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Rohde & Schwarz RSC Bedienungsanleitung Seite 56

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toleriert sind. Bei hohen Dämpfungen, d. h. bei sehr kleinen Ausgangsspannungen,
setzt eine exakte Teilung außerdem noch voraus, dass vom Eichleitungseingang
keine Energie unter Umgehung der Eichleitung an den Ausgang gelangt. Diese
Voraussetzung erfüllt die Eichleitung durch die sorgfältige Schirmung.
Trotzdem kann der Fall eintreten, dass bei hohen Dämpfungen am Ausgang der
Eichleitung eine höhere Spannung steht, als sich aus der eingeschalteten Dämp-
fung errechnen lässt oder sich eine extrem kleine Spannung nicht realisieren lässt,
obwohl eine entsprechende Dämpfung eingeschaltet ist. Der Grund für diese
Erscheinung ist eine Störspannung, die am Eingangswiderstand des Messempfän-
gers wirksam wird. Die Ursache für ihre Entstehung liegt nicht an der Eichleitung,
sondern an ihren äußeren Verbindungen mit anderen Geräten. Daher muss diesen
Verbindungen besondere Aufmerksamkeit zugewendet werden. Bei Gleichstrom
und niedrigen Frequenzen (< 100 kHz) darf unter keinen Umständen eine leitende
Parallelverbindung zwischen Ausgang und Eingang auftreten, sonst erhält man
eine Kopplung des zum Generator zurückfließenden Stroms auf den Ausgang.
Diese Forderung läuft darauf hinaus, dass man bei großen Dämpfungen entweder
den Generator bzw. den Empfänger aus Batterien speist oder potentialtennende
Mittel einsetzt.
Zwei Arten von Störspannungen können in Bezug auf die Frequenz unterschieden
werden. Die eine Art hat die gleiche Frequenz wie die Signalspannung und ist des-
halb sowohl bei Breitbandmessungen als auch beiselektiven Messungen wirksam.
Die andere stammt aus dem Netz und hat eine Frequenz von 50 Hz und deren
Harmonische. Deshalb wird diese Störung von Breitbandvoltmetern stets ange-
zeigt, während sie sich bei einer selektiven Messung nur dann auswirkt, wenn der
Empfänger auf Netzfrequenz oder deren Harmonische abgestimmt ist.
Störspannungen der erstgenannten Art, also gleiche Frequenz wie die Nutzspan-
nung, lassen sich ausreichend gering halten, wenn man den Kopplungswiderstand
möglichst klein und den Rückflusswiderstand möglichst groß macht. Einen kleinen
Kopplungswiderstand erreicht man durch möglichst kurze Kabel mit einwandfreien
Außenleitern. Während bei relativ niedrigen Frequenzen (etwa bis 100 MHz) Kabel
mit Kupfergeflecht als Außenleiter noch anwendbar sind, empfiehlt sich bei höheren
Frequenzen die Verwendung von Kabeln mit Wellrohrmantel. Auch einwandfreie
Steckverbindungen sind für einen kleinen Kopplungswiderstand notwendig. Einen
hohen Rückflusswiderstand erreicht man durch Einfügen passender Drosseln (Dr)
in die Versorgungsleitung aus dem Netz wie das ​
zu beachten, dass die Störspannung auch von der Höhe der Eingangsspannung
abhängt. Deshalb muss diese möglichst klein gehalten werden.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
Störspannungen
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zeigt. Schließlich ist auch
Anwendung
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