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Mig-Betrieb; Mig-Funktion; Mma-Schweißen - Parweld Aptm 353C-R Betriebsanleitung

Inhaltsverzeichnis

6.6 MIG-Betrieb

Hinweis: Antriebsrollen und Schweißbrenner müssen für
Drahtdurchmesser und -art geeignet sein.
1. Der optimale Druck für die Leerlaufrolle ist je nach Art des Drahts,
Drahtdurchmesser, Oberflächenbedingungen, Schmierung und
Härte unterschiedlich. In der Regel erfordern harte Drähte einen
größeren Druck und weiche oder Aluminiumdrähte weniger
Druck als werkseitig eingestellt. Die optimale Einstellung für die
Leerlaufrolle kann wie folgt bestimmt werden.
2. Drücken Sie das Ende der Schweißpistole gegen ein festes
Objekt, das elektrisch vom Schweißgeräte-Ausgang isoliert ist,
und drücken den Taster der Schweißpistole einige Sekunden.
3. Wenn sich der Draht verheddert, blockiert oder an der
Antriebsrolle bricht, ist der Druck der Leerlaufrolle zu groß.
Drehen Sie den Einstellknopf 1/2 Umdrehung heraus und
versuchen es erneut. Wenn die Antriebsrolle nur durchdreht,
lösen Sie die Handmutter am mittleren Anschluss und ziehen die
Pistole ca. 15 cm (6") von der Stromquelle weg. Der freiliegende
Draht muss sich leicht wellen. Tut er das nicht, ist der Druck
zu gering. Ziehen Sie den Einstellknopf 1/4 Umdrehung an,
installieren das Pistolenkabel neu und wiederholen die Schritte
oben.
4. Nach dem Auslösen (Trigger) führen Elektrode und
Antriebsmechanismus gegenüber Werkstück und Erdung auch
nach dem Loslassen des Pistolentriggers noch einige Sekunden
Strom.
WARNUNG
Bei Verfahren mit offenem Lichtbogen muss korrekte
Schutzausrüstung für Augen, Kopf und Körper getragen
werden.
5. Draht über Naht positionieren. Das Ende des Drahts kann das
Werkstück leicht berühren.
6. Senken Sie den Schweißhelm, betätigen Sie den Brenner-Trigger
und beginnen zu schweißen. Halten Sie den Schweißbrenner so,
dass der Abstand zwischen Kontaktspitze und Werkstück ca. 10
mm beträgt.
7. Um das Schweißen zu beenden, Brenner-Trigger loslassen
und Schweißbrenner vom Werkstück wegziehen, sobald der
Lichtbogen erloschen ist.
8. Wenn nicht weiter geschweißt werden soll, Ventil an der
Gasflasche (falls verwendet) schließen, Brenner-Trigger kurz
betätigen, um Gasdruck freizusetzen und Maschine ausschalten.
Hinweis: Diese Einstellungen sind lediglich Richtlinien. Material
und Drahttyp, Gestaltung der Verbindung, Passung, Position,
Schutzgas usw. beeinflussen die Einstellungen. Machen
Sie Testschweißungen, um sicherzustellen, dass sie den
Spezifikationen entsprechen.
Die Materialdicke bestimmt die Schweißparameter.
1. Umrechnung der Materialdicke in Stromstärke (A) (0,25 mm = 1
Ampere) 3,2 mm = 125 A
2. Drahtgröße auswählen
Stromstärkebereich Drahtdurchmesser
40 - 145 A
0,8 mm
50 - 180 A
1,0 mm
75 - 250 A
1,2 mm
3. Wählen Sie die Drahtgeschwindigkeit (Stromstärke)
Drahtdurchmesser
Vorschubgeschwindigkeit
0,8 mm
0,05 m/min pro Ampere
1,0 mm
0,04 m/min pro Ampere
1,2 mm
0,025 m/min pro Ampere
Bei einer Materialdicke von 3,2 mm sollte die Stromstärke also 125 A
betragen; bei 1,0-mm-Draht sollte die Drahtvorschubgeschwindigkeit
0,04 X 125= 5 m/min betragen.
Die Drahtgeschwindigkeit (Stromstärke) steuert die Einbrandtiefe der
