Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Postoperative Vorsichtsmaßnahmen - Microport Evolution Handbuch

Medial-pivot-kniesystem
Inhaltsverzeichnis
8
Modulare Komponenten
Darauf achten, modulare Komponenten sicher miteinander zu verbinden, um eine
Trennung in situ zu vermeiden. Die wiederholte Montage und Demontage der modularen
Komponenten ist zu vermeiden. Andernfalls könnte der Verriegelungsmechanismus
der Komponenten beschädigt werden. Vor der Montage jegliche Operations- und
Gewebetrümmer von den Komponenten entfernen. Andernfalls kann die präzise
Einpassung und die Funktion des Verriegelungsmechanismus der modularen Komponenten
beeinträchtigt werden und es kann zu frühzeitigem Implantatversagen kommen.
Ausrichtung der Komponenten
Sorgfältig darauf achten, dass die korrekte Gelenkausrichtung rekonstruiert und eine
adäquate Balancierung des Weichteilapparats erreicht wird. Eine Fehlausrichtung des
Gelenks kann zu erhöhtem Abrieb, Lockerung der Prothese und Schmerzen führen und
die vorzeitige Revision einer oder mehrerer Komponenten erforderlich machen.
Postoperative Vorsichtsmaßnahmen
Der Patient ist über die Einschränkungen der Gelenkrekonstruktion aufzuklären und
darauf hinzuweisen, dass eine volle Gewichtsbelastung der Prothese zu vermeiden
ist, bis adäquate Fixation und Heilung eingetreten sind. Ein übermäßig hohes
Aktivitätsniveau sowie Verletzungen unter Beteiligung des betroff enen Gelenks
werden mit Implantatversagen durch Lockerung, Fraktur und/oder Verschleiß der
Prothesenkomponenten assoziiert. Eine Lockerung der Komponenten kann zu einem
erhöhte Abriebvolumen sowie Schäden am Knochen führen und einen erfolgreichen
Revisionseingriff wesentlich erschweren.
Die regelmäßige und langfristige Nachbeobachtung wird empfohlen, um Position und
Zustand der Prothesenkomponenten sowie den Zustand des Knochens in der Umgebung
der Implantate zu überwachen.
Regelmäßige postoperative Röntgenuntersuchungen und der sorgfältige Vergleich
der Aufnahmen mit den unmittelbar postoperativ angefertigten Aufnahmen werden
empfohlen, um langfristige Veränderungen der Implantatposition, Lockerung, Verbiegung
oder Rissbildung aufzudecken.
Mit Metallimplantaten sind bei MRT-Untersuchungen inhärente Risiken verbunden.
Dazu gehören: Migration oder magnetisch induzierte Erhitzung der Komponenten,
Signalstörungen oder Bilddistorsionen und Artefakte in der Umgebung der Komponente(n).
Das Risiko einer magnetisch induzierten Erhitzung metallischer Implantate hängt von
Geometrie und Material der Komponenten sowie Feldstärke, Scandauer und Impulssequenz
des MRTs ab. Da MRT- Systeme nicht standardisiert sind, ist eine Aussage zu Ausmaß und
Wahrscheinlichkeit einer magnetisch induzierten Erhitzung dieser Implantate nicht möglich.
Die Kniegelenksysteme von MicroPort wurden nicht im Hinblick auf ihre Sicherheit
und Kompatibilität in einer MRT-Umgebung geprüft. Die Kniegelenksysteme von
MicroPort wurden nicht auf magnetisch induzierte Erhitzung oder Migration in einer
MRT-Umgebung geprüft. Da diese Implantate nicht entsprechend geprüft wurden, kann
MicroPort keine Empfehlungen für die MRT-Untersuchung von Patienten mit diesen
Implantaten abgeben, weder im Hinblick auf die Sicherheit noch auf die Bildqualität.
Bei diesen Komponenten handelt es sich um passive Metallimplantate. Wie bei allen
passiven Implantaten besteht bei bestimmten Bildgebungsverfahren das Risiko
wechselseitiger Interferenzen, u. a. Bilddistorsion und Artefakte bei MRT-Untersuchungen
und Röntgenstreustrahlung bei CT-Untersuchungen.
Empfehlungen im Hinblick auf Implantatfragmente:
• Alle Implantate sofort nach der Entfernung aus dem
Patienten auf Anzeichen von Bruch oder Fragmentierung untersuchen.
• Beschädigte Komponenten bitte zur eingehenden Untersuchung und Analyse an
MicroPort senden.
Kapitel 1
Produktinformationen

Quicklinks ausblenden:

Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis