ISDN-56
der. Diese Form des DATEX-P-Zuganges wird X.31 im D-Kanal genannt
und ist der gebräuchlichste X.25-Zugang im ISDN. Die Übertragungsge-
schwindigkeit ist auf ca. 9600 bit/sec. beschränkt. Neben der Gebühr für
die Freischaltung fallen nur die Volumengebühren für die Übermittlung
Ihrer Paketdaten an. Als Zielrufnummer benötigt man nur die Datex-P-
Nummer des Zieles.
B-Kanal
Hierbei wird für die Übermittlung ein Nutzkanal benötigt. Da ein B-Kanal
über eine Bandbreite von 64.000 bit/sec. verfügt, sind hierbei höhere
Übertragungsraten möglich als bei der obigen D-Kanal-Variante. Neben
den Volumengebühren muß aber, wie bei Telefonverbindungen, die Nut-
zung des B-Kanals zeitabhängig bezahlt werden! Für die Datenübertra-
gung muß man drei Fälle unterscheiden:
Fall 1:
Fall 2:
Fall 3:
In allen Fällen sind sowohl abgehende Verbindungen, wie auch ankommende Ver-
Der Netzbetreiber stellt den Übergang in das X.25-Netz bereit.
Dieser Fall entspricht der obigen D-Kanal-Variante, muß spe-
ziell freigeschaltet werden und führt ohne eine spezielle ISDN-
Rufnummer sofort auf den X.25-Vermittlungsrechner (packet
handler) des Netzbetreibers. Dieser Fall wird X.31 im B-Kanal
(PH) genannt und ist noch sehr selten, da dieser Zugang nicht
zum Standard-Leistungsangebot des Netzbetreibers (Telekom)
gehört.
Es wird mit einer normalen ISDN-Rufnummer eine Datenver-
bindung zu einem X.25-Vermittlungsrechner aufgebaut (packet
handler), der die Weiterleitung der Paketdaten im X.25-Netz
übernimmt. Im Unterschied zum Fall 1 kann der X.25-Knoten
hierbei einem privaten X.25-Provider gehören. Eine spezielle
Freischaltung im ISDN ist nicht notwendig. Dieser Fall heißt
X.25 im B-Kanal. Neben der Datex-P-Zielrufnummer braucht
man auch noch die ISDN-Rufnummer des packet handlers.
Hierbei werden zwei X.25-fähige Endgeräte über das ISDN
verbunden (z.B. zwei ISDN-56 mit PAD). Dieser Fall wird X.25
im B-Kanal (DTE-DTE), ISO 8208 genannt. Da es sich um die
Verbindung zweier Endgeräte handelt, findet die Normung hier-
für nicht in der CCITT sondern in der ISO statt. Der internatio-
nale Standard heißt ISO-8208. Da keine Paketvermittlung im
eigentlichen Sinne stattfindet, wird in diesem Fall keine Datex-
P-Rufnummer benötigt, sondern nur die ISDN-Rufnummer des
Ziel-Endgerätes. Es fallen nur zeitabhängige Gebüren für die
Bereitstellung des B-Kanals (wie bei "normaler" Datenübertra-
gung auch) an.
Schnittstellen und Protokolle (X.25)
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