine höhere Geschwindigkeit und dadurch ein dynamischeres Verhalten. Falls ein Motortragegurt mit Trimmer für erweiterten Motorflug vorhanden ist wird empfohlen diese beim Durchfliegen ...
– Sofern man nicht auf seiner “Hauswinde” schleppt ist es absolut notwendig sich vorab mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen. Jeder “Gast” in einem fremden Fluggelände muss sich von den lokalen Piloten einweisen lassen – Schleppen Sie den U‐TURN Eternity 4 niemals mit Zuladung außerhalb der zugelassenen Gewichtsgrenzen – Alle am Windenbetrieb beteiligten Personen und Einrichtungen müssen die jeweils vorgeschriebenen Befähigungsnachweise bzw. Zulassungen für das Schleppen von Gleitschirmen an der Winde haben. Dies gilt für Pilot, Windenführer, Schleppeinrichtung, Schleppklinke sowie alle weiteren Einrichtungen, für die ein Befähigungsnachweis vorgeschrieben ist ...
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN 1. Vor dem ersten Flug muss die Kappe, Leinen, alle Verbindungen und Vernähungen, die Schäkel, Bremsleinen und Bremsleinenknoten so wie evtl. verdrehte Leinen von entsprechend ausgebildetem Personal gecheckt und im Typenschild bestätigt werden 2. Mache Deinen ersten Flug in einem von Dir bekannten Fluggebiet und bei ruhigen Bedingungen 3. Teste deinen U‐TURN Eternity 4 nur über Wasser 4. Bei einem „dynamischen Flug“ wirkt nicht nur die Belastung auf Dich, sondern auch auf den Schirm. Unterschätze diesen Zustand nicht! ...
12. Sei Dir im Klaren, dass Du als Pilot körperlich und psychisch in der Lage sein musst, den Flug unbeeinträchtigt durchzuführen. Du musst Dich voll und ganz auf das Fliegen konzentrieren, um unangenehme Flugzustände evtl. vermeiden zu können. 13. Die meisten Unfälle sind auf Pilotenfehler zurückzuführen. 14. Fliege nie in der Nähe von Hochspannungsleitungen, Flughäfen oder Autobahnen, über Menschen hinweg oder bei Gewitter! Du könntest sonst das Leben und die körperliche Unversehrtheit Dritter und/oder Dein eigenes gefährden und handelst gleichzeitig grob fahrlässig! 15.
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– A – Obersegel – B – Leinen – C – Stabilo – D – Tragegurt 14 Betriebshandbuch U‐Turn Eternity 4 DE REV.V01 ‐ 2022 ...
Technische Daten U‐TURN ETERNITY 2 Technical Data / Technische Daten Size / Größe XXS XS S SM M L XL Takeoff weight over all 50‐75 kg 55‐80 kg 65‐95 kg 80‐110 kg 95‐125 kg 110‐140 kg 125‐160 kg Startgewicht Recommended takeoff weight 50‐65 kg 55‐70 kg 65‐85 kg 80‐100 kg 95‐115 kg 110‐130 kg 125‐150 kg Empfohlenes Startgewicht Increased takeoff weight 65‐75 kg 70‐80 kg 85‐95kg 100‐110 kg 115‐125 kg 130‐140 kg 150‐160 kg Erweitertes Startgewicht Flat area 20,3m² ...
Leinen Übersicht BEACHTE: Das Vermessen der Leinen hat unter einer Spannung von 50N zu erfolgen! BEACHTE: Die Gesamtleinenlänge darf addiert nicht mehr als +/‐10mm von Leinenplan abweichen! 17 Betriebshandbuch U‐Turn Eternity 4 DE REV.V01 ‐ 2022 ...
