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FUTABA Ripmax R 6303 SBE FASST 2,4 GHz Bedienungsanleitung Seite 4

• Versuchen Sie eine Luftzirkulation durch den Rumpf zu ermögli-
chen. Gegebenfalls Lüftungs-Öffnungen in Kabinenhaube oder
Rumpf vorsehen.
Zusätzliche Hinweise zu weiteren RC-Komponenten
Nicht nur Empfänger sondern auch andere Elektronik-Komponenten
profitieren davon, wenn oben genannte Empfehlungen angewandt
werden.
• Bereits „vorgeglühte" Kühlkörper der Fahrtregler führen die Wärme
nicht so gut ab und können im nachfolgenden Betrieb eher überla-
stet werden.
• LiPo-Akkus besitzen ab ca. 45°C eine wesentlich schlechtere
Energieabgabe (ca. 10-12%), wodurch die Leistungsfähigkeit Ihres
Modells abnimmt
• Auch Servos verlieren einen Teil Ihrer Kraft bei Wärme, je höher
die Temperatur der Motorwicklung ist umso schlechter ist der Wir-
kungsgrad. Das bedeutet die Kraft eines Servos ist ab ca. 55°C
um bis zu 20% geringer als im kalten Zustand. Diese Grenze ist
schnell erreicht, durch die hohe Eigenerwärmung des Servomo-
tors.
Generelles zum Thema 2,4 GHz RC-Anlagen
• Die generelle Reichweite des 2,4 GHz FASST Systems ist größer
als die von 35 MHz Anlagen. Sie beträgt in Bodennähe ca. 2000
Meter und in der Luft mehr als 3000 m. Die nachstehend beschrie-
benen Wetter- und Hindernissabhängigen Reichweitenreduzie-
rungen beeinträchtigen die Funktion also nicht sondern reduzieren
lediglich die Reserve.
• Größere Hindernisse zwischen Sender und Empfänger können so
das Signal dämpfen oder blockieren.
• In Bodennähe ist die Dämpfung des Sendesignals höher als bei
35 MHz Anlagen. An nebligen Tagen und/oder bei nassem Boden
kann die Reichweite in Bodennähe reduziert sein.
• Befindet sich ein Modell in Bodennähe und gelangt ein Hindernis
(Person, Fahrzeug, Objekt etc.) zwischen Sender und Empfänger
wird sich die Reichweite deutlich reduzieren.
• Die Ausbreitung der 2,4 GHz Signale erfolgt nahezu geradlinig,
deswegen ist es erforderlich immer Sichtkontakt zum Modell zu
besitzen.
• Die FASST Empfänger R607, R617, R608, R6008, R6108,
R6203SB, R6303SB, R6308SBT und R6014 besitzen ein Diver-
sity-System mit 2 Antennen und entsprechen- den Eingangsstu-
fen, dieses System prüft ständig den Signalpegel beider Anten-
neneingänge und schaltet blitzschnell und übergangslos auf das
stärkere Signal um.
• Die PRE-VISON Software scannt permanent das Eingangssignal
ab und führt, falls erforderlich, eine Fehler korrektur durch.
Um optimale Empfangsergebnisse zu erzielen,
beachten sie folgende Hinweise zur Antennenver-
legung:
• Große Modelle besitzen oft größere Metallteile, welche den HF-
Empfang dämpfen können, in solchen Fällen die Antenne links und
rechts davon positionieren.
• Die Antenne sollte nicht parallel und mindestens 1,5...2 cm ent-
fernt verlegt werden von:
• Metall, Karbon, Kabeln, Bowdenzug, Seilsteuerungen, Karbon-
schubstangen, Kohlerowings etc.
• stromführenden Regler- oder Motorkabeln
• Zündkerzen, Zündkerzenheizern
• Orten mit statischer Aufladung, wie Zahnriemen, Turbinen etc.
• Antenne aus Rümpfen mit abschirmenden Materialien (Karbon,
Metall, etc.) auf kürzestem Weg aus dem Rumpf führen
• Die Antennen-Enden weder innen noch außen entlang an elek-
trisch leitenden Materialien (Metall, Karbon) befestigen
• Dies gilt nicht für das Koaxialkabel, sondern nur für den Endbe-
reich der Antenne.
• Enge Verlegeradien für das Koaxialkabel sind zu vermeiden,
ebenso ein Knicken des Kabels.
• Empfänger vor Feuchtigkeit schützen.
Hinweise zum Einbau von 2,4 GHz FASST-Empfängern:
• Stromversorgung möglichst mit einem niederohmigen oder NiMH
Akku herstellen.
