keinen gültigen Positionswert für die Sollposition in den S&H-Elementen gibt. Im Anschluss werden die
Ansteuersignale für die Kippspiegel aber ständig gespeichert und zu dem Zeitpunkt unbegrenzt
eingefroren, zu dem die Laserintensität fehlt oder der Trigger „low" geschaltet wird. Dies gilt, solange
die Regelung an und aktiviert ist.
Anmerkung: Die Laserintensität sollte während des Regelbetriebs nicht durch Einführen eines mecha-
nischen Shutters oder anderen strahlblockenden Elements geschaltet werden. Prinzipbedingt würden die
Detektoren die Position für den Zeitraum des teilweise abgedeckten Strahls falsch bestimmen und damit
die letzte geregelte Position verfälschen.
Automatische Steuerung
Die Betriebsart der automatischen Steuerung eignet sich vor allem für längere Schaltperioden des
Laserlichts oder längere Pulszüge aus Einzelpulsen.
In den Abbildungen 21 und 22 ist ein Beispiel mit Pulszügen eines Lasers mit 1 kHz Repetitionsrate
dargestellt. Die grüne Kurve ist wieder das Signal der Laserpulse und die violette Kurve das
Positionssignal. In Abbildung 21 ist der Laser ungeregelt und in Abbildung 22 mit der Automatik
geregelt. Hierbei wird die Kippspiegelposition in den Zeiträumen, in denen der Laser aus ist,
eingefroren, und mit jedem Signal auf dem Detektor wird die Position wieder aktualisiert.
Abbildung 21: Pulszüge ungeregelt
Abbildung 22: Pulszüge geregelt mit Automatik
Anmerkung: Im Regelbetrieb mit der Automatik sind die Zeitpunkte für das Festhalten der Position und
das erneute Starten der Regelaktivität aus technischen Gründen leicht verzögert zum An- und
Ausschalten der Laserintensität. Dies kann zu leichten Abweichungen der gespeicherten Positionen zu
den idealen Kippspiegelpositionen führen.
Steuerung durch externen Trigger
Für den Fall, dass ein Triggersignal für die An- und Auszeiten des Lasers zur Verfügung steht, ist es zu
empfehlen, den Betriebsmodus mit externem Trigger zu verwenden. Durch die bessere zeitliche
Zuordnung zur Laserintensität werden in der Regel die besseren Ergebnisse erreicht.
In Abbildung 23 ist das Beispiel nun mit externem Triggersignal gezeigt. Zu den oben beschriebenen
Kurven ist zusätzlich die blaue Kurve des Triggersignals zu erkennen. Wie in diesem Beispiel gezeigt,
ist es bei der Verwendung von Pulszügen vorteilhaft, nicht auf jeden einzelnen Puls, sondern auf den
Beginn und das Ende des Pulszuges zu triggern. Dies gilt für Puls-Repetitionsraten ab ca. 300 Hz.
Handbuch Compact Strahlstabilisierung
Version 14 – 07.03.2022
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