Farben und Design “Never change a winning horse!” Eines der Alleinstellungsmerkmale der U‐TURN Produktpalette ist, dass es jedes Modell der Palette immer nur in einem einzigem Leaddesign ohne weitere Farbvarianten und Sonderausführungen gibt. Somit können wir die Lieferbereitschaft im vereinbarten Rahmen und vielmehr die Preisstabilität der Grundkalkulationen im Verkauf und auch innerhalb der Produktionsabläufe mit geplanten Mengen einhalten. Zudem ist der Widererkennungswert Deines U‐TURN Paragleiter um ein wesentliches gesteigert. Wir haben viel Herzblut investiert und uns bemüht die Produktpalette in sich selbst stimmig zu gestalten und somit jedem Produkt ein starkes, alleinstehendes Merkmal zu verleihen. ...
Tragegurt Alle Tragegurte‐Ebenen sind farblich differenziert, um sowohl beim Start wie beim Schnellabstieg mittels B‐Stall eine eindeutige Identifizierung zu gewährleisten. Andere einstellbare, entfernbare oder variable Vorrichtungen sind nicht vorhanden. Anzahl Tragegurte: 3+1 19 Betriebshandbuch U‐Turn Eternity 4 DE REV.V01 ‐ 2022 ...
Beschleunigungssystem Der U‐TURN Eternity 4 ist mit einem sehr effektiven Fußstrecker‐Beschleunigungssystem ausgerüstet. Es erhöht die Geschwindigkeit bei Betätigung bis ca. 16 km/ h, je nach Schirmgröße und Pilotengewicht bzw. Flächenbelastung. Daher sollte es bei extremen Fluglagen nicht aktiviert sein bzw. bei deren Eintreten sofort deaktiviert werden. Alle extremen Fluglagen (z.B. Einklapper) laufen bei erhöhter Geschwindigkeit dynamischer ab. Da der maximale Beschleunigungsweg auf das Sicherheitsverhalten des Schirms ausgelegt ist, kann es bei einigen Gurtzeugen vorkommen, dass der volle Beschleunigungsweg nicht genutzt werden kann! ...
DER FLUG_ Flugpraxis Diese Betriebsanleitung geht nur auf die Punkte der Flugtechnik ein, die für den U‐TURN Eternity 4 wichtig sind. Sie kann und soll eine fundierte Flugausbildung in einer anerkannten Flugschule nicht ersetzen! Ohne Flugausbildung und entsprechende Erfahrung ist das Fliegen mit Gleitschirmen lebensgefährlich! Start Nachdem der Gleitschirm ausgepackt und halbkreisförmig ausgelegt wurde, sind folgende Punkte zu beachten: 1.) Der Gleitschirm sollte so ausgelegt werden, dass beim Aufziehen mit den ATragegurten die Leinen in der Mitte des Schirms gleichmäßig und etwas früher gespannt sind als die an den Flügelenden 2.) Dies gewährleistet einen leichten und richtungsstabilen Start. Beim Auslegen bitte die Windrichtung beachten, damit beim Aufziehen gegen den Wind beide Hälften des Gleitschirmes symmetrisch aufsteigen können. Sind die Tragegurte nicht verdreht laufen die Bremsleinen frei durch die Führungen zur Hinterkante des Schirmes. Es dürfen keine Leinen unter der Schirmkappe durchlaufen. Ein Leinenüberwurf ...
Bremsleinenzug nimmt der U‐TURN Eternity 4 eine deutliche Seitenneigung ein und fliegt eine schnelle und steile Kurve, die zur Steilspirale verlängert werden kann. BEACHTE: Zieht man eine Bremsleine zu abrupt durch, kann die Kappe negativ drehen! Aktives Fliegen In turbulenter Luft sollte der U‐TURN Eternity 4 beidseitig leicht angebremst geflogen werden. Eine Vergrößerung des Anstellwinkels bewirkt mehr Stabilität des Schirms. Achte beim Einfliegen in starke Thermik oder bei sehr ruppigen Verhältnissen darauf, dass die Gleitschirmkappe nicht hinter Dir zurückbleibt. Verhindern lässt sich dies durch lockern der Bremsen, um beim Einfliegen in den Aufwindbereich etwas Geschwindigkeit aufzunehmen. Wenn die Fläche beim Verlassen eines Bartes oder beim Einfliegen in Abwindbereiche vor Dich kommt, muss der Gleitschirm entsprechend angebremst werden. ...
