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Bedienungsanleitung für Bremsenentlüfter Best.-Nr. 21558 Mode d‘emploi pour Purgeur circuit de freinage Ref. No. 21558...
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Vor Inbetriebnahme bitte Anleitung sorgfältig lesen 1) Dieses Set besteht aus: • 1 Druckflasche • 1 Schraubverschluss mit Anschluss-Schlauch • 1 Schlauch 3,5 mm x 300 mm • 1 Schlauch 5,4 mm x 300 mm • 1 Schlauch 5,4 mm x 180 mm • 1 Schraubverschluss 25 mm mit Dichtung für Lockheed-Systeme • 1 Schraubverschluss 27 mm mit Dichtung für VAG-Systeme • 1 Schraubverschluss 44/45 mm mit 2 Dichtungen für Girling- und ATE- Systeme (für 44 mm dünne Dichtung einsetzen, für 45 mm dicke Dichtung) • 1 Schraubverschluss 26 mm mit Dichtung für einige Girling-Systeme Die beiliegenden Schraubverschlüsse passen für fast alle Fahrzeuge. Verschlüsse für andere Systeme sind separat erhältlich (siehe nächste Seite). 2) Wichtige Hinweise, bitte unbedingt beachten: a) ...
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e) S chmutz, Lösungsmittel, Reiniger, Mineralöl oder Wasser im Hydrau- liksystem gefährden die korrekte Funktion von Bremse oder Kupplung. Achten Sie darauf, die Bremsflüssigkeit nicht zu verunreinigen. f) S tellen Sie sich vor Arbeitsbeginn einen passenden Ablaufschlauch und geeignetes Gefäß bereit, mit dem die alte Flüssigkeit aufgefangen wird. Suchen Sie den passenden Deckel aus, für „exotische“ Deckelgewinde gibt es Hinweise unter Punkt 6. g) B remsflüssigkeit greift den Lack an. Um Schäden zu vermeiden, muss die Dichtigkeit der Druckflasche wie in 1) beschrieben geprüft werden und das Auffanggefäß für die alte Flüssigkeit kippsicher aufgestellt werden. Prüfen Sie auch den korrekten Sitz des Deckels auf dem Hauptbrems- bzw. Kupp- lungsgeberzylinder. Spritzer von Bremsflüssigkeit mit Lappen aufnehmen (entsorgen) und mit Wasser nachwaschen. h) B ei einigen Fahrzeugen werden die Bremsbeläge vor dem Entlüften einge- stellt, befolgen Sie bitte die Hinweise des Fahrzeugherstellers. 3) Arbeitsanleitung a) E ntfernen Sie den Deckel des Hauptbrems- bzw. Kupplungsgeberzylinders, verbinden Sie den Schlauch der Druckflasche mit der passenden Schraub- kappe (siehe Zeichnung) und schrauben Sie die Schraubkappe auf. b) P rüfen Sie den Druck in dem Reserverad, das den Druck liefert und verbinden Sie die Druckflasche mit dem Reifenventil. Setzen Sie nun das gesamte System unter Druck um eventuelle Lecks zu entdecken. c) N achdem das System rundherum dicht ist, wird nun die alte Bremsflüssig- keit aus dem System entfernt, damit sich die alte und die neue Bremsflüs- sigkeit nicht miteinander mischen. Stecken Sie einen passenden Schlauch auf den Entlüftungsnippel und öffnen Sie eine der Entlüftungsschrauben ...
