Sicherheitshinweise Bestimmungsgemäßer Gebrauch Der Referenz-Drehmomentaufnehmer TB2 ist ausschließlich für Drehmoment- messaufgaben und direkt damit verbundene Steuerungs- und Regelungsauf- gaben zu verwenden. Jeder darüber hinausgehende Gebrauch gilt als nicht bestimmungsgemäß. Zur Gewährleistung eines sicheren Betriebes darf der Aufnehmer nur nach den Angaben in der Montageanleitung verwendet werden. Es sind zusätzlich die für den jeweiligen Anwendungsfall erforderlichen Rechts- und Sicherheits-...
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Weist darauf hin, dass wichtige Informationen über das Produkt oder über die Handhabung des Produktes gegeben werden. Symbol: Bedeutung: CE-Kennzeichnung Mit der CE-Kennzeichnung garantiert der Hersteller, dass sein Produkt den Anforderungen der relevanten EG-Richtlinien entspricht (die Konformitätser- klärung finden Sie unter http://www.hbm.com/support/dokumentation). A0884-3.0 de/en...
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Umbauten und Veränderungen Der Aufnehmer darf ohne unsere ausdrückliche Zustimmung weder konstruk- tiv noch sicherheitstechnisch verändert werden. Jede Veränderung schließt eine Haftung unsererseits für daraus resultierende Schäden aus. Qualifiziertes Personal Der Aufnehmer ist nur von qualifiziertem Personal ausschließlich entspre- chend der technischen Daten in Zusammenhang mit den ausgeführten Sicherheitsbestimmungen und Vorschriften einzusetzen bzw.
Lieferumfang Im Lieferumfang sind enthalten: 1 Drehmoment-Referenzaufnehmer 1 Montageanleitung 1 Prüfprotokoll 1 PVC-Kabel 3 m lang (6poliger Lemo −Stecker, freie Enden) Anwendung Die Aufnehmer messen statische und dynamische Drehmomente im nichtdre- henden Betrieb. Die Nenndrehmomente liegen im Bereich von 500 N⋅m bis 10 kN⋅m.
Aufbau und Wirkungsweise Der Drehmoment-Referenzaufnehmer besteht aus einem − mit Dehnungs- messstreifen installierten − Messkörper mit flanschförmiger Drehmomentein- leitung. Die DMS sind so angeordnet, dass ein optimaler Drehmomentfluss zwischen Flansch und DMS-Installationsstelle gewährleistet ist. Montage 4.1 Allgemeine Einbauhinweise Beim Einbau des Drehmoment-Referenzaufnehmers in Prüfstände beeinflus- sen die Prüfstandskomponenten (Rahmen, Kupplungen, Anschlussflansche, Verschraubungen etc.) das Verformungsverhalten im Wellenstrang und damit die Messcharakteristik (Nullpunkt, Kennwert, Wiederholbarkeit).
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Drehstäben notwendig sein. Abweichende Steifigkeitsbedingungen Weichen die Steifigkeitsbedingungen im Wellenstrang (in der Nähe des Dreh- momentaufnehmers) von den Bedingungen bei der Kalibrierung in der HBM− Kalibriereinrichtung ab, führt dies zu einer veränderten Drehmomenteinleitung in den Drehmoment-Referenzaufnehmer. Gegenmaßnahmen: 1.
Messverstärkern ein positives Ausgangssignal an. 4.3 Bedingungen am Einbauort Der Drehmoment-Referenzaufnehmer TB2 ist in der Schutzart IP54 nach EN 60529 ausgeführt. Optional steht ein Aufnehmer in Schutzart IP67 nach EN 60529 zur Verfügung. Die Aufnehmer sind vor grobem Schmutz, Staub, Öl, Lösungsmitteln und Feuchtigkeit zu schützen.
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Messseite Abb.4.2: Messseite der TB2 Montagefolge: 1. Entfernen Sie vor der Montage die Schutzfolie von der Außenzentrierung. 2. Verwenden Sie saubere, ebene (Planlauftoleranz 0,01 mm) und möglichst geschliffene ( R < 0,8) Flanschflächen (Mindest-Werkstofffestigkeit > 900 N/mm ; Härte > 30 HRC).
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Abb.4.3: Verschraubung des Messkörpers 6. Ziehen Sie alle Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment (Tabelle 4.1) an. 7. Am Anschlussflansch befinden sich zur weiteren Montage des Wellen- stranges acht Gewindebohrungen. Verwenden Sie ebenfalls Schrauben der Festigkeitsklasse 10.9 (bzw. 12.9) und ziehen Sie diese mit dem vor- geschriebenen Moment nach Tabelle 4.1 an.