5.6.1 „Ohren anlegen“ Beidseitig werden nacheinander die dafür vorgesehenen äußersten A2‐Tragegurte (am oder über dem Leinenschloss fassen) 15 ‐ 20 cm heruntergezogen und die Außenflügel zum Einklappen gebracht. Die Bremsgriffe werden zusammen mit den heruntergezogenen ALeinen in der Hand gehalten. Zur zusätzlichen Stabilisierung und zur Erhöhung der Sinkgeschwindigkeit sollte zusätzlich das Beschleunigungsssystem aktiviert werden. Der Schirm bleibt über Gewichtsverlagerung voll steuerbar und fliegt mit erhöhter Sinkgeschwindigkeit (4‐7 m/ sec, je nach Anzahl eingeklappter Zellen) geradeaus. Lässt der Pilot die A‐Leinen los, öffnen sich die eingeklappten Zellen. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, kann das Ausklappen durch kurze, kräftige Pumper eingeleitet werden. Das “Ohren anlegen” ist aufgrund der erhöhten Flächenbelastung ein sehr stabiler Flugzustand und auch bei turbulenten Verhältnissen sehr gut durchzuführen. Beachte bitte, dass sich beim Einklappen der Außenflügel die Trimmgeschwindigkeit in der Regel reduziert, was jedoch durch Betätigung des Fußbeschleunigers kompensiert werden kann. Das Ohren anlegen in Kombination von Körperverlagerung, sodass der Schirm in eine Spirale geht, erreicht die stärksten Sinkwerte. Diese Abstiegshilfe wird immer öfters in Sicherheitstraining beigebracht. Man sollte ...
Steilspirale Wie beim Kurvenflug ist das Einleiten der Steilspirale mit dem U‐TURN Eternity 4 sehr einfach. Die Steilspirale führt zu sehr guten Sinkwerten (mit bis zu ca. 15–20 m/ s). Um die Steilspirale in extremen Situationen sicher einsetzen zu können, sollte sie bei ruhigen Verhältnissen geübt werden. Du bewegst Dich innerhalb der Luftmasse senkrecht nach unten. Unterschätze nicht die auf den Piloten wirkenden G‐Kräfte bei einer effektiven Spirale. Der Schirm hat ein starkes Abkippen auf die Nase, wenn die Schräglage beim Spiralen zunimmt. Das Verhalten ist sehr dynamisch und sollte mit Nachlassen des Bremsleinenzug auf der Kurveninnenseite bzw. mit der Außenbremse entsprechend pilotiert und nur entsprechend fachlich unterstützt geübt werden. BEACHTE: Bei zu rascher Einleitung besteht die Gefahr, dass die Kappe negativ dreht. In diesem Fall die Bremse wieder freigeben und erneut dosiert die Spirale einleiten. Wingover Für einen Wingover muss der Pilot im Wechsel Rechts‐ und Linkskurven mit stärker werdender Kurvenneigung fliegen, bis die gewünschte Kurvenneigung erreicht ist. Das Einklappen des Flügelendes wird durch leichtes Anbremsen ...
