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ETERNITY 4    
BENUTZERHANDBUCH
Copyright ©
2022 by U-Turn GmbH, alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Publikation darf ohne schriftliche Genehmigung der
U-Turn GmbH reproduziert oder in irgendeiner Form weiterverarbeitet werden.
Text: Lukas Schellenberg, Ernst Strobl, Text und Grafiken: Ernst Strobl
Alle technischen Angaben in diesem Handbuch wurden sorgfältig von U-Turn überprüft. Wir weisen jedoch darauf hin,
dass für evtl. fehlerhaft angegebene technische Angaben keine Haftung übernommen wird. Dies gilt für die juristische
Verantwortung sowie die Haftung für Folgen, die auf fehlerhaften Angaben beruhen. Laufende Änderungen zu diesem Handbuch,
soweit sie dem technischen Fortschritt dienen, behalten wir uns vor.
 
Betriebshandbuch
 
U‐Turn Eternity 4 
 
DE REV.V01 ‐ 2022
 
 
 
DE REV.V01 – 2022
EN‐A GLEITSCHIRM
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für U-Turn ETERNITY 4

  • Seite 1     Copyright © 2022 by U-Turn GmbH, alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Publikation darf ohne schriftliche Genehmigung der U-Turn GmbH reproduziert oder in irgendeiner Form weiterverarbeitet werden. Text: Lukas Schellenberg, Ernst Strobl, Text und Grafiken: Ernst Strobl Alle technischen Angaben in diesem Handbuch wurden sorgfältig von U-Turn überprüft. Wir weisen jedoch darauf hin, dass für evtl.
  • Seite 2: Inhaltsverzeichnis

              Eternity 4 _ Höchste Sicherheit als Gesamtpacket ....................  6     Das Pilotenprofil  ..............................  7     Naturfreundliches und umweltfreundliches Pilotenverhalten ................  8     Verwendungszweck ..............................  8     Zulassung ................................  8     Signboard ................................  1 0     Lieferumfang ...............................  1 0     Motorisierter Flugbetrieb ...........................  1 0  ...
  • Seite 3       5.10 Frontklapper  ................................  2 7     5.11 Klapper ................................  2 7     5.12 Sackflug ................................  2 7     5.13 Fullstall ................................  2 8     5.14 Negativkurve ...............................  2 8     5.15 Notsteuerung ..............................  2 8    ...
  • Seite 4   U‐Turn Safty first   U‐Turn GmbH wurde 2002 von Thomas Vosseler und Ernst Strobl nach einigen Jahren der Marktanalyse gegründet.  Vosseler, Hobby‐Pilot und erfolgreicher Unternehmer in der Computer‐ und Softwarebranche, ist der Verkaufs‐ und  Marketingspezialist, während   Strobl als Technikchef arbeitet.    Das Unternehmen wuchs schnell in Deutschland und Österreich, und ab 2004 nahm auch der internationale Vertrieb  Fahrt auf. Heute sind U‐Turn Gleitschirme und verwandte Produkte wie Rettungen, Helme oder Accessoires weltweit  erhältlich. Der Firmensitz des Unternehmens ist in Tuningen am Rande des Schwarzwaldes.    Die Gleitschirme von U‐Turn stehen für kompromisslose Sicherheit, bestes Material und hervorragende  Flugeigenschaften. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, auch bei der Beratung und Betreuung Maßstäbe zu  setzen. Deshalb werden unsere Produkte ausschließlich von Kompetenzcentern vertrieben, die auf höchstem Niveau  ausbilden, qualifiziert beraten und außergewöhnlichen Service sicherstellen. Die Grenzen der Physik sind  unbestechlich. Dem Machbaren innerhalb des naturgesetzlich vorgegebenen Rahmens aber so nahe wie möglich zu  kommen – dieser zugegebenen Weise ebenso unbescheidenen wie ambitionierten Ziel haben wir uns verschrieben.  Oscar Wilde hat einmal in reinstem britischem Understatement bemerkt, dass sein Geschmack denkbar einfach sei:  „Das Beste ist mir gerade gut genug“. Auch wir von U‐Turn stehen für diese kompromisslose Produkt‐Philosophie: Wir  wollen immer den bestmöglichen Gleitschirm fertigen. Nicht mehr und nicht weniger. Im Zentrum unseres Schaffens  steht der Kunde, dessen Wünsche und Bedürfnisse wir befriedigen wollen. Sollten Fragen offenbleiben, wenden Sie  sich bitte an Ihren U‐Turn‐Händler oder direkt an uns. Wir stehen Ihnen jeder Zeit gerne mit Rat und Tat zur  Verfügung.      4    Betriebshandbuch   U‐Turn Eternity 4    DE REV.V01 ‐ 2022    ...
  • Seite 5 Verpflichtung sich mit dem Luftsportgerät und dessen Betriebsanleitung sich vor der ersten Nutzung eingehend auf die Besonderheiten zu befassen. Wir haben dieses Handbuch für Sie erstellt, um Ihnen den Umgang mit Ihrem U-Turn ETERNITY 4 so sicher und einfach wie möglich zu gestalten.   5   ...
  • Seite 6: Das Produkt

