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Vorbereitung
4.1
Probenvorbereitung
Bereiten Sie immer nur eine Probe für die Messung vor. Dadurch wird vermieden, dass die Probe
Feuchtigkeit mit der Umgebung austauschen kann. Müssen mehrere Proben gleichzeitig entnommen
werden, so sollten diese in luftdichte Behälter verpackt werden, damit deren Eigenschaften sich während
der Lagerung nicht verändern. Verteilen Sie die Probe gleichmäßig und dünn auf der Probenschale, um
reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten.
Durch ungleichmäßiges Aufbringen kommt es zu einer inhomogenen Wärmeverteilung in der zu
trocknenden Probe, was eine unvollständige Trocknung oder eine Verlängerung der Trocknungszeit zur
Folge hat. Durch eine Anhäufung der Probe erfolgt eine stärkere Erwärmung an den oberen Schichten,
was folglich zu Verbrennungen oder Verkrustungen führt. Eine zu große Schichtdicke oder eventuell
entstehende Verkrustung verhindert das Entweichen der Feuchtigkeit aus der Probe. Diese Restfeuchte
hat zur Folge, dass so ermittelte Messergebnisse nicht nachvollziehbar und reproduzierbar sind.
4.2
Werkzeuge für die Probenvorbereitung
Bei der Probenvorbereitung angewandte Werkzeuge und Instrumente sind für die Genauigkeit und
Zuverlässigkeit der Messung ausschlaggebend. Gemieden werden sollten Werkzeuge, die in ihren
Eigenschaften wärmeleitend sind, d. h. sie können Wärme an die Probe abgeben. Durch die
unsachgemäße Handhabung und Vorbereitung der Probe wird das Endergebnis der Messung verfälscht.
4.3
Alu-Einweg-Probenschale
Um den Feuchteanteil der Probe messen zu können, sollte die Probe gleichmäßig auf der Probenschale
verteilt werden und anschließend in die Trocknungskammer vom Feuchtebestimmer eingesetzt werden.
Das Wiederverwenden einer Probenschale kann durch die anhaftenden Rückstände das Endergebnis der
Messung verfälschen.
4.4
Verteilung der Probe
ACHTUNG:
Die Proben sollten 8 mm Dicke und 90 mm Durchmesser nicht überschreiten.
Die Überschreitung der vorgeschriebenen max. Höhe der Probe kann zur Verbrennung oder zum
Verkrusten der Probe führen.
Die Probe sollte möglichst gleichmäßig auf die Probenschale aufgetragen werden, am Besten in
2 ... 5 mm dicken Schichten.
Achten Sie darauf, dass der Temperaturfühler, der sich im Deckel des Feuchtebestimmers
befindet, nicht die Probe berührt, da dies das Ergebnis verfälscht.
Feststoffe:
- Verteilen sie pulvrige und körnige Proben gleichmäßig auf Probenschale.
- Zerkleinern Sie grobkörnige Proben mit einem Mörser o. Ä.. Vermeiden Sie beim Zerkleinern der
Probe jegliche Wärmezufuhr, da dies zu Feuchteverlust führt.
Flüssigkeiten:
Für Flüssigkeiten, Pasten oder schmelzende Proben empfiehlt es sich, den Glasfaserfilter zu verwenden.
BETRIEBSANLEITUNG
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