• Getaktete BEC-Systeme zur Stromversorgung müssen ausrei-
chend dimensioniert sein, bricht die Spannung unter Last auf einen
Wert von unter 3,8 Volt ein, dann muss der Empfänger einen Reset
machen und neu starten, was ca. 2-3 Sekunden Signalverlust
bedeutet. Um dies zu verhindern sind ggf. sogenannte RX-Konden-
satoren am Empfänger einzusetzen, welche kurzzeitige
Spannungseinbrüche überbrücken. (RX-Kondensator 1800 µF
oder 22.000 µF).
• FASST 2,4 GHz Empfänger sind durch Ihre hohe Zwischenfre-
quenz von 800 MHz relativ immun gegen Elektrosmog (wie Knack-
impulse, HF-Einstrahlung, statische Aufladung, etc.), da dieser bei
einer Frequenz ab ca. 300-400 MHz nur noch eine geringe Ampli-
tude besitzt. Bei bekannt stark störenden Elektronik-Zusatzgeräten
ist es unter ungünstigen Umständen erforderlich einen Entstörfilter
einzusetzen, um diese Störungen vom Empfänger fern zu halten.
Ob der Einsatz eines solchen Filters erforderlich ist zeigt ein Reich-
weitentest.
Um starke statische Aufladungen zu verhindern sind am Modell
Vorkehrungen zu treffen: Hubschrauber:
• Verbinden Sie Heckrohr und Chassis mit einem Masseband. Bei
Zahnriemenantrieb ggf. eine „Kupferbürste"
anbringen um Aufladungen vom Zahnriemen abzuleiten. Eventuell
auch die Zahnriemenrollen elektrisch leitend mit dem Chassis ver-
binden.
• Bei Elektro-Heli's ist es meist erforderlich das Heckrohr mit dem
Motorgehäuse zu verbinden.
• Kommen CFK/GFK Blätter sowie ein CFK-Heckrohr zum Einsatz,
so kann dies bei hohen Drehzahlen und geringer Luftfeuchtigkeit
dazu führen, dass massive statische Aufladungen produziert wer-
den. Um dies zu vermeiden sollte vom Heckrotor-Getriebe bis zur
Hauptrotorwelle eine leitende Verbindung bestehen. Auch der Ein-
satz von Antistatik-Sprays (z.B. Kontakt Chemie) hat sich bewährt.
Turbinen:
• Verbinden Sie das Abschirmblech der Turbine mit einem Masse-
band um statische Aufladungen zu verhindern.
• Bei schnellen Jetmodellen aus GFK, entsteht durch die hohe
Geschwindigkeit häufig (besonders bei geringer Luftfeuchte) eine
hohe statische Aufladung (ca. 40.000 Volt). Hier sind GFK-Teile,
größer ca. 10 cm², leitend miteinander zu verbinden.
• Auch nach außen durch den Rumpf geführte Anschlüsse (Tank-
anschluss etc.) sind elektrisch leitend miteinander zu verbinden
um statische Aufladungen zu vermeiden. Statische Aufladungen
können über den Tankschlauch dazu führen, dass Abstellventile
betätigt werden.
• Auch die Fahrwerksreifen können statische Aufladungen provozie-
ren und sollten daher mit Kupferbürsten versehen werden.
Reichweitentest:
• Es empfiehlt sich, vor der Inbetriebnahme eines neuen Modells
bzw. eines neuen Empfängers in jedem Fall einen Reichweiten-
test durchzuführen. Dabei sollte das Modell nicht auf dem Boden
stehen sondern erhöht ca. 1-1,5 m über dem Boden. Verwenden
Sie dazu einen Kunststoff- oder Holztisch oder Kiste, Karton etc. In
keinem Fall etwas mit Metall (Campingtisch etc.). Ebenfalls sollten
keine leitenden Materialien in der Nähe sein (Zäune, Autos etc.)
und der Helfer nicht zu nahe am Modell stehen.
• Zunächst das Modell ohne Antriebsmotor in Betrieb nehmen. Ent-
fernen sie sich langsam vom Modell und steuern Sie eine Ruder-
funktion langsam aber kontinuierlich.
• Während des Entfernens vom Modell beobachten Sie die Funktion
des Ruders, ob es aussetzt oder stehen bleibt. Gegebenenfalls
einen Helfer zur Hand nehmen, welcher in gewissem Abstand die
Ruderfunktion beobachtet. Drehen Sie den Sender beim Entfernen
auch etwas nach links und rechts um eine andere Antennen-posi-
tion zum Modell zu simulieren.
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