      DAS PRODUKT Eternity 4 _ Höchste Sicherheit als Gesamtpacket      Der Eternity 4  setzt neue Maßstäbe bei der Sicherheit und Leistung. Noch nie wurde soviel  Aufwand betrieben, um ein neues Konzept‐Level zu erreichen. Mehr als ein Jahr haben die  Entwicklungsarbeiten an dem neuen High‐end A‐Schirm gedauert. Viele Studien und  Prototypen wurden für den Eternity 4  erstellt und verworfen und durch unzählige Testflüge und  Revision ständig verfeinert und optimiert.  Die Ansprüche an die neueste Generation der Eternity 4  Modellreihe waren sehr hoch und  trotzdem konnten die Erwartungen mit dem neuen Flügelkonzept noch überboten werden.  U‐TURN  setzt auf klassengerechte Schirme und so stand bei der Entwicklung des neuen A‐Klasse‐  Flügels alles unter den Kriterien der kompromisslosen passiven Sicherheit. Der Eternity 4   vereint sportliche Eigenschaften mit sehr hoher Toleranz. Insbesondere in turbulenter Luft  lässt sich der Flügel nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Ist ein Druckausgleich dennoch  notwendig, fallen die Reaktionen sehr moderat und gedämpft aus.  Die hohe Stabilität begünstigt auch die herausragenden Gleiteigenschaften und die  Steigfähigkeit des Eternity 4 . Selbst in schwacher Thermik steigt der Flügel sehr effizient und  lässt sich dynamisch in Kurven einlenken, dies macht sich besonders beim Zentrieren in der  Thermik positiv bemerkbar. Ein ganz besonderes Augenmerk wurde beim Eternity 4  auf ein  zuverlässiges Startverhalten gelegt. Der Flügel steigt gleichmäßig und ohne Tendenz zum   Vorschießen über den Piloten. Er füllt sich selbst bei wenig Wind sehr schnell und mit  geringem Kraftaufwand. Der Eternity 4  basiert auf einem neuen Grundriss und einem  modifizierten Flügelprofil was Gleitleistung mit einem sehr hohen Toleranzspektrum vereint.  Chefkonstrukteur Ernst Strobl versieht den Eternity 4  mit 38 Zellen und einer ausgelegten  Streckung von 5 und stattet den Flügel mit den neusten technischen Features aus. Neben  dem PPN sorgt das 3D shaping für eine optimierte Anströmung und Formstabilität der  Eintrittskante. Aufwändige Berechnungen des Balloonings in Kombination mit der optimierten  Flügelvorspannung sorgen für eine ausgewogene Druckverteilung und Umströmung des  Profils. An der Flügelhinterkante verleihen Miniribs dem Profil mehr Formtreue und optimieren  die Aerodynamik besonders bei Bremseinsatz zusätzlich.  Das High Pressure Crossport Design (HPCD) sorgt für eine optimierte Querbelüftung der  Crossport und somit für einen ausgewogenen Innendruck des Flügels, was die Sicherheit  zusätzlich verstärkt. Aber auch beim Materialmix werden nur haltbare Komponenten  verwendet, so wie die Top‐ Materialien Paratex D30 und Paratex D20. Sie sorgen gleichermaßen  für geringes Gewicht und hohe Abriebfestigkeit. Ein überschaubares Leinenkonzept mit  wenigen Stammleinen sorgt für ein einfaches Handling und gute Übersicht beim  Groundhandling. Die Tragegurte sind mit dem Pilot Assistent (PAS) ausgestattet – neben den  Farbmarkierungen sorgen Icons für eine bessere Orientierung der Leinenebenen. Zusätzlich  sind die Hauptaufhängungen mit den neuen Standard Farbmarkierungen versehen, dies ...
  • Seite 7: Das Pilotenprofil

      Das Pilotenprofil      Der Eternity 4  wurde ausschließlich für die einsitzige Nutzung gebaut. Der Eternity 4  ist ein leichtes  Luftsportgerät, mit einer Leermasse von weniger als 120 kg in der Sparte Gleitschirm. Der  schulungstaugliche Eternity 4 eignet sich hervorragend für ein breites Spektrum an Piloten; vom  Einsteiger ‐ über Aufsteiger und Fortgeschrittene. Alle Größen sind Mustergeprüft und nach  LTF / EN – A Klassifiziert.                               7    Betriebshandbuch   U‐Turn Eternity 4    DE REV.V01 ‐ 2022    ...
  • Seite 8: Naturfreundliches Und Umweltfreundliches Pilotenverhalten

      Naturfreundliches und umweltfreundliches Pilotenverhalten       Wir bitten Euch den Sport so zu betreiben, dass Natur und Umwelt mit minimaler Intensität oder so wenig wie  möglich beeinträchtigt werden. Bitte geht nicht fernab der markierten Wege ‐ hinterlasst Sie keine Abfälle, macht  Sie keinen unnötigen Lärm und respektiert den empfindlichen biologischen Lebensraum in den Bergen und in der  Natur.       Verwendungszweck      Der  Eternity  4  wurde  ausschließlich  für  die  einsitzige  Nutzung  gebaut.  Es  handelt  sich  um  ein  leichtes  Luftsportgerät, mit einer Leermasse von weniger als 120 kg in der Sparte Gleitschirm. Der Eternity 4 ist ein middle  A‐Glider  mit  optimiertem  Leistungsgewicht.  Der  alltagstaugliche  Leichtflügel  bietet  enorme  Sicherheitsreserven  mit  einem  sportlichen  Handling.  Dies  macht  ihn  zu  einem  perfekten  Allrounder  für  jedes  Abenteuer.  Nicht  nur  Einsteiger ...
  • Seite 9: Maximum Symmetric Control Travel At Maximum Weight In Flight