Schweißnaht
4. Wählen Sie die Spannung. Die Spannung steuert die Höhe und
Breite der Schweißraupe
Niedrige Spannung: Draht bleibt im Werkstück stecken
Hohe Spannung: Schweißbogen ist instabil (Spritzer)
Stellen Sie die Spannung in der Mitte zwischen hoch und niedrig ein.
Und dann nehmen Sie die Feinabstimmung vor.
6.7 MMA-Schweißen
Polarität der Ausgänge
Elektrodenpolarität
MMA-Elektroden werden im Allgemeinen am „+"-Anschluss und die
Werkstückleitung am „–"-Anschluss angeschlossen.
Der Drehverbinder am Drahtvorschub ist ein Plus-Ausgang.
Im Zweifelsfall siehe Dokumentation des Elektrodenherstellers.
Funktion MMA-Schweißen
WARNUNG
Bei Verfahren mit offenem Lichtbogen muss korrekte
Schutzausrüstung für Augen, Kopf und Körper getragen
werden.
Anleitung MMA-Schweißen
Wählen Sie JOB 7, die linke Anzeige zeigt die Stromstärke und die
rechte Anzeige EL an. Mit dem linken Drehknopf (4) können Sie die
Schweißstromstärke, mit F70, F71, F72 MMA-Arc Force, Heißstart
und Arc Force einstellen.
MMA-Schweißen verschiedener Werkstoffe
Hochfeste und legierte Stähle
Die beiden bekanntesten Effekte beim Schweißen solcher Stähle
sind die Bildung einer Härtungszone im Schweißbereich, und,
wenn keine entsprechenden Gegenmaßnahmen ergriffen werden,
das Auftreten von Unternahtrissen in dieser Zone. Härtungszonen
und Unternahtrisse im Schweißbereich können durch Einsatz
der richtigen Elektroden, Vorwärmen, Einstellen höherer
Schweißstromwerte, Verwendung größerer Elektroden, kurze Lagen
für mehr Elektrodenablagerungen oder Vergütung in einem Ofen
reduziert werden.
Manganstähle
Manganstahl wird sehr heiß, kühlt nur langsam ab und wird dadurch
spröde. Aus diesem Grund muss Manganstahl während des
Schweißens kühl gehalten werden, entweder durch Abschrecken
nach jeder Schweißung oder unterbrochenes Schweißen, um die
Wärme zu verteilen.
Gusseisen
Die meisten Arten von Gusseisen lassen sich schweißen, mit
Ausnahme von weißem Gusseisen. Wegen seiner extremen
Sprödheit reißt weißes Gusseisen beim Schweißen. Auch beim
Schweißen von weißem Temperguss können wegen seiner
Porosität, die von dem in dieser Art von Eisen eingeschlossenen
Gas herrührt, Schwierigkeiten auftreten.
Kupfer und Legierungen
Der wichtigste Faktor ist die hohe Wärmeleitfähigkeit von Kupfer,
die bei Werkstücken mit großen Materialstärken ein Vorwärmen
notwendig macht, um eine gute Verschmelzung von Schweißgut und
Grundmetall zu erreichen.
Elektrodenarten
Lichtbogen-Schweißelektroden werden je nach Anwendungsbereich
in verschiedene Gruppen unterteilt. Es gibt eine Vielzahl von
Spezial-Elektroden für industrielle Zwecke, die für die alltägliche
Arbeit nicht von Belang sind. Hierzu gehören wasserstoffarme
Elektroden für hochfesten Stahl, Elektroden auf Zellulosebasis
zum Schweißen von Großrohren usw. Die Elektroden in diesem
Dokument decken die meisten üblichen Anwendungen ab; sie
sind alle einfach zu handhaben und funktionieren auch mit den
einfachsten Schweißmaschinen.
www.parweld.com
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Diese Anleitung auch für:

Aptm 353c-pAptm 353cw-rAptm 353cw-p

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