BEACHTE: Flugübungen, bei denen man sich beabsichtigt an den Strömungsabriss herantastet, sollten nur in ausreichend Sicherheitshöhe durchgeführt werden. Keinesfalls sollte im Sackflug einseitig gebremst werden, die Kappe könnte dadurch ins Trudeln geraten (Negativkurve). Ist der U‐TURN Eternity 4 erst einmal im Sackflug sollte man die Bremse erst frei geben, wenn der Schirm nach vorne nickt. 5.13 Fullstall Um einen Fullstall einzuleiten werden beide Steuerleinen ohne Wicklung langsam an den Stallpunkt geführt. Sobald der Stallpunkt erreicht wurde hält man die Hände dort. Der Schirm kippt nach hinten weg. In diesen Moment dürfen auf keinen Fall die Hände nach oben gegeben werden. Vor dem Ausleiten des Fullstalls sollte die Kappe stabilisiert und vorgefüllt werden. Hierzu beide Bremsen symmetrisch leicht nachlassen. Zum vollständigen Ausleiten werden beide Bremsen langsam und symmetrisch nachgelassen. Bei richtiger symmetrischer Ausleitung kommt die Kappe zügig nach vorne, so bald der Schirm stark nach vorne nickt, muss der Schirm kurz und prägnant angebremst werden. Ein asymmetrisches Ausleiten ist zu vermeiden, es besteht die Gefahr ins Tuch zu fallen. 5.14 Negativkurve Eine Negativkurve wird eingeleitet, indem der Pilot nahe der Stallgrenze eine Bremse schnell und komplett durchzieht und die andere halb freigibt. Bei einer Negativkurve dreht der Schirm relativ schnell um die Schirmmitte, ...
WARTUNG und REINIGUNG Da bei U‐TURN ausschließlich hochwertige Materialien verwendet werden, wird der U‐TURN Eternity 4 bei guter Pflege und Wartung unverminderte Lufttüchtigkeit über mehrere Jahre erhalten. Wie schnell dein U‐TURN Eternity 4 altert, hängt letztendlich davon ab wie häufig er geflogen wird, wo er geflogen wird, wie viele UV‐Stunden er ansammelt und wie sorgfältig und regelmäßig er gepflegt wird. Nachfolgend einige Hinweise, zur Pflege und Wartung: 1) Langanhaltende UV‐Bestrahlung und extreme Acro‐Manöver mindern im Laufe der Zeit die Festigkeit von jedem Gleitschirmtuch 2) Lasse Deinen U‐TURN Eternity 4 nie unnötig in der Sonne liegen, sondern packe ihn nach dem Fliegen wieder in den Packsack ...
DAS FLUGZUBEHÖR Gurtzeug Der U‐TURN Eternity 4 kann grundsätzlich mit allen zugelassenen Gurtzeugen ohne starre Kreuzverspannung geflogen werden, welche die entsprechenden Mindestdistanzen von Brustgurt und Aufhängehöhe durch die Zertifizierung erfüllen. Je niedriger der Aufhängepunkt des Gurtzeugs liegt, desto direkter werden die Reaktionen des U‐TURN Eternity 4 durch Gewichtsverlagerung. U‐TURN empfiehlt die Verwendung des sehr sicheren und komfortablen allround Gurtzeug RX4 Serie, die perfekt auf den U‐TURN Eternity 4 abgestimmt sind. Mit Höhe der Aufhängung des Gurtzeugs verändert sich auch der relative Bremsweg. Wenn Du Fragen bezüglich der Verwendung Deines Gurtzeugs mit dem U‐TURN Eternity 4 hast, setze Dich bitte mit deinem U‐TURN Kompetenz Center oder direkt mit U‐TURN in Verbindung. Wir beraten Dich gerne und sind dir gerne bei Fragen zu unseren Produkten behilflich! Geeignete Rettungsschirme Das ...
RISIKOVERMUTUNG_ Die Verwendung des U‐TURN Eternity 4 beherbergt gewisse Gefahren der Verletzung am Körper oder Tötung des Benutzers dieses Produkts oder Dritter. Mit der Verwendung des U‐TURN Eternity 4 stimmst Du zu, sämtliche bekannten und unbekannten, wahrscheinlichen und unwahrscheinlichen Verletzungsrisiken auf Dich zu nehmen und zu akzeptieren. Die mit Ausübung dieser Sportart verbundenen Gefahren lassen sich durch die Beachtung der Warnhinweise des Handbuchs, sowie der im Einzelfall gebotenen Sorgfalt reduzieren. Die diesem Sport innewohnenden Risiken können zu einem großen Teil reduziert werden, wenn man sich sowohl an die Wartungsrichtlinien, ...