      Folgende  Gurtzeug  Größen  und  Steuerwege  wurden  im  Zuge  der  Zulassung  als  Voraussetzung  für  LTF  und  EN  verwendet:     Verwendete Gurtgrössen in der Zulassung:    XS  > 55cm.  S > 60cm   M < 60cm  L > 65cm        1.5.1  Maximum symmetric control travel at maximum weight in flight:  XXS  > 50 cm   XS  > 55 cm    S < 55 cm     SM  60 cm     M  60 cm    L > 60 cm   XL > 60 cm        9    Betriebshandbuch   U‐Turn Eternity 4   ...
  • Seite 10: Signboard

      Signboard   An jedem Produkt sind die wesentlichen Produktdaten laut Vorgabe Zulassung positioniert. Im Falle der gesamten  U‐TURN  Gleitschirmpalette sind diese an der Kappenmitte im   Zelleninnenleben mit folgendem Signboard gekennzeichnet:    Lieferumfang     eder U‐TURN Eternity 4 wird in folgendem Lieferumfang geliefert:      • Repairing material in Glider colors   • Bag for Riser belts   • Inner bag glider        ERWEITERTES EINSATZGEBIET   Motorisierter Flugbetrieb       Das Flugverhalten des Eternity 4 mit Motor ist weitestgehend identisch wie im Handbuch Eternity 4 im Kapitel 06  ‐  “Der  Flug”  beschrieben.  Durch  die  höhere  Flächenbelastung  bei  dem  erweiterten  Motoren‐  Gewichtsbereich  fallen die Reaktionen entsprechend dynamischer aus. Diese erhöhte Flächenbelastung verringert den Anstellwinkel  und  bewirkt  zusätzlich  eine  höhere  Geschwindigkeit  und  dadurch  ein  dynamischeres  Verhalten.  Falls  ein  Motortragegurt mit  Trimmer für erweiterten Motorflug vorhanden ist wird empfohlen diese beim Durchfliegen ...
  • Seite 11: Die Grundeinstellungen

      – Sofern man nicht auf seiner “Hauswinde” schleppt ist es absolut notwendig sich vorab mit den örtlichen  Gegebenheiten  vertraut  zu  machen.  Jeder  “Gast”  in  einem  fremden  Fluggelände  muss  sich  von  den  lokalen Piloten einweisen lassen   – Schleppen Sie den U‐TURN Eternity 4 niemals mit Zuladung außerhalb der zugelassenen Gewichtsgrenzen   – Alle  am  Windenbetrieb  beteiligten  Personen  und  Einrichtungen  müssen  die  jeweils  vorgeschriebenen  Befähigungsnachweise bzw. Zulassungen für das Schleppen von Gleitschirmen an der Winde haben. Dies  gilt für Pilot, Windenführer, Schleppeinrichtung, Schleppklinke sowie alle weiteren Einrichtungen, für die  ein Befähigungsnachweis vorgeschrieben ist                 ...
  • Seite 12: Sicherheitsvorkehrungen

              SICHERHEITSVORKEHRUNGEN     1. Vor  dem  ersten  Flug  muss  die  Kappe,  Leinen,  alle  Verbindungen  und  Vernähungen,  die  Schäkel,  Bremsleinen  und  Bremsleinenknoten  so  wie  evtl.  verdrehte  Leinen  von  entsprechend  ausgebildetem  Personal gecheckt und im Typenschild bestätigt werden   2. Mache Deinen ersten Flug in einem von Dir bekannten Fluggebiet und bei ruhigen Bedingungen   3. Teste deinen U‐TURN Eternity 4 nur über Wasser   4. Bei  einem  „dynamischen  Flug“  wirkt  nicht  nur  die  Belastung  auf  Dich,  sondern  auch  auf  den  Schirm.  Unterschätze diesen Zustand nicht!  ...
  • Seite 13: Gerätebeschreibung

      12. Sei  Dir  im  Klaren,  dass  Du  als  Pilot  körperlich  und  psychisch  in  der  Lage  sein  musst,  den  Flug  unbeeinträchtigt  durchzuführen.  Du  musst  Dich  voll  und  ganz  auf  das  Fliegen  konzentrieren,  um  unangenehme Flugzustände evtl. vermeiden zu können.    13. Die meisten Unfälle sind auf Pilotenfehler zurückzuführen.   14. Fliege nie in der Nähe von Hochspannungsleitungen, Flughäfen oder Autobahnen, über Menschen hinweg  oder bei Gewitter! Du könntest sonst das Leben und die körperliche Unversehrtheit Dritter und/oder Dein  eigenes gefährden und handelst gleichzeitig grob fahrlässig!   15.
  • Seite 14                – A – Obersegel   – B – Leinen   – C – Stabilo   – D – Tragegurt             14    Betriebshandbuch   U‐Turn Eternity 4    DE REV.V01 ‐ 2022    ...
  • Seite 15: Technische Daten