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d) E ntfernen Sie nun den Luftschlauch vom Reifen und füllen Sie die Druck- flasche mit der erforderlichen Menge frischer Bremsflüssigkeit. e) S orgen Sie für senkrechten, sicheren Stand der Druckflasche während der folgenden Arbeitsschritte. f) V erbinden Sie nun die Druckflasche wieder mit dem Reifen. Bitte beachten Sie den Maximaldruck von 1,4 bar (20 psi). Dieser Druck darf nicht überschritten werden. Der Druck kann mit den Einstellrad am Deckel eingestellt werden. Beachten Sie ggf. auch Herstellerangaben! g) B eginnen Sie mit dem Entlüfternippel, der am weitesten vom Hauptbrems- zylinder entfernt ist. Im Zweifelsfalle konsultieren Sie eine Wartungsanlei- tung um die richtige Entlüftungsreihenfolge festzulegen. h) Ö ffnen Sie den Entlüftungsnippel bis die Bremsflüssigkeit klar und bla- senfrei austritt. Achten Sie auf ausreichende Öffnung des Entlüftungsnip- pels um der Flüssigkeit freien Fluss zu ermöglichen. i) W iederholen Sie den Vorgang nacheinander an allen Entlüftungsnippeln. Gehen Sie so vor, dass die beiden Bremskreise (soweit vorhanden) nach- einander entlüftet werden. Die Druckflasche sollte genug Bremsflüssigkeit enthalten, um das gesamte System zu befüllen. Wenn der Flüssigkeitsvor- rat während der Arbeit bis zur Minimumsmarkierung absinkt, so trennen Sie die Druckflasche von der Druckluft und füllen Bremsflüssigkeit nach. Sollte während des Entlüftens der Vorratsbehälter leer gelaufen und Luft ins System gekommen sein, muss der Entlüftungsvorgang mindestens für den leer gelaufenen Bremskreis komplett wiederholt werden. 4) Spezialfälle Wenn sich der Auslass des Hauptzylinders nicht oberhalb des Einlass befin- det, kann Luft im System verbleiben. Den größten Teil dieser Luft entfernen Sie durch einige Pumpbewegungen mit dem Pedal, es ist jedoch besser, das ...
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falls das Fahrzeug nicht angehoben werden kann. Falls der Entlüftungsnip- pel nicht oben auf dem Radzylinder sitzt, muss der Zylinder während des Entlüftens in der Endstellung stehen. Die Bremseneinsteller am Radzylinder müssen während des Entlüftens korrekt eingestellt sein. Die Entlüftungsnippel sollen immer völlig geöffnet werden, wenn Sie mit Hilfe der Druckflasche entlüften. So können die Radzylinder in Endstellung gehen, weil anders als bei der Pedal-Pump-Methode keine Luft in das Sys- tem zurückgesaugt wird. 5) Geteilte Systeme und Zweikreissysteme Zweikreisbremszylinder Bei manchen Systemen ist es erforderlich, beide Kreise gleichzeitig zu entlüften (gewöhnlich vorne und hinten). Öffnen Sie beide Entlüftungsnip- pel und regulieren Sie den Fluss indem Sie die Druckluft anklemmen oder abklemmen. Bremssystem mit 2 Reservoirs und verbundenem Bremsservo Entscheiden Sie mit Hilfe des Werkstatthandbuchs welches Reservoir den verbundenen Servo oder den Hauptbremszylinder versorgt. Vacuumservo Belüften Sie den Servo indem Sie die Bremse mehrmals bei stehendem Motor betätigen, bevor Sie die Druckflasche anschließen, es sei denn der Fahrzeughersteller empfiehlt ein anderes Verfahren. Nachdem alle Hydrau- likleitungen entlüftet sind, trennen Sie die Druckflasche von der Druckluft. Dann erst lösen Sie die Kappe vom Hauptbrems- bzw. Kupplungsgeberzylin- der. Wenn Sie jetzt das System entlüften soll der Luftdruck nicht über 1,4 bar (20 psi) betragen. Der Druck kann mit den Einstellrad am Deckel eingestellt werden. Beachten Sie ggf. auch Herstellerangaben! Auch hier muss geprüft werden, ob alle Anschlüs- se luftdicht sind bevor Sie die Bremsflüssigkeit in die Druckflasche füllen.
