2.7 Stabilisiert fotografieren
Bei zu langen Belichtungszeiten entstehen schnell einmal ver-
wackelte Bilder. Besonders ärgerlich ist das, wenn wichtige
Motive dadurch unscharf und schwammig aussehen. Zum
Glück besitzen viele RF-/RF-S-Objektive oder adaptierbare EF/
EF-S-Objektive einen optischen Bildstabilisator, der bei Canon
die Bezeichnung
(Image Stabilization) trägt.
IS
Dieser erkennt eine unruhige Kamerahaltung auf Basis von
Gyrosensoren, die ein bewegliches Linsenelement steuern.
Dieses wird der Verwacklung entgegen bewegt, um das Bild
zu stabilisieren. Der Spielraum für die Belichtung kann sich
dadurch teilweise deutlich erhöhen. Je größer und schwerer
das Objektiv, desto wichtiger wird die Unterstützung durch den
Bildstabilisator, weil die Kippwege bei langen Objektiven stär-
ker ausfallen als bei kurzen und leichten, die aber auch stabi-
lisiert werden können.
Wenn Sie sich unsere Testaufnahmen anschauen, wird die Sta-
bilisationswirkung deutlich. Ohne Stabilisierung hätten wir die
Szene mit mindestens 1/50 Sek. Belichtungszeit fotografieren
müssen, um ein scharfes Bild zu erhalten. Dementsprechend
unscharf wurde das Foto auch, als wir es ohne Stabilisator mit
1/5 Sek. Belichtungszeit versuchten. Mit dem Bildstabilisator
des Canon-Objektivs RF-S 18-45mm f/4,5-6,3 IS STM bekamen
wir jedoch auch bei dieser Zeit eine scharfe Aufnahme hin.
Das entspricht einem Zeitgewinn von vier Belichtungsstufen.
45 mm | f/20 | 1/5 Sek. | ISO 100
Scharfe Aufnahme mit Bildstabilisierung.
c
45 mm | f/20 | 1/5 Sek. | ISO 100
Verwackeltes Foto ohne Bildstabilisierung.
c
Stabilisiert fotografieren
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