       Technische Daten      U‐TURN ETERNITY 2    Technical Data / Technische Daten  Size / Größe  XXS  XS  S  SM  M  L  XL  Takeoff weight over all       50‐75 kg  55‐80 kg  65‐95 kg  80‐110 kg  95‐125 kg  110‐140 kg  125‐160 kg  Startgewicht   Recommended takeoff weight  50‐65 kg  55‐70 kg  65‐85 kg  80‐100 kg  95‐115 kg  110‐130 kg  125‐150 kg  Empfohlenes Startgewicht  Increased takeoff weight    65‐75 kg  70‐80 kg  85‐95kg  100‐110 kg  115‐125 kg  130‐140 kg  150‐160 kg  Erweitertes Startgewicht  Flat area  20,3m² ...
  • Seite 16: Verwendete Materialien

    Brake, main line DPFL 200 1,8mm / 200daN LIROS, Germany upper - DC60 / DC100 middle - PPSLS 125 / PPSLS details see at Eternity 4 line Lines LIROS, Germany configuration (rev2) main - PPSLS 125/160/ 200 / Shackle Mylon Rapid...
  • Seite 17: Leinen Übersicht

      Leinen Übersicht                BEACHTE: Das Vermessen der Leinen hat unter einer Spannung von 50N zu erfolgen!           BEACHTE: Die Gesamtleinenlänge darf addiert nicht mehr als +/‐10mm von Leinenplan abweichen!                  17    Betriebshandbuch   U‐Turn Eternity 4    DE REV.V01 ‐ 2022    ...
  • Seite 18: Farben Und Design

      Farben und Design      “Never change a winning horse!”      Eines der Alleinstellungsmerkmale der U‐TURN  Produktpalette ist, dass es jedes Modell der Palette immer nur in  einem  einzigem  Leaddesign  ohne  weitere  Farbvarianten  und  Sonderausführungen  gibt.  Somit  können  wir  die  Lieferbereitschaft im vereinbarten Rahmen und vielmehr die Preisstabilität der Grundkalkulationen im Verkauf und  auch  innerhalb  der  Produktionsabläufe  mit  geplanten  Mengen  einhalten.  Zudem  ist  der  Widererkennungswert  Deines U‐TURN  Paragleiter um ein wesentliches gesteigert. Wir haben viel Herzblut investiert und uns bemüht die  Produktpalette in sich selbst stimmig zu gestalten und somit jedem Produkt ein starkes, alleinstehendes Merkmal  zu verleihen.               ...
  • Seite 19: Tragegurt

      Tragegurt       Alle Tragegurte‐Ebenen sind farblich differenziert, um sowohl beim Start wie beim Schnellabstieg mittels B‐Stall  eine  eindeutige  Identifizierung  zu  gewährleisten.  Andere  einstellbare,  entfernbare  oder  variable  Vorrichtungen  sind nicht vorhanden.    Anzahl Tragegurte: 3+1         19    Betriebshandbuch   U‐Turn Eternity 4    DE REV.V01 ‐ 2022    ...
  • Seite 20: Beschleunigungssystem

      Beschleunigungssystem         Der U‐TURN Eternity 4 ist mit einem sehr effektiven Fußstrecker‐Beschleunigungssystem ausgerüstet. Es erhöht  die  Geschwindigkeit  bei  Betätigung  bis  ca.  16  km/  h,  je  nach  Schirmgröße  und  Pilotengewicht  bzw.  Flächenbelastung.  Daher  sollte  es  bei  extremen  Fluglagen  nicht  aktiviert  sein  bzw.  bei  deren  Eintreten  sofort  deaktiviert werden. Alle extremen Fluglagen (z.B. Einklapper) laufen bei erhöhter Geschwindigkeit dynamischer ab.  Da der maximale Beschleunigungsweg auf das Sicherheitsverhalten des Schirms ausgelegt ist, kann es bei einigen  Gurtzeugen vorkommen, dass der volle Beschleunigungsweg nicht genutzt werden kann!           ...
  • Seite 21: Leinen Übersicht

      Leinen Übersicht             21    Betriebshandbuch   U‐Turn Eternity 4    DE REV.V01 ‐ 2022    ...
  • Seite 22   4.9A    Leinenpläne                                                                               ...
  • Seite 23                                                                                  ...
  • Seite 24: Der Flug

