Modus ermöglicht uns die Verwendung des GLIDE-Reglers. Der GLIDE-Regler
legt die Zeitdauer fest, welche ein Sound benötigt, um von der vorher ge-
spielten Note zu der neu angeschlagenen zu kommen. Stellen Sie den Regler
auf einen höheren Wert und spielen Sie einige Noten im unteren und oberen
Oktavbereich des Keyboards. Sie hören nun, wie die Tonhöhe sich verzögert
an die jeweils neu angeschlagene Note anpaßt.
Sie werden die GLIDE-Funktion häufig für Monosynth-Programme einsetzen
wollen. Eine kleiner Wert reicht oft schon, um etwas Leben in einen ansonsten
leblosen Klang bringen.
Polysynth Fläche
Das Program 25 produziert einen breiten, hohlklingenden Klang. Die
Einstellungen entnehmen Sie bitte folgender Abbildung:
Der Grundcharakter dieses Klangs wird dadurch erzeugt, daß die POLY-MOD
Sektion die Pulsbreite der Pulswellenform des Oszillators A moduliert. Beachten
Sie, daß die Lautstärke des Oszillators B im Mixer auf Null gesetzt wurde, wes-
halb er kein hörbares Audiosignal erzeugt. Oszillator B wird in diesem Programm
also nicht als Klangquelle eingesetzt, sondern als Modulationsquelle.
Oszillator B fungiert hier als LFO. Indem wir für den Oszillator B eine
Dreieckswellenform auswählen und eine langsame Frequenz einstellen, er-
halten wir mit der Pulsbreitenmodulation einen lebendigen Klang.
Schauen Sie sich noch einmal die POLY-MOD Sektion an. Neben der Tatsache,
daß PW A (Pulse Width von Oszillator A) als Modulationsziel selektiert ist,
läßt sich auch erkennen, daß der OSC B-Regler ein wenig aufgedreht ist.
Verändern Sie diese Einstellung, während Sie auf Ihrem Keyboard spielen.
Der OSC B-Regler bestimmt die Tiefe des Modulationseffekts.
Die POLY-MOD Sektion benutzt übrigens gleichzeitig mit dem Ausgangssignal
des Oszillators B auch die Filterhüllkurve (FILT ENV) als Modulationsquelle.
Wenn Sie den FILT ENV-Wert ein wenig verändern, werden Sie große
Klangveränderungen bemerken. Dies liegt an der Interaktion der beiden
Modulationsquellen. Da diese additiv arbeiten, erscheint das Verhalten der
POLY-MOD Modulation auch oftmals als undurchsichtig Anstatt diese Tatsache
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