• Die Breite des Adaptionsflansches (B) auf der Reaktionsseite sollte das 1,5...2-fache des Flanschschraubendurchmessers betragen. • Die Adaptionsflansche sollten im Bereich der Drehmomenteinleitungsflä- chen nicht durch zusätzliche Bohrungen geschwächt werden. TB2−Messseite Adaptionsflansche Abb.4.4: Adaptionsflansch Transferaufnehmer Für optimale Transfer-Messergebnisse verwenden Sie bitte: •...
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= Massenträgheitsmoment in kg⋅m = Drehsteifigkeit in N⋅m/rad • Die Schwingbreite (Spitze/Spitze) darf max. 200 % (bei Nenndrehmoment 3 bis 10 kN⋅m=160 %) des für die TB2 kennzeichnenden Nenndrehmomen- tes sein, auch bei Wechsellast. Dabei muss die Schwingbreite innerhalb des durch −M und +M festgelegten Belastungsbereiches liegen.
Die Drehmoment-Referenzaufnehmer werden mit einem konfektionierten 6adrigen Aufnehmer-Anschlusskabel mit freien Enden ausgeliefert. Auf Wunsch ist eine Steckermontage möglich (siehe Kap.8.). Verlängerungskabel sollten geschirmt und kapazitätsarm sein. HBM bietet hierfür speziell die Kabel 1−KAB0304A−10 (konfektioniert) und KAB8/00-2/2/2 (Meterware, kann auch mit montiertem Geräteanschlussstecker geliefert werden) an.
Meiden Sie Trafos, Motoren, Schütze, Thyristorsteuerungen und ähnliche Streufeldquellen. ACHTUNG Aufnehmer-Anschlusskabel von HBM mit montierten Steckern sind ih- rem Verwendungszweck entsprechend gekennzeichnet (Md oder n). Beim Kürzen der Kabel, Einziehen in Kabelkanälen oder Verlegen in Schaltschränken kann diese Kennzeichnung verloren gehen oder ver- deckt sein.
Erdung der Messkette an mehreren Punkten. Beachten Sie bitte folgende Hinweise: • Verwenden Sie nur abgeschirmte und kapazitätsarme Messkabel von HBM. • Messkabel nicht parallel zu Starkstrom- oder Steuerleitungen verlegen. Falls dies nicht möglich ist (z. B. in Kabelschächten), schützen Sie das Messkabel z.
Wartung Die Referenz-Drehmomentaufnehmer TB2 sind wartungsfrei. Option • Schutzart IP67 nach EN 60529 Zubehör Zusätzlich zu beziehen: • Anschlussstecker MS 3106 PEMV, an Kabel montiert • 15poliger D-Stecker, an Kabel montiert • DKD-Kalibrierschein Klasse 0,05 nach DIN 51309 oder EA 10/14...
Technische Daten Genauigkeitsklasse 0,03 Nenndrehmoment M N⋅m kN⋅m Nennkennwert (Spanne zwischen Drehmoment = null und Nenndrehmoment) mV/V Kennwerttoleranz (Abweichung der tatsächlichen Ausgangsgröße bei M Nennkennwert) <"0,1 Temperatureinfluss pro 10 K im Nenntemperaturbereich auf das Ausgangssignal, bezogen auf den Istwert <"0,03 auf das Nullsignal, bezogen auf den Nenn- kennwert <"0,02...
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Genauigkeitsklasse 0,03 Nenndrehmoment M N⋅m kN⋅m Mechanischer Schock, Prüfschärfegrad nach DIN IEC 68; Teil 2-27; IEC 68-2-27-1987 Anzahl 1000 Dauer Beschleunigung (Halbsinus) Schwingbeanspruchung Prüfschärfegrad nach DIN IEC 68, Teil 2-27; IEC 68-2-6-1982 Frequenzbereich 5 ... 65 Dauer Beschleunigung (Amplitude) Belastungsgrenzen Grenzdrehmoment, bezogen auf M Bruchdrehmoment, bezogen auf M >400...
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Mechanische Werte Nenndrehmoment M N⋅m kN⋅m kN⋅m/ Drehsteifigkeit 2300 2600 4600 7900 Verdrehwinkel bei M 0,055 0,066 0,049 0,066 0,06 0,07 Steifigkeit in axialer Richtung ca. 1000 1100 1600 Steifigkeit in radialer Richtung ca. 1400 1600 1400 2500 Steifigkeit bei Biegemoment um eine N⋅m/ radiale Achse 9500...