      DER FLUG_   Flugpraxis    Diese Betriebsanleitung geht nur auf die Punkte der Flugtechnik ein, die für den U‐TURN Eternity 4 wichtig sind.  Sie  kann  und  soll  eine  fundierte  Flugausbildung  in  einer  anerkannten  Flugschule  nicht  ersetzen!  Ohne  Flugausbildung und entsprechende Erfahrung ist das Fliegen mit Gleitschirmen lebensgefährlich!   Start    Nachdem der Gleitschirm ausgepackt und halbkreisförmig ausgelegt wurde, sind folgende Punkte zu beachten:   1.) Der Gleitschirm sollte so ausgelegt werden, dass beim Aufziehen mit den ATragegurten die Leinen in der  Mitte des Schirms gleichmäßig und etwas früher gespannt sind als die an den Flügelenden   2.) Dies  gewährleistet  einen  leichten  und  richtungsstabilen  Start.  Beim  Auslegen  bitte  die  Windrichtung  beachten, damit beim Aufziehen gegen den Wind beide Hälften des Gleitschirmes symmetrisch aufsteigen  können.  Sind  die  Tragegurte  nicht  verdreht  laufen  die  Bremsleinen  frei  durch  die  Führungen  zur  Hinterkante des Schirmes. Es dürfen keine Leinen unter der Schirmkappe durchlaufen. Ein Leinenüberwurf ...
  • Seite 25: Aktives Fliegen

      Bremsleinenzug nimmt der U‐TURN Eternity 4 eine deutliche Seitenneigung ein und fliegt eine schnelle und steile  Kurve, die zur Steilspirale verlängert werden kann.        BEACHTE: Zieht man eine Bremsleine zu abrupt durch, kann die Kappe negativ drehen!   Aktives Fliegen       In turbulenter Luft sollte der U‐TURN Eternity 4 beidseitig leicht angebremst geflogen werden. Eine Vergrößerung  des  Anstellwinkels  bewirkt  mehr  Stabilität  des  Schirms.  Achte  beim  Einfliegen  in  starke  Thermik  oder  bei  sehr  ruppigen Verhältnissen darauf, dass die Gleitschirmkappe nicht hinter Dir zurückbleibt. Verhindern lässt sich dies  durch  lockern  der  Bremsen,  um  beim  Einfliegen  in  den  Aufwindbereich  etwas  Geschwindigkeit  aufzunehmen.  Wenn die Fläche beim Verlassen eines Bartes oder beim Einfliegen in Abwindbereiche vor Dich kommt, muss der  Gleitschirm entsprechend angebremst werden.      ...
  • Seite 26: Ohren Anlegen

      5.6.1 „Ohren anlegen“    Beidseitig  werden  nacheinander  die  dafür  vorgesehenen  äußersten  A2‐Tragegurte  (am  oder  über  dem  Leinenschloss fassen) 15 ‐ 20 cm heruntergezogen und die Außenflügel zum Einklappen gebracht. Die Bremsgriffe  werden zusammen mit den heruntergezogenen ALeinen in der Hand gehalten. Zur zusätzlichen Stabilisierung und  zur Erhöhung der Sinkgeschwindigkeit sollte zusätzlich das Beschleunigungsssystem aktiviert werden. Der Schirm  bleibt über Gewichtsverlagerung voll steuerbar und fliegt mit erhöhter Sinkgeschwindigkeit (4‐7 m/ sec, je nach  Anzahl eingeklappter Zellen) geradeaus. Lässt der Pilot die A‐Leinen los, öffnen sich die eingeklappten Zellen.     Sollte dies einmal nicht der Fall sein, kann das Ausklappen durch kurze, kräftige Pumper eingeleitet werden. Das  “Ohren  anlegen”  ist  aufgrund  der  erhöhten  Flächenbelastung  ein  sehr  stabiler  Flugzustand  und  auch  bei  turbulenten Verhältnissen sehr gut durchzuführen. Beachte bitte, dass sich beim Einklappen der Außenflügel die  Trimmgeschwindigkeit in der Regel reduziert, was jedoch durch Betätigung des Fußbeschleunigers kompensiert  werden kann. Das Ohren anlegen in Kombination von Körperverlagerung, sodass der Schirm in eine Spirale geht,  erreicht  die  stärksten  Sinkwerte.  Diese  Abstiegshilfe  wird  immer  öfters  in  Sicherheitstraining  beigebracht.  Man  sollte ...
  • Seite 27: Steilspirale

      Steilspirale       Wie beim Kurvenflug ist das Einleiten der Steilspirale mit dem U‐TURN Eternity 4 sehr einfach. Die Steilspirale führt  zu sehr guten Sinkwerten (mit bis zu ca. 15–20 m/ s). Um die Steilspirale in extremen Situationen sicher einsetzen  zu können, sollte sie bei ruhigen Verhältnissen geübt werden. Du bewegst Dich innerhalb der Luftmasse senkrecht  nach unten. Unterschätze nicht die auf den Piloten wirkenden G‐Kräfte bei einer effektiven Spirale. Der Schirm hat  ein starkes Abkippen auf die Nase, wenn die Schräglage beim Spiralen zunimmt. Das Verhalten ist sehr dynamisch  und sollte mit Nachlassen des Bremsleinenzug auf der Kurveninnenseite bzw. mit der Außenbremse entsprechend  pilotiert und nur entsprechend fachlich unterstützt geübt werden.        BEACHTE: Bei zu rascher Einleitung besteht die Gefahr, dass die Kappe negativ dreht. In diesem Fall die  Bremse wieder freigeben und erneut dosiert die Spirale einleiten.   Wingover       Für  einen Wingover  muss  der  Pilot  im  Wechsel  Rechts‐  und  Linkskurven  mit  stärker werdender Kurvenneigung  fliegen,  bis  die  gewünschte  Kurvenneigung  erreicht  ist.  Das  Einklappen  des  Flügelendes  wird  durch  leichtes  Anbremsen ...
  • Seite 28: Fullstall

