7. Option: Sample&Hold Zusatzschaltung („ADDA")
Die Zusatzschaltung dient dem Halten der letzten geregelten Position auch ohne ausreichendes
Intensitätssignal (Laser aus). Mit dieser Erweiterung, die in die System-Elektronik integriert wird, lassen
sich die Stellungen der Kippspiegel über eine beliebige Zeitdauer ohne Regelsignal bzw. Laserintensität
festhalten. Damit wird ermöglicht, dass die Regelung nach Wiedereinschalten des Lasers nicht von der
Stellmitte, sondern von der letzten geregelten Position aus starten kann. Zu den An wendungsmöglichkei-
ten dieser Funktionalität gibt es die ausführliche Beschreibung „Sample&Hold-Zusatztschaltung („AD-
DA")" auf unserer Website.
Die Bezeichnung „ADDA" leitet sich von dem Aspekt ab, dass die Steuersignale der Aktuatoren
zunächst AD gewandelt werden, bevor sie digital gespeichert werden. Anschließend werden diese wieder
DA gewandelt und an die Verstärker der Aktuatoren ausgegeben.
7.1. Technische Eigenschaften
Sample & Hold Erweiterung
Speicherprinzip
Samplingzeit
Haltezeit
Bedingung für automatische Triggerung Mindestzeitdauer für „Laser an" bzw. Pulszuglänge: > 100 ms
Trigger bei externer Triggerung
Logik-Pegel
Eingänge
Kabel (optional)
Minimale Trigger-Signallänge „high"
Trigger-Start
Trigger-Ende
Trigger (digital)
Via serielle Schnittstelle
7.2. Betriebsarten
Automatische Steuerung der Sample & Hold Elemente
Die Strahlregelung mit S&H-Erweiterung besitzt eine automatische Erkennung für die Zustände „Laser-
An" oder „Laser-Aus". Dies erfolgt durch Abfrage der Intensität auf den Positionsdetektoren. Die
Automatik steuert die S&H-Elemente, um die Strahlposition bei vorhandener Laserintensität zu
speichern und bei fehlender Intensität die Position der Kippspiegelsysteme festzuhalten.
Für diese Betriebsart ist es erforderlich, dass die Intervalle, in denen der Laser an ist, bzw. die Länge der
Pulszüge größer als 100 ms sind. Sie müssen keine weiteren Signale bereitstellen.
Anmerkung: Bei Verwendung von WID-Detektoren (siehe Abschnitt 4.2.2) funktioniert die automati-
sche Steuerung prinzipbedingt nicht.
Externe Triggerung der Sample & Hold Elemente
Für einzelne Laserpulse oder Laser mit sehr kleiner Repetitionsrate, geschaltete cw-Laser oder Pulszüge
< 100 ms kann die Automatik die Speicherung der Strahlposition nicht schnell genug freigeben. In
Handbuch Compact Strahlstabilisierung
Digitale Speicherung der Positionswerte
64 µs pro Ereignis
unbegrenzt
TTL, HIGH für Laser an, LOW für Laser aus
1 Eingang je Regelstufe
LEMO 00 → BNC für jede Regelstufe, Länge: 2 m, 2 Stück
t
≥ 10 µs
min
10 µs vor bis 50 µs nach Pulsbeginn
max. 1 ms nach Pulsende
Kommandos: „SetTriggerFreeze", „ClearTriggerFreeze"
Version 14 – 07.03.2022
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