Schaltbild
A1
A2
L+ L -
(+)
L+
L -
11
U H
PE
12
14
PE
X1
X2 X3
M12250_a
11 12 14
RL 5881.11
Anschlussklemmen
Klemmenbezeichnung
Signalbeschreibung
A1(+), A2
Hilfsspannung AC oder DC
L+, L-
Anschlüsse für Messkreis
PE
Anschluss für Schutzleiter
X1, X2
Steuereingang für externen Test-Taster
Steuereingang für externen Reset-Taster
oder Programmierung Speicher- bzw.
X2, X3
Hystereseverhalten:
X2/X3 gebrückt: Hystereseverhalten
X2/X3 nicht gebrückt: Speicherverhalten
11, 12, 14
Alarm-Melderelais K1 (1 Wechslerkontakt)
Aufbau und Wirkungsweise
Das Gerät RL 5881 wird über die Klemmen A1(+)/A2 mit Hilfsspannung
versorgt, das Gerät RL 5881/100 entnimmt sich die benötigte Hilfsspannung
direkt aus dem überwachten IT-Netz an L+/L-. Nach Einschalten der
Hilfsspannung an A1(+)/A2 bei RL 5881 bzw. der Netzspannung an
L+/L- bei RL 5881/100 (Power-On) läuft zunächst für ca. 10 s ein interner
Selbsttest ab (siehe „Gerätetestfunktionen"). Der Testablauf wird mit
Hilfe der Gerätestatus-LED visualisiert. Danach beginnt die Messung des
Isolationswiderstandes im Messkreis, die Status-LED wechselt auf grün.
Messkreis
(Isolationsmessung zwischen den Klemmen L+/L- und PE)
Der Isolationswächter wird mit den Klemmen L+ und L- direkt an das zu
überwachende DC-Netz angeschlossen.
Die Klemme PE wird an das Schutzleitungssystem angeschloßen.
Zur Messung des Isolationswiderstandes wird zwischen L+/L- und PE eine
aktive Messspannung mit wechselnder Polarität angelegt.
Am Ende jeder Messphase wird der aktuelle Isolationswiderstand ermittelt
und ausgewertet. Das Melderelais für Alarm K1 schaltet entsprechend bei
Unterschreiten des eingestellten Ansprechwertes. Ist der Ansprechwert
unterschritten leuchtet zusätzlich die Gerätestatus-LED rot.
Speicherung von Isolationsfehlermeldungen
Über den Steuereingang X 2 / X3 kann die Speicherung von
Isolationsfehlermeldungen programmiert werden (Alarmspeicherung:
X2/X3 nicht gebrückt; keine Alarmspeicherung: X2/X3 gebrückt). Ist die
Speicherung aktiv, bleibt die Isolationsfehlermeldung des Messkreises
bei Unterschreiten des Ansprechwertes gespeichert, auch wenn der
Isolationswiderstand danach wieder in den Gutbereich geht. Wird für > 3 s
die Taste „Test/Reset" auf der Gerätefront gedrückt wird die Alarmmeldung
gelöscht bzw. zurückgesetzt, wenn sich der Isolationswiderstand wieder
im Gutbereich befindet.
Melderelais für Isolationsfehlermeldungen
Das Melderelais K1 (Kontakte 11-12-14) ist fest auf das Ruhestromprinzip
eingestellt. Bei Ruhestromprinzip fällt das Relais bei Unterschreiten des
Ansprechwertes ab.
L+ L -
L+
L -
11
PE
12
14
PE
X1
X2 X3
M12251_a
11 12 14
RL 5881.11/100
Aufbau und Wirkungsweise
Gerätetestfunktionen
Grundsätzlich sind zwei verschiedene Testfunktionen implementiert:
Der „Selbsttest" und der „erweiterte Test".
Der Selbsttest des Gerätes erfolgt automatisch nach Power-On und nach
jeder vollen Betriebsstunde. Er kann auch jederzeit manuell ausgelöst
werden, durch Drücken der Taste „Test/Reset" für < 3 s auf der Gerätefront.
Beim Selbsttest wird im Gegensatz zum erweiterten Test der Status des
Melderelais nicht beeinflusst; der Ablauf ist folgender:
Der Selbsttest wird mit der Gerätestatus-LED durch den orangenen
Blinkcode 1 angezeigt. Zuerst wird für ca. 4 s auf negative Messphase
geschaltet. Innerhalb dieser 4 s wird die interne Messschaltung auf Fehler
überprüft. Danach wird für ca. 4 s auf positive Messphase geschaltet
und weitere interne Tests finden statt. Sind keine Fehler aufgetreten und
erkannt worden, läuft die Isolationsmessung normal weiter.
Der erweiterte Test wird gestartet, wenn am Ende oder während des
oben beschriebenen, 10 s andauernden Selbsttest die Taste „Test/Reset"
erneut für < 3 s betätigt wird:
Der Ablauf erfolgt wie beim Selbsttest (zwei Messphasen mit je 4 s),
jedoch geht das Melderelais K1 auf Alarmzustand. Die Gerätestatus-LED
zeigt den orangenen Blinkcode 2. Die Phasen des erweiterten Tests
werden danach ständig wiederholt. Sobald die Taste „Test/Reset" für
> 3 s gedrückt wird, ist der erweiterte Test sofort beendet. Das Gerät
startet die Isolationswiderstandsmessung neu.
Verhalten bei internen Gerätefehlern
Wurden bei der Testfunktion interne Gerätefehler erkannt, blinkt die
Gerätestatus-LED dauerhaft rot. Das Melderelais K1 geht auf Alarmzustand.
Externer Steuereingänge
An den Klemmen X1/X2 kann eine externe Test-Taste angeschlossen
werden. Werden die Klemmen X1/X2 für ca. 1 s gebrückt, wird der Testmodus
ausgelöst (entspricht gleicher Funktion, wie interner Test-/Reset-Taster
< 3 s drücken).
An den Klemmen X2/X3 kann eine externe Reset-Taste angeschlossen
werden. Werden die Klemmen X2/X3 für ca. 1 s gebrückt, wird ein
gespeicherter Alarm zurückgesetzt (entspricht gleicher Funktion, wie
interner Test-/Reset-Taster > 3 s drücken). Werden die Klemmen X2/X3
dauerhaft gebrückt, ist die Alarmspeicherung inaktiv (Hystereseverhalten).
Programmierung/Parametrierung/Einstellung des Isolationswächters
Die Einstellung des Ansprechwertes für Alarm „RA" wird über einen
Drehschalter auf der Gerätefront vorgenommen. Um eine unbefugte
Manipulation der Einstellung zu verhindern, befindet sich der Drehschalter
hinter der plombierbaren Klarsichtabdeckung.
Über den Steuereingang X2/X3 kann mittels Brücke zusätzlich noch
Speicher- (X2/X3 nicht gebrückt) oder Hystereseverhalten (X2/X3 gebrückt)
programmiert werden.
Neue Einstellungen werden vom Gerät direkt, ohne Neustart, übernommen.
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07.07.23 de / xxxx