           BEACHTE: Flugübungen, bei denen man sich beabsichtigt an den Strömungsabriss herantastet, sollten nur  in ausreichend Sicherheitshöhe durchgeführt werden. Keinesfalls sollte im Sackflug einseitig gebremst werden, die  Kappe könnte dadurch ins Trudeln geraten (Negativkurve). Ist der U‐TURN Eternity 4 erst einmal im Sackflug sollte  man die Bremse erst frei geben, wenn der Schirm nach vorne nickt.      5.13 Fullstall   Um einen Fullstall einzuleiten werden beide Steuerleinen ohne Wicklung langsam an den Stallpunkt geführt. Sobald  der Stallpunkt erreicht wurde hält man die Hände dort. Der Schirm kippt nach hinten weg. In diesen Moment dürfen  auf keinen Fall die Hände nach oben gegeben werden. Vor dem Ausleiten des Fullstalls sollte die Kappe stabilisiert  und vorgefüllt werden. Hierzu beide Bremsen symmetrisch leicht nachlassen. Zum vollständigen Ausleiten werden  beide Bremsen langsam und symmetrisch nachgelassen. Bei richtiger symmetrischer Ausleitung kommt die Kappe  zügig  nach  vorne,  so  bald  der  Schirm  stark  nach  vorne  nickt,  muss  der  Schirm  kurz  und  prägnant  angebremst  werden. Ein asymmetrisches Ausleiten ist zu vermeiden, es besteht die Gefahr ins Tuch zu fallen.   5.14 Negativkurve    Eine  Negativkurve  wird  eingeleitet,  indem  der  Pilot  nahe  der  Stallgrenze  eine  Bremse  schnell  und  komplett  durchzieht und die andere halb freigibt. Bei einer Negativkurve dreht der Schirm relativ schnell um die Schirmmitte, ...
  • Seite 29: Wartung Und Reinigung

         WARTUNG und REINIGUNG      Da bei U‐TURN ausschließlich hochwertige Materialien verwendet werden, wird der U‐TURN Eternity 4 bei guter  Pflege und Wartung unverminderte Lufttüchtigkeit über mehrere Jahre erhalten. Wie schnell dein U‐TURN Eternity  4 altert, hängt letztendlich davon ab wie häufig er geflogen wird, wo er geflogen wird, wie viele UV‐Stunden er  ansammelt  und  wie  sorgfältig  und  regelmäßig  er  gepflegt  wird.  Nachfolgend  einige  Hinweise,  zur  Pflege  und  Wartung:      1) Langanhaltende  UV‐Bestrahlung  und  extreme  Acro‐Manöver  mindern  im  Laufe  der  Zeit  die  Festigkeit  von  jedem Gleitschirmtuch   2) Lasse Deinen U‐TURN Eternity 4 nie unnötig in der Sonne liegen, sondern packe ihn nach dem Fliegen wieder  in den Packsack  ...
  • Seite 30: Das Flugzubehör

      DAS FLUGZUBEHÖR   Gurtzeug    Der  U‐TURN  Eternity  4  kann  grundsätzlich  mit  allen  zugelassenen  Gurtzeugen  ohne  starre  Kreuzverspannung  geflogen  werden,  welche  die  entsprechenden  Mindestdistanzen  von  Brustgurt  und  Aufhängehöhe  durch  die  Zertifizierung erfüllen. Je niedriger der Aufhängepunkt des Gurtzeugs liegt, desto direkter werden die Reaktionen  des U‐TURN  Eternity 4 durch Gewichtsverlagerung. U‐TURN  empfiehlt die Verwendung des sehr sicheren und  komfortablen allround Gurtzeug RX4 Serie, die perfekt auf den U‐TURN Eternity 4 abgestimmt sind. Mit Höhe der  Aufhängung des Gurtzeugs verändert sich auch der relative Bremsweg. Wenn Du Fragen bezüglich der Verwendung  Deines Gurtzeugs mit dem U‐TURN  Eternity 4 hast, setze Dich bitte mit deinem U‐TURN  Kompetenz Center oder  direkt mit U‐TURN  in Verbindung.       Wir beraten Dich gerne und sind dir gerne bei Fragen zu unseren Produkten behilflich!          Geeignete Rettungsschirme       Das ...
  • Seite 31: Risikovermutung

             RISIKOVERMUTUNG_      Die Verwendung des U‐TURN Eternity 4 beherbergt gewisse Gefahren der Verletzung am Körper oder Tötung des  Benutzers  dieses  Produkts  oder  Dritter.  Mit  der  Verwendung  des  U‐TURN  Eternity  4  stimmst  Du  zu,  sämtliche  bekannten und unbekannten, wahrscheinlichen und unwahrscheinlichen Verletzungsrisiken auf Dich zu nehmen  und zu akzeptieren. Die mit Ausübung dieser Sportart verbundenen Gefahren lassen sich durch die Beachtung der  Warnhinweise  des  Handbuchs,  sowie  der  im  Einzelfall  gebotenen  Sorgfalt  reduzieren.  Die  diesem  Sport  innewohnenden  Risiken  können  zu  einem  großen  Teil  reduziert  werden,  wenn  man  sich  sowohl  an  die  Wartungsrichtlinien, ...
  • Seite 32: 10 Haftungsausschluss

