4.3
Verteilung der Probe
Die Proben sollten 8 mm Dicke und 90 mm Durchmesser nicht überschreiten. Die Überschreitung
der vorgeschriebenen max. Höhe der Probe kann zur Verbrennung oder zum Verkrusten der
Probe führen. Die Probe sollte möglichst gleichmäßig auf die Probenschale aufgetragen werden,
am Besten in 2 ... 5 mm dicken Schichten. Achten Sie darauf, dass der Temperaturfühler, der
sich im Deckel des Feuchtebestimmers befindet, nicht die Probe berührt, da dies das Ergebnis
verfälscht.
Feststoffe:
- Verteilen Sie pulvrige und körnige Proben gleichmäßig auf der Probenschale.
- Zerkleinern Sie grobkörnige Proben mit einem Mörser o. Ä.. Vermeiden Sie beim Zerkleinern
der Probe jegliche Wärmezufuhr, da dies zu Feuchteverlust führt.
Flüssigkeiten:
Für Flüssigkeiten, Pasten oder schmelzende Proben empfiehlt es sich, den Glasfaserfilter zu
verwenden.
4.4
Glasfaser-Rundfilter
Glasfaser-Rundfilter gewährleisten eine gleichmäßige Verteilung von Flüssigkeiten auf der
Probenschale und bei Feststoffen verhindern sie deren Verbrennung.
Der Glasfaserrundfilter hat folgende Vorteile:
- gleichmäßige Verteilung aufgrund von Kapillarwirkung
- keine Tropfenbildung
- schnelles Verdunsten durch größere Oberfläche
4.5
Praktische Tipps
Bevor Sie mit der Messung beginnen, sollten Sie die Probenschale und ggf. den
Glasfaserrundfilter auf das Schalenstativ legen und tarieren, damit nur das Gewicht Ihrer Probe
bewertet wird.
Sollten Sie mehrere Messungen hintereinander vornehmen, bedenken Sie, dass die Temperatur
der vorangegangenen Messung immer noch besteht und die Verdunstung bereits beim Schließen
des Deckels erfolgt, was zu Messabweichungen führen kann.
Lassen Sie also entweder die Trocknungskammer auskühlen oder nehmen Sie die
Messabweichungen in Kauf und starten Sie möglichst zeitnah die nächste Messung.
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