10 HAFTUNGSAUSSCHLUSS Durch den Abschluss des Kaufvertrages über einen U‐TURN Eternity 4 erklärst Du Dich mit den folgenden Punkten innerhalb der gesetzlichen Vorgaben einverstanden: DEN VERZICHT AUF SÄMTLICHE WIE AUCH IMMER GEARTETE ANSPRÜCHE, die aus der Verwendung des U‐TURN Eternity 4 und entweder seiner Komponenten jetzt oder in Zukunft gegen die U‐TURN GmbH und alle anderen Vertragspartner erwachsen könnten. Die Entbindung der U‐TURN GmbH und aller anderen Vertragspartner von jeden Ansprüchen bezüglich Verlust, Schaden, Verletzung oder Ausgaben, die Du, Deine nächsten Angehörigen und Verwandten oder jeden anderen Benutzer Deines U‐TURN Eternity 4 erleiden können, die sich aus der Verwendung des U‐TURN Eternity 4 ergeben, einschließlich der aus Gesetz oder Vertrag ergebenden Haftung seitens der U‐TURN GmbH und aller anderen Vertragspartner bei Herstellung und Verarbeitung des U‐TURN Eternity 4 und aller seiner Komponenten. ...
3) Bei Rettungsgeräten ist zur Kontrolle von Löchern, Scheuerstellen und Dehnungen ein Lichttisch zu verwenden 13.4 Scheuerstelle und Dehnung Bei großen und kritischen Scheuer‐ und Dehnungsstellen müssen die betroffenen Segelbahnen vom Hersteller ersetzt werden. Die ermittelten Werte/ Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken! Überprüfung der Rippen: 1) Sichtprüfung der Kammern (von der Eintritts‐ zur Hinterkante), ob die innen liegenden Vernähungen, Zellzwischenwände und Versteifungen in guten Zustand, also ohne Risse, Dehnungen, Scheuerstellen, Beschädigung der Beschichtung sind 2) Bei gerissenen Rippen, defekten, losen oder fehlenden Vernähungen muss der Schirm zum Hersteller oder autorisierten Checkbetrieb eingeschickt werden. Die ermittelten Werte / Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken! 13.5 Kontrolle der Weiterreißfestigkeit Durchzuführen mit dem Bettsometer an folgenden Punkten (B.M.A.A. approved Patentnummer GB2270768 Clive Betts Sails). Der Prüfablauf ist der Bedienungsanleitung des Bettsometer zu entnehmen. 1) Im Ober‐ und Untersegel der A‐Leinen Anlenkung ein nadeldickes Loch stoßen und die Weiterreißfestigkeit prüfen ...
13.7 Verbindungsteile Überprüfung der Tragegurte und Leinenschlösser: 1) sind Scheuerstellen, Knickstellen, Risse, starke Abnutzungserscheinungen vorhanden? 2) sind alle Vernähungen fest? 3) ist der Beschleunigerzug freigängig und intakt? 4) sind Bremsschlaufenbefestigungen noch fest angenäht? ...
Teile davon defekt sind, sind beim Hersteller Ersatzteile zu bestellen und die defekten Teile gegen ein Originalersatzteil auszutauschen. Die ermittelten Werte / Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken! 13.8 Leinen Überprüfung der Leinenreißfestigkeit: Leinenwahl: Es werden eine mittlere A‐, B und C‐Stammleine, sowie falls vorhanden eine mittlere A und B Kaskaden Leine ausgewählt und mit einem Zugfestigkeitsprüfgerät auf ihre Reißfestigkeit überprüft. Zuggeschwindigkeit des Zugzylinders: v=30cm/ min 13.9 Reiß‐ und Zugfestigkeitswerte Die ermittelten Werte / Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken! BEACHTE_: Jeder Größe (Leinendurchmesser) ist ein fester Wert zugeordnet. Falls die Leinen der angegebenen Zuglast oder Reißfestigkeit nicht standhalten können, müssen auch alle anderen Leinen ausgewechselt werden. Falls die geprüften Leinen diese Prüfkriterien erfüllen, werden nur sie durch neue ersetzt. ...