      10 HAFTUNGSAUSSCHLUSS  Durch den Abschluss des Kaufvertrages über einen U‐TURN Eternity 4 erklärst Du Dich mit den folgenden Punkten  innerhalb der gesetzlichen Vorgaben einverstanden: DEN VERZICHT AUF SÄMTLICHE WIE AUCH IMMER GEARTETE  ANSPRÜCHE, die aus der Verwendung des U‐TURN Eternity 4  und entweder seiner Komponenten jetzt oder in  Zukunft gegen die U‐TURN  GmbH und alle anderen Vertragspartner erwachsen könnten.       Die Entbindung der U‐TURN GmbH und aller anderen Vertragspartner von jeden Ansprüchen bezüglich Verlust,  Schaden, Verletzung oder Ausgaben, die Du, Deine nächsten Angehörigen und Verwandten oder jeden anderen  Benutzer  Deines  U‐TURN    Eternity  4    erleiden  können,  die  sich  aus  der  Verwendung  des  U‐TURN    Eternity  4   ergeben,  einschließlich  der  aus  Gesetz  oder  Vertrag  ergebenden  Haftung  seitens  der  U‐TURN  GmbH  und  aller  anderen Vertragspartner bei Herstellung und Verarbeitung des U‐TURN  Eternity 4  und aller seiner Komponenten.   ...
  • Seite 33: 13 Das Instandhaltungshandbuch

      13 DAS INSTANDHALTUNGSHANDBUCH      Deutsch Rev. 20.01 Stand: Januar 2021     Copyright © 2022 by U‐TURN  GmbH, alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Publikation darf ohne schriftliche  Genehmigung der U‐TURN  GmbH reproduziert oder in irgendeiner Form weiterverarbeitet werden.   Alle technischen Angaben in diesem Handbuch wurden sorgfältig von U‐TURN  GmbH überprüft.    Wir  weisen  jedoch  darauf  hin,  dass  für  evtl.  fehlerhaft  angegebene  technische  Angaben  keine  Haftung  übernommen wird. Dies gilt für die juristische Verantwortung sowie die Haftung für Folgen, die auf fehlerhaften  Angaben  beruhen.  Laufende  Änderungen  zu  diesem  Handbuch,  soweit  sie  dem  technischen  Fortschritt  dienen,  behalten wir uns vor.    13.1 Gegenstand der Prüfungs‐ und Nachprüfungsintervalle   Regelmäßige Nachprüfung nach der Luftgeräteprüfordnung für mustergeprüfte Gleitsegel. Bei Endkundengeräten ...
  • Seite 34: Scheuerstelle Und Dehnung

      3) Bei Rettungsgeräten ist zur Kontrolle von Löchern, Scheuerstellen und Dehnungen ein Lichttisch zu  verwenden   13.4 Scheuerstelle und Dehnung    Bei  großen  und  kritischen  Scheuer‐  und  Dehnungsstellen  müssen  die  betroffenen  Segelbahnen  vom  Hersteller  ersetzt werden.      Die ermittelten Werte/ Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken!     Überprüfung der Rippen:   1) Sichtprüfung der Kammern (von der Eintritts‐ zur Hinterkante), ob die innen liegenden Vernähungen,  Zellzwischenwände und Versteifungen in guten Zustand, also ohne Risse, Dehnungen, Scheuerstellen,  Beschädigung der Beschichtung sind   2) Bei gerissenen Rippen, defekten, losen oder fehlenden Vernähungen muss der Schirm zum Hersteller  oder autorisierten Checkbetrieb eingeschickt werden.   Die ermittelten Werte / Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken!    13.5 Kontrolle der Weiterreißfestigkeit    Durchzuführen mit dem Bettsometer an folgenden Punkten (B.M.A.A. approved Patentnummer GB2270768 Clive  Betts Sails). Der Prüfablauf ist der Bedienungsanleitung des Bettsometer zu entnehmen.    1) Im  Ober‐  und  Untersegel  der  A‐Leinen  Anlenkung  ein  nadeldickes  Loch  stoßen  und  die  Weiterreißfestigkeit prüfen   ...
  • Seite 35: Verbindungsteile

                                                                    13.7 Verbindungsteile    Überprüfung der Tragegurte und Leinenschlösser:   1) sind Scheuerstellen, Knickstellen, Risse, starke Abnutzungserscheinungen vorhanden?    2) sind alle Vernähungen fest?    3) ist der Beschleunigerzug freigängig und intakt?    4) sind Bremsschlaufenbefestigungen noch fest angenäht?   ...
  • Seite 36: Leinen