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6) Weitere Hinweise und Tipps Einige Bremsen sind schwierig zu entlüften, aber auf jeden Fall bringt die Arbeitsmethode mit der Druckflasche immer bessere Ergebnisse als die herkömmliche „Zwei-Personen-Methode“. Die folgenden Tipps stammen von Bremsenherstellern oder von Praktikern. Achten Sie immer darauf, dass an allen 4 Rädern entlüftet wird. Verwenden Sie immer frische Bremsflüssigkeit und niemals solche, die schon einmal durch die Bremsleitungen geflossen ist. Wenn nach der Entlüftung mit der Druckflasche das Bremspedal schwammig reagiert, wiederholen Sie die Entlüftung, wobei Sie jedoch das Bremspedal mehrmals betätigen. Sie kombinieren also die Druckflaschenentlüftung und die „Zwei-Personen-Methode“. Bei einigen Fahrzeugen (besonders bei Mini) ist es schwierig, das Bremssys- tem zu entlüften, nachdem ein neuer Hauptbremszylinder eingebaut wurde. Hier ist es empfehlenswert, zunächst nur den HBZ alleine zu entlüften und dann erst die Bremsleitungen anzuschließen und das ganze System zu entlüften.Bedenken Sie, dass bei Reparaturen am Bremssystem falsche Teile eingebaut sein könnten oder richtige Teile falsch montiert sein könnten. Der empfohlene Druck von 1,4 bar (20psi) ist die zulässige Obergrenze. In manchen Fällen reicht ein wesentlich niedrigerer Druck, bis hinunter zur Hälfte dieses Werts. Der Druck kann mit den Einstellrad am Deckel eingestellt werden. Beachten Sie ggf. auch Herstellerangaben! Falls keine passende Schraubkappe für den Hauptbrems- bzw. Kupplungsgeberzylinder zur Verfügung steht, hilft folgendes Verfahren: Beschaffen Sie zunächst eine passende Ersatz- Verschlusskappe. Bohren Sie ein Loch mit 10 mm (3/8") Durchmesser in die Kappe. Das kleine Luftloch in der Kappe muss entweder verschlossen werden oder es wird gleich mit durchgebohrt. Eine weitere Alternative besteht in der Verwendung eines Universalverschlusses, der mit Bändern auf dem HBZ gehalten wird (siehe nächste Seite).
7) Sicherheitshinweise Bremsflüssigkeit ist ätzend, giftig und gefährdet die Gesundheit. Sie muss von Kindern ferngehalten werden. Füllen Sie Bremsflüssigkeit niemals in Gefäße, Flaschen usw., die mit Getränkeflaschen oder Haushalts- verpackungen verwechselt werden könnten. Möglichst im Originalgebinde lassen, wegen extremer Feuchtigkeitsaufnahme immer luftdicht verschlos- sen aufbewahren. Umfüllen ist nur in zugelassene Gefäße mit entsprechenden Warnhinweisen zulässig. Bremsflüssigkeit darf nicht verschluckt werden. Falls das doch geschieht, muss sofort ärztliche Hilfe gesucht werden. Zeigen Sie dem Arzt den Originalbehälter der Flüssigkeit. Vermeiden Sie den Kontakt von Bremsflüssigkeit mit Haut oder Augen. Falls Sie doch mit Bremsflüssigkeit in Kontakt kommen, sofort mit reichlich kla- rem Wasser spülen. Bei der Arbeit muß eine Schutzbrille getragen werden. Wenn Bremsflüssigkeit auf den Autolack spritzt, muß sofort mit reichlich klarem Wasser nachgespült werden, um Schäden zu vermeiden. Nach jeder Arbeit am Bremssystem: Prüfen Sie vor der ersten Fahrt die Bremse im Stand durch mehrmaliges kräftiges und längeres Treten auf das Pedal. Wiederholen Sie das auch bei laufendem Motor, um die Servounterstützung zu prüfen. Dabei darf das Pe- dal unter Druck keinesfalls nachgeben, andernfalls liegt ein Defekt vor, der lebensgefährlich sein kann und zwingend vorher behoben werden muss.
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Bördergerät für Bremsleitungen kpl. Satz im Kunststoffkoffer Für metrische (6, 8, 10, 12 mm) und zöllige (3/16, 1/4, 5/16, 3/8, 1/2“) Leitungen geeignet. Mit diesem Gerät können Konvex & Doppelbördelungen nach DIN & SAE angefertigt werden. Die verschiedenen Bördelungen sind auf einem drehbaren Dornenkopf ange- bracht. Durch Hebel, Spannfutter und Dornenkopf mit automatischer Rück- holung wird eine einfache Bedienung gewährleistet. Beschichtete Leitungen werden nicht beschädigt, das Aufbrechen der Leitungen wird durch geradlinige Bördelbewegung verhindert. Somit werden schnelle und präzise Arbeitsergeb- nisse erzielt. Best.-Nr. 489143 Outil à brider pour conduites de freins, métrique (6, 8, 10, 12 mm) et en pouce (3/16, 1/4, 5/16, 3/8, 1/2»). Permet de faire des évasements doubles et convexes selon la norme DIN & SAE. Les différents évasements se trouvent sur la tête pivotante. Cet outil est facile à utiliser et les conduites de frein ne sont pas abimées. Les résultats obtenus sont très précis et rapides. Ref. No. 489143...