FB10, FB11, FB12, FB20, FB22
Benutzerhandbuch
6.7 Die Haltegenauigkeit
Haltegenauigkeit im Menü START/STOP- Bremsweg V0>0 in mm eingestellt. Der Abstand bezieht sich
vom Bündigschalter bis zur Ebene.
Sollte der Aufzug trotzdem überfahren oder zu früh halten, dann Bündigschalter oder Bremsweg V0>0
korrigieren. Als nächstes sind alle Haltestellen der Anlage von beiden Richtungen aus anzufahren.
Sollten Halteungenauigkeiten auftreten, sind die Bündigschalter in den betroffenen Haltestellen zu
korrigieren. Hält der Antrieb mit einem Ruck, dann Geschwindigkeit V0 reduzieren.
Fährt der Antrieb zu lange in die Haltestelle ein, dann Geschwindigkeit V0 erhöhen.
6.8 Durchführung der Bremswegoptimierung:
Die Schleichzeit kann durch den Umrichter optimal reduziert werden. Dazu im Menü FAHRKURVE-
Verzögerungsweg die entsprechende Geschwindigkeit auf –Messfahrt- ändern. Welche der
angebotenen
Bremswegoptimierungen
anzuwählen
ist,
hängt
davon
ab,
mit
welcher
Geschwindigkeitsvorwahl die Normalfahrt durchgeführt wird. Danach wird eine Normalfahrt durchgeführt.
Nach erfolgreichem Abschluss der Fahrt steht der Parameter Verzögerungswegoptimierung auf EIN. Bei
zukünftigen Fahrten wird der Verzögerungspunkt der Steuerung ignoriert und erst mit zeitlicher
Verzögerung darauf reagiert. Der Einfahrweg reduziert sich auf ein Minimum.
6.9 Der Fahrkomfort
Tritt beim Umsetzen von der Beschleunigungsfahrt in die Konstantfahrt ein Ruck auf, so kann die
Veränderung der Ruckbeschleunigung im Menü FAHRKURVE korrigiert werden. Je kleiner der
eingetragene Wert, desto weicher ist die Verrundung. Das gleiche gilt analog für den Übergang von
Konstantfahrt auf Verzögerungsfahrt durch den Parameter Ruckverzögerung.
Bei Schwingungen oder Motorgeräusche Menü REGELPARAMETER –Dämpfung- erhöhen. Die
Dämpfung ist in fünf Bereiche unterteilt, Anfahren, Beschleunigung, Fahrt, Verzögerung und Einfahren.
Für jeden dieser Teilbereiche ist ein Dämpfungsparameter zugeordnet. Durch erhöhen des jeweiligen
Dämpfungsparameter können Schwingungen zielgerichtet kompensiert werden. Dämpfung nicht zu hoch
einstellen, sonst überschwingt/ schaukelt der Antrieb.
6.10 Die Direkteinfahrt
Beim direkten Einfahren fährt der Aufzug ohne Schleichfahrt direkt in die Etage ein. Im Menü
START/STOP –Direkteinfahrt- auf EIN ändern. Diese Einstellung ist nur zu empfehlen, wenn die
vorhandene Prozessorsteuerung in der Lage ist, den errechneten Verzögerungspunkt ohne zeitlichen
Verzug an die Regelung weiter zu geben. Geringfügige Abweichungen in diesem Vorgang führen
zwangsläufig zu Halteungenauigkeiten. Voraussetzung für die Aktivierung der Direkteinfahrt ist, dass
vorher eine Bremswegoptimierungsfahrt durchgeführt wurde.
Direkteinfahrt –ohne V0-
Bei dieser Art der Direkteinfahrt endet die Verrundung der Fahrkurve exakt in der Ebene. Dies erfordert
ein hohes Maß an Genauigkeit der Verzögerungspunkte und wird mit einer digitalen Schachtkopierung
erreicht.
Voraussetzung
für
die
Aktivierung
der
Direkteinfahrt
ist,
dass
vorher
eine
Bremswegoptimierungsfahrt durchgeführt wurde.
Um Signallaufzeiten auszugleichen muss für jede Geschwindigkeit der Bremsweg V0>0 separat
angegeben werden!
Die Bremswegoptimierungen kann temporär von der Steuerung mit dem programmierbaren Eingang
deaktiviert werden. z. B. bei Verlust der Schachtinformation!
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Version 9.2