      Teile davon defekt sind, sind beim Hersteller Ersatzteile zu bestellen und die defekten Teile gegen ein  Originalersatzteil auszutauschen.      Die ermittelten Werte / Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken!   13.8 Leinen    Überprüfung der Leinenreißfestigkeit: Leinenwahl: Es werden eine mittlere A‐, B und C‐Stammleine, sowie  falls vorhanden eine mittlere A und B Kaskaden Leine ausgewählt und mit einem Zugfestigkeitsprüfgerät  auf ihre Reißfestigkeit überprüft.      Zuggeschwindigkeit des Zugzylinders: v=30cm/ min   13.9 Reiß‐ und Zugfestigkeitswerte   Die ermittelten Werte / Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken!      BEACHTE_:  Jeder  Größe  (Leinendurchmesser)  ist  ein  fester  Wert  zugeordnet.  Falls  die  Leinen  der  angegebenen  Zuglast  oder  Reißfestigkeit  nicht  standhalten  können,  müssen  auch  alle  anderen  Leinen  ausgewechselt werden. Falls die geprüften Leinen diese Prüfkriterien erfüllen, werden nur sie durch neue ersetzt. ...
  • Seite 37: Stichkontrolle Von Trimmung Und Einstellung

      Zur  regelmäßigen  Datenkontrolle  gehört  das  Vermessen  der  Leinenlängen.    Die  Leinen  müssen  mit  einer  Last  entsprechend 5 kg gemessen werden, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Sie finden die entsprechenden  Leinenlängen im Luftsportgeräte‐Kennblatt ihres Handbuches.    1) Die Vermessung erfolgt gemäß DHV‐Methode vom Leinenschäkel bis zur Kappe (inkl. Leinennschlaufe an  der Kappe)   2) Die  Nummerierung  erfolgt  von  Schirmmitte  zum  Stabilo  hin.  Die  Vermessung  der  gegenüberliegend  Flügelseite kann unter gleichen Bedingungen auch durch einen Symmetrievergleich durchgeführt werden   3) Das  Ergebnis  wird  wieder  im  Nachprüfprotokoll  vermerkt  und  den  Sollleinenlängen  des  DHV‐ Typenkennblatts gegenübergestellt. Die Toleranzabweichung sollte nicht mehr als +/ ‐1,5 cm betragen  ...
  • Seite 38: 14 Erledigte Nachprüfungen

      14 ERLEDIGTE NACHPRÜFUNGEN      1) Bevor Sie eigenhändige Prüfungen und/oder Reparaturen an ihrem Gleitsegel vornehmen, bitten wir Sie die  nachfolgenden Seiten aufmerksam zu lesen. Sie informieren sich damit über Voraussetzungen und  Bedingungen einer eigenhändigen 2‐Jahresprüfung   2) Nach neuer DHV Regelung kann der Kunde (GS‐Besitzer) mit Hilfe der Nachprüfanweisung und aller nötigen  Gerätschaften und Unterlagen in eigener Verantwortung die 2‐Jahres‐Überprüfung des Gleitsegels  eigenhändig durchführen. Dazu muss der GS nicht zum Hersteller eingeschickt werden    3) Die 2‐Jahresprüfung darf nur vom GS Besitzer persönlich, falls er die Voraussetzungen erfüllt, oder von  Hersteller und dessen autorisierten Prüfstellen durchgeführt werden. Fragen sie deswegen beim Hersteller  nach autorisierten Prüfstellen an   4) Der Besitzer des Schirmes muss sich der Verantwortung bewusst sein, die er mit einer eigenhändig  ausgeführten 2‐Jahresüberprü f ung des Schirmes übernimmt. Die eigenhändige 2‐Jahresprüfung ist nur  rechtlich wirksam, wenn diese nach der Prüfung mit Datum, Namensbeschriftung (in Druckbuchstaben) und  Unterschrift auf oder neben der Gütesiegelplakette bestätigt wird   5) Rettungsgeräte Packungsintervall gem. DHV: Alle 4‐6 Monate eine Neupackung erforderlich. Zulässige  Betriebszeit: 8 Jahre, danach bis 12 Jahre bei jährlicher Nachprüfung    6) Über versicherungsrechtliche Auswirkungen ihrer eigenhändigen 2‐Jahresü b erprü f ung sollten Sie sich  rechtzeitig bei Ihrem Versicherer informieren   7) Eine Nachprüfung ist nur gültig, wenn das Nachprüfprotokoll komplett ausgefüllt wird. Informieren Sie sich  auch über mögliche Änderungen der Nachprüfanweisungen beim Hersteller vor dem Check   8) Wichtig: Falls die nötigen Aufwendungen für die Instandhaltungsprüfung nicht geleistet werden können (s.  nötigte Gerätschaften und Unterlagen), sollte der Schirm zum Hersteller eingeschickt werden   9) Für Gleitschirme, Gurtzeuge und Rettungsgeräte, die nicht von U‐TURN autorisiertem Personal überprüft,  gecheckt, kontrolliert, repariert, gepackt, neu oder umgepackt, ausgetaucht, eingeflogen und/oder sonstige ...
  • Seite 39: 15 Haftungsverweis Für Überprüfungen

      15 HAFTUNGSVERWEIS FÜR ÜBERPRÜFUNGEN          U‐TURN  GmbH übernimmt keinerlei Verantwortung, Haftung und/oder Garantie für nicht vom Unternehmen oder  vom Unternehmen lizensierter, autorisierter Dritter durchgeführten Check, Nachprüfungen und Reparaturen.                39    Betriebshandbuch   U‐Turn Eternity 4    DE REV.V01 ‐ 2022    ...

Inhaltsverzeichnis