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Stober RD11 Betriebsanleitung Seite 3

Explosionsgeschützte verstellgetriebe
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Betriebsanleitung
Explosionsgeschützte Verstellgetriebe RD11
Gewindelochkreis Schrauben der Festigkeitsklasse 10.9, bei
allen anderen Befestigungsarten Schrauben der Festigkeits-
klasse 8.8.
Beachten Sie bei der Montage Folgendes:
Die Gehäusefüße und -anbaufläche dürfen gegeneinan-
der nicht verspannt werden.
Die zulässigen Quer- und Axialkräfte dürfen nicht über-
schritten werden.
Schrauben zum Einfüllen und Ablassen des Schmier-
stoffs sowie vorhandene Entlüftungsventile müssen frei
zugänglich sind.
Die Erdung des Getriebegehäuses über metallische
Komponenten der Anlage muss sichergestellt werden.
Getriebe/-motor mit Vollwelle und Passfederverbindung;
Montage von Übertragungselementen:
Die Endwelle ist mit einem Zentriergewinde nach DIN 332 Bl.
2 versehen, das sowohl zum Aufziehen als auch zum axialen
Befestigen von Übertragungselementen (Zahnrad, Ketten-
rad, Riemenscheibe, Kupplungsnabe) mittels Zentralschrau-
be vorgesehen ist. Wellenenden bis ø55 haben Toleranz ISO
k6, über ø55 ISO m6. Die Passfeder entspricht DIN 6885 Bl.
1.
ACHTUNG
Beschädigung der Lagerlaufbahn.
Vermeiden Sie unbedingt Schläge auf die Endwelle.
5.3 Entlüftung
Die Getriebe sind allseitig verschlossen und werden nicht ent-
lüftet.
6
Inbetriebnahme
6.1 Vor der Inbetriebnahme
Überprüfen Sie vor der Inbetriebnahme Folgendes:
Ist sichergestellt, dass das Getriebe ausreichend belüftet
wird und kein externer Wärmeeintrag (z. B. über eine
Kupplung) vorhanden ist? Die Kühlluft darf eine Tempe-
ratur von 40° C nicht überschreiten.
Ist sichergestellt, dass durch den montierten Motor keine
Überlastung des Getriebes bezüglich des zulässigen
Drehmoments erfolgen kann? (Das zulässige Drehmo-
ment finden Sie in der Auftragsbestätigung.)
WARNUNG!
Verletzungsgefahr durch bewegte Teile!
Bevor Sie den Antrieb einschalten, prüfen Sie Folgendes:
Werden durch den Anlauf keine Personen gefährdet?
Sind alle Schutz- und Sicherheitseinrichtungen ord-
nungsgemäß installiert, auch im Probebetrieb?
Ist der Antrieb nicht blockiert?
Sind die Bremsen gelüftet?
Ist die Drehrichtung des Antriebs richtig?
Sind am Abtrieb befestigte Komponenten wie Passfe-
dern oder Kupplungselemente gegen Fliehkräfte ausrei-
chend gesichert?
02/2017
6.2 Während der Inbetriebnahme
Da die Betriebsbedingungen für Getriebe sehr unterschied-
lich sein können, muss für einen sicheren Betrieb unter maxi-
malen Betriebsbedingungen sichergestellt werden, dass die
Oberflächentemperatur des Getriebes den maximal zulässi-
gen Wert nicht überschreitet. Führen Sie dazu folgende Mes-
sung mit einem handelsüblichen Temperaturmessgerät
durch.
Ermitteln Sie die Oberflächentemperatur am Übergang Ge-
triebe/Motor dort, wo die Klemmenkastenlage eine Belüftung
durch den Motorlüfter verhindert.
Bei Getrieben mit Motoradapter oder freier Antriebswelle er-
mitteln Sie die Oberflächentemperatur an der Fügenaht zwi-
schen eintriebsseitigem Getriebeflansch und den Anbauten.
Die maximale Oberflächentemperatur ist nach ca. 3 Stunden
unter Volllast erreicht und darf bei höchster Umgebungstem-
peratur den Maximalwert von 90° C nicht überschreiten. Set-
zen Sie bei einer Überschreitung des Maximalwertes den
Antrieb sofort still und nehmen Sie Kontakt mit dem STÖBER
Service auf.
7
Service
7.1 Inspektion und Wartung
WARNUNG!
Explosionsgefahr durch elektrostatische Aufladung!
Reinigen Sie Kunststoffabdeckungen am Getriebe nur
mit einem feuchten Lappen.
Um
einen
sicheren
Explosionsschutzes
zu
vorgegebenen Zeitabschnitten folgende Inspektionen und
Wartungsarbeiten durch:
Täglich bzw. entsprechend dem Staubanfall
Staubablagerungen von der Getriebeoberfläche entfer-
nen (STÖBER empfiehlt Staubablagerungen ab 1 mm Di-
cke zu entfernen)
Alle 500 Betriebsstunden, spätestens alle 3 Monate
Sichtkontrolle der Wellendichtringe auf Leckage durch-
führen
Laufgeräusch auf möglichen Lagerschaden prüfen
Alle 1000 Betriebsstunden
Den Überstand beider Laufringe über der Laufringfas-
sung überprüfen. Wenn Überstand < 2 mm, Laufringe
austauschen (siehe dazu Dokument ID 440226).
Alle 5000 Betriebsstunden, spätestens alle 5 Jahre
Schmierstoff wechseln
Wellendichtringe austauschen
Alle 10000 Betriebsstunden
Wälzlager austauschen
Halten Sie sich bei einem Wechsel des Schmierstoffs an die
Schmierstoff-Spezifikation und Menge, die auf dem Typen-
schild des Getriebes angegeben sind. Mischen Sie keine
Schmierstoffe mit unterschiedlichen Spezifikationen.
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