Zur regelmäßigen Datenkontrolle gehört das Vermessen der Leinenlängen. Die Leinen müssen mit einer Last entsprechend 5 kg gemessen werden, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Sie finden die entsprechenden Leinenlängen im Luftsportgeräte‐Kennblatt ihres Handbuches. 1) Die Vermessung erfolgt gemäß DHV‐Methode vom Leinenschäkel bis zur Kappe (inkl. Leinennschlaufe an der Kappe) 2) Die Nummerierung erfolgt von Schirmmitte zum Stabilo hin. Die Vermessung der gegenüberliegend Flügelseite kann unter gleichen Bedingungen auch durch einen Symmetrievergleich durchgeführt werden 3) Das Ergebnis wird wieder im Nachprüfprotokoll vermerkt und den Sollleinenlängen des DHV‐ Typenkennblatts gegenübergestellt. Die Toleranzabweichung sollte nicht mehr als +/ ‐1,5 cm betragen ...
14 ERLEDIGTE NACHPRÜFUNGEN 1) Bevor Sie eigenhändige Prüfungen und/oder Reparaturen an ihrem Gleitsegel vornehmen, bitten wir Sie die nachfolgenden Seiten aufmerksam zu lesen. Sie informieren sich damit über Voraussetzungen und Bedingungen einer eigenhändigen 2‐Jahresprüfung 2) Nach neuer DHV Regelung kann der Kunde (GS‐Besitzer) mit Hilfe der Nachprüfanweisung und aller nötigen Gerätschaften und Unterlagen in eigener Verantwortung die 2‐Jahres‐Überprüfung des Gleitsegels eigenhändig durchführen. Dazu muss der GS nicht zum Hersteller eingeschickt werden 3) Die 2‐Jahresprüfung darf nur vom GS Besitzer persönlich, falls er die Voraussetzungen erfüllt, oder von Hersteller und dessen autorisierten Prüfstellen durchgeführt werden. Fragen sie deswegen beim Hersteller nach autorisierten Prüfstellen an 4) Der Besitzer des Schirmes muss sich der Verantwortung bewusst sein, die er mit einer eigenhändig ausgeführten 2‐Jahresüberprü f ung des Schirmes übernimmt. Die eigenhändige 2‐Jahresprüfung ist nur rechtlich wirksam, wenn diese nach der Prüfung mit Datum, Namensbeschriftung (in Druckbuchstaben) und Unterschrift auf oder neben der Gütesiegelplakette bestätigt wird 5) Rettungsgeräte Packungsintervall gem. DHV: Alle 4‐6 Monate eine Neupackung erforderlich. Zulässige Betriebszeit: 8 Jahre, danach bis 12 Jahre bei jährlicher Nachprüfung 6) Über versicherungsrechtliche Auswirkungen ihrer eigenhändigen 2‐Jahresü b erprü f ung sollten Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Versicherer informieren 7) Eine Nachprüfung ist nur gültig, wenn das Nachprüfprotokoll komplett ausgefüllt wird. Informieren Sie sich auch über mögliche Änderungen der Nachprüfanweisungen beim Hersteller vor dem Check 8) Wichtig: Falls die nötigen Aufwendungen für die Instandhaltungsprüfung nicht geleistet werden können (s. nötigte Gerätschaften und Unterlagen), sollte der Schirm zum Hersteller eingeschickt werden 9) Für Gleitschirme, Gurtzeuge und Rettungsgeräte, die nicht von U‐TURN autorisiertem Personal überprüft, gecheckt, kontrolliert, repariert, gepackt, neu oder umgepackt, ausgetaucht, eingeflogen und/oder sonstige ...
15 HAFTUNGSVERWEIS FÜR ÜBERPRÜFUNGEN U‐TURN GmbH übernimmt keinerlei Verantwortung, Haftung und/oder Garantie für nicht vom Unternehmen oder vom Unternehmen lizensierter, autorisierter Dritter durchgeführten Check, Nachprüfungen und Reparaturen. 39 Betriebshandbuch U‐Turn Eternity 4 DE REV.V01 ‐ 2022 ...