1)
mangelnde Kooperationsbereitschaft des Patienten bzw. mangelnde
Kooperationsfähigkeit aufgrund neurologischer Störungen;
2)
ausgeprägter Knochenverlust, schwere Osteoporose oder Revisionseingriff e, bei denen
ein adäquater Sitz der Prothese nicht erzielt werden kann;
3)
Stoff wechselstörungen, welche die Knochenbildung beeinträchtigen können;
4)
Osteomalazie;
5)
schlechte Prognose für gute Wundheilung (z. B. bei Dekubitalulkus, Diabetes im
Endstadium, schwerem Eiweißmangel und/oder Unterernährung).
Der Patient ist auf die Risiken, die mit einem chirurgischen Eingriff einhergehen,
hinzuweisen und über mögliche unerwünschte Nebenwirkungen aufzuklären. Der Patient
ist darüber zu informieren, dass ein Implantat nicht die Eigenschaften und Belastbarkeit
von normalem, gesundem Knochen aufweist und durch bestimmte Aktivitäten oder
Trauma brechen oder beschädigt werden kann, eine begrenzte Standzeit hat und
gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ersetzt werden muss. Des Weiteren ist
der Patient über jegliche sonstige Risiken aufzuklären, die der Chirurg für relevant und
off enbarungswürdig erachtet.
Intraoperative Vorsichtsmaßnahmen
Um die präzise Implantation der prothetischen Komponenten zu gewährleisten, sind die
zur Verfügung stehenden Spezialinstrumente zu verwenden. Unter keinen Umständen
Instrumente von verschiedenen Herstellern verwenden. Obgleich selten, kann es zum
Bruch von Instrumenten kommen, insbesondere bei häufi ger Nutzung oder übermäßiger
Krafteinwirkung. Aus diesem Grund sollten die Instrumente vor jedem chirurgischen
Eingriff auf Verschleiß bzw. Beschädigungen geprüft werden. Die Instrumente und
Implantate vor ihrer Verwendung stets auf eventuelle Transport- oder Lagerschäden oder
bei der Anlieferung bestehende Mängel untersuchen, welche das Risiko intraoperativer
Frakturen erhöhen könnten.
Die korrekte Implantatwahl ist wichtig für den Erfolg des Eingriff s. Die Wahrscheinlichkeit
für einen erfolgreichen Kniegelenkersatz steigt bei Wahl der korrekten Größe, Form
und Ausführung der Prothese. Kniegelenkprothesen erfordern eine sorgfältige
Anpassung und eine adäquate Knochenabstützung. Die Implantate kleinerer Größen
sind für Patienten mit leichterem Knochenbau und geringem Normalgewicht
vorgesehen. Sie sind für Patienten anderer Statur eventuell nicht geeignet. Der
Operateur sollte die geeignete Implantatgröße unabhängig vom endostalen
Knochenumfang gemäß bestem medizinischem Fachwissen auswählen. Die Anwendung
präoperativer Röntgenschablonen und Probekomponenten erleichtern die korrekte
Größenbestimmung der Prothese. Nur mit den passenden Prothesenkomponenten
der entsprechenden Größe verwenden. Fehlkombination kann die Artikulation der
Gelenkkomponenten beeinträchtigen, zu Abrieb und Implantatversagen führen sowie
eine Laxität des Gelenks begünstigen.
Zementierte Anwendung
Sorgfältig darauf achten, dass alle in Knochenzement eingebetteten Teile der
Prothese vollständig abgestützt sind, um Belastungskonzentrationen zu vermeiden,
die zu Versagen des Implantats oder der Zementummantelung führen können. Der
Implantationssitus muss vor dem Verschluss gründlich gereinigt werden (Entfernung
jeglicher Knochensplitter, Knochenzementrückstände und Metalltrümmer), um einen
vorzeitigen Abrieb und Verschleiß der Prothesengleitfl ächen zu vermeiden.
Unzementierte Anwendung
Besonders wichtig für den Erfolg des Verfahrens ist eine adäquate Fixierung während der
Operation. Die Femurkomponenten müssen mit Presspassung im Femur sitzen, was eine
präzise Operationstechnik und die Verwendung der vorgegebenen Instrumente erfordert.
Beim Einpassen der Prothese kann es intraoperativ zu einer Femurfraktur kommen. Die
Knochensubstanz muss von ausreichender Quantität und Qualität sein, um das Implantat
abzustützen.
Kapitel 1
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