1.3 Leistungsverstärker
Breitbandigkeit,
Verzerrungsarmut,
Entwicklungsziele, die wir mit der Endverstärkerschaltung des A3NG realisiert haben. Darüber hinaus sind
Schutz gegen Kurzschluß und Übertemperatur selbstverständliche Eigenschaften, welche die Schaltung im
Sinne größter Betriebssicherheit mitbringen muß. Für die beim A3NG angestrebte Leistungsklasse haben wir
eine integrierte Schaltung gefunden, in der alle diese Eigenschaften in idealer Weise vereint sind. Um
gegenseitige Beeinflussung von Endstufe und Vorverstärker zu eliminieren, erfolgt die Versorgung des
Endverstärkers über ein eigenes Netzteil mit 300 VA Ringkerntrafo und über 40.000 F Siebkapazität.
Die diskret aufgebaute Eingangsstufe entkoppelt das Signal von der Vorstufe und fügt ihm eine genau
dosierte, in langen Hörtests ermittelte Portion Oberwellen hinzu, bevor das Signal zu den
Leistungsverstärkern weiter gegeben wird. - Oberwellen sind eigentlich Verzerrungen, die im Allgemeinen
bei der Musikübertragung unerwünscht sind, aber...: Beim Musik hören zu Hause fehlt dem Hörer im
Gegensatz zum Live-Konzert der optische Eindruck des Geschehens. Das Erleben der Musik spielt sich
allein auf akustischer Basis ab. Informationen über die Position einzelner Ensemble-Mitglieder, über Ihre
Instrumente, über den Raum, in dem sich alles abspielt sind nicht direkt zugänglich.
Wir haben festgestellt, daß eine bestimmte Art von Klirr, die dem Musiksignal zugesetzt wird durchaus
hilfreich sein kann, die fehlenden optischen Eindrücke zu ersetzen:
Der Klirr muß sehr subtil sein, damit er vom Hörer nicht als Verfälschung empfunden wird.
•
Das bedeutet, daß der absolute Wert deutlich unterhalb des Prozentbereichs bleiben muß.
Die dominanten Oberwellen müssen möglichst nahe an der jeweiligen Grundwelle liegen.
•
Dadurch werden Stimmen und einzelne Instrumente hervorgehoben, ohne daß sich durch
unnatürlich weit weg liegende Frequenzen oder Intermodulation mit anderen Instrumenten
eine für die Lokalisation und den natürlichen Klangeindruck schädliche Wirkung ergibt.
Der Oberwellengehalt sollte mit steigender Lautstärke ansteigen. Damit bleibt der
•
Klangeindruck unabhängig von der Lautstärke immer gleich und wird nicht durch
lautstärkeabhängige Verdeckungseffekte des Ohrs moduliert.
Die musikalisch wichtigen Klirranteile erzeugt der A3NG in der (von der Ausgangsleistung unbeeinflußten)
Eingangsstufe und mischt sie dem Originalsignal zu, bevor dieses zu den Leistrungsverstärkern weiter
geleitet wird. Dadurch ist gewährleistet, daß er an allen Lautsprechern seinen Klangcharakter behält und
sich nicht von niederimpedanten Lasten einen (oft als angestrengt empfundenen) Klang aufzwingen läßt.
1.4 Tunerkarte (Option)
Der Tuner des A3NG empfängt analoges UKW und über einen zweiten Antenneneingang auch DAB. Durch
seine hohe Empfindlichkeit kann der Tuner in vielen Fällen mit einer Zimmerantenne betrieben werden.
Gleichzeitig ist das Frontend so übersteuerungsfest, daß bei Kabelbetrieb keine klangschädigende
Übersteuerung auftritt.
Der Stereo-Decoder wurde auf optimale Kanaltrennung und Rauscharmut ausgelegt. Er ist im
Zusammenspiel mit dem präzisen Frontend für das wohldefinierte, klare Klangbild des Tuners verantwortlich.
Beim DAB-Empfang übernimmt ein hochwertiger Signalprozessor in Verbindung mit einen präzisen D/A-
Wandler die Aufbereitung des Signals.
Der RDS-Teil arbeitet prozessorgesteuert und übermittelt wahlweise den Sendernamen oder den Radiotext
mit ergänzenden Informationen zum laufenden Programm.
Der Senderspeicher mit 50 Plätzen merkt sich nicht nur die Frequenz, sondern bei UKW-Sendern auch die
individuelle Einstellung (mono/stereo) für jeden Sender.
1.5 Phonokarte (Option)
Mit der Phonokarte können Plattenspieler direkt an die V4 NG angeschlossen werden. Eine exakte RIAA-
Entzerrung mit eng tolerierten Bauteilen, extrem rauscharme spezielle Verstärker-Ics und eine Reihe
individueller Anpaßmöglichkeiten gewährleisten optimalen Musikgenuss sowohl bei Plattenspielern mit MM-,
als auch mit MC-Systemen.
geringer
Rauschpegel
5
und
hoher
Dämpfungsfaktor
sind
die