3.3 Prinzip der Methode
Das HI 84529 kann je nach
Anwendung
angepasst werden. Proben können über das Volumen oder die Masse,
verdünnt oder nicht verdünnt (nur im niedrigen Bereich) und zu einem fixen Endpunkt, welcher einstellbar ist,
titriert werden.
Die Methode für titrierbare
Säure in
Milchprodukten basiert auf einer Neutralisierungsreaktion, bei der in der
Probe enthaltene Säuren (z.B. Milchsäure) mit einer Base (z.B. Natriumhydroxid) Wasser produzieren.
+
-
H
+ OH
→ H
O
2
In einer idealen Lösung, korrespondiert der Endpunkt einer Säuretitration stöchiometrisch zu der kompletten
Neutralisation enthaltener Säuren. Dieser Endpunkt wird visuell mithilfe eines Farbindikators (z.B.
Phenolphthalein) detektiert, was aber in trüben oder gefärbten Proben oft sehr schwierig ist. Das HI 84529
umgeht dieses Problem durch die Titration zu einem fixen Endpunkt.
Dieses
ist für zwei Konzentrationsbereiche:
Hoch (High Range) und Niedrig (Low Range) möglich. Für eine präzise Analyse müssen die Probengröße und das
Volumen und die Konzentration des Titranten bekannt sein.
Der HI 84529 Minititrator für titrierbare Säure in Milchprodukten
besticht durch
eine einfache
Probenvorbereitung, eine qualitativ hochwertige Dosierpumpe für die
Titrantenzugabe und eine
potentiometrische Endpunktbestimmung mit sofortiger
Berechnung. Um die hohe Genauigkeit zu erreichen ist
eine einfach Pumpenkalibrierung erforderlich. Die Pumpenkalibrierung nutzt eine bekannte Konzentration einer
bekannten Lösung um die Änderungen im Dosiersystem zu kompensieren. Diese Prozedur sollte regelmäßig
wiederholt werden.
Bedienungsanleitung HI 84529
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Version 1/2016