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HomeMatic HM-Sen-RD-O Schnellstartanleitung Seite 2

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56 | Hausautomation
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dem eine individuelle Filterzeit eingestellt werden. Die
Filterzeit definiert einen Zeitraum, über den zunächst
Regen erkannt werden muss, bevor ein Schaltbefehl
an ein angelerntes Gerät ausgesandt wird. Dies ver-
hindert, dass bereits kurze Feuchtigkeitseinwirkungen
(z. B. Wasserspritzer) eine Aktion auslösen können.
Eine integrierte Sensorheizung sorgt für schnelles
Abtrocknen der Sensorfläche. Dadurch wird z. B. Be-
tauung (Nebel) oder Vereisung vorgebeugt und das
unbeabsichtigte Auslösen von Einschaltbefehlen ver-
mieden. Ist der Sensor allein an HomeMatic-Aktoren
angelernt, ist die Heizung ständig eingeschaltet. Beim
Anlernen an eine Zentrale des HomeMatic-Systems
hingegen kann die Heizung auch über einen Zentra-
lenbefehl abgeschaltet werden. Sie wird jedoch nach
einem eventuellen Stromausfall stets wieder automa-
tisch eingeschaltet.
Über das mit dem Sensor mitgelieferte Montagema-
terial ist der Sensor einfach an einer Wand, auf einer
waagerechten Fläche oder an einem Mast montierbar.
Bedienung
Als Bedienelement zur Programmierung und zur manu-
ellen Bedienung ist ein Konfigurationstaster vorhan-
den, weitere Bedienelemente sind nicht notwendig.
Wie bereits erwähnt, kommen als sinnvolle An-
lernpartner vor allem Geräte wie die WinMatic oder
Schaltaktoren infrage. Mit der HomeMatic-Zentrale
oder den Konfigurationsadaptern lassen sich dabei
die vielfältigen Verknüpfungen und Programme in der
gewohnt einfachen Weise erstellen und auch die er-
wähnte Filterzeit bestimmen und die Heizung tempo-
rär abschalten.
Über ein kleines Sichtfenster im wasserdichten Ge-
häuse kann man auch von Weitem die LED-Anzeigen
des Geräts sehen: Eine grüne Anzeige signalisiert er-
kannten Niederschlag, die Duo-LED darunter dient wie
allgemein bei HomeMatic-Geräten üblich, der Konfigu-
ration und zur Meldung von Fehlerzuständen.
Die weiteren Einzelheiten der Bedienung sind der
mitgelieferten Bedienungsanleitung zu entnehmen.
Schaltung
Die Schaltung des HomeMatic-Regensensors
gliedert sich in 2 Teile, zum einen in eine Steuerpla-
tine mit dem Mikrocontroller, dem Transceiver-Modul
und der Spannungsregelung und zum anderen in die
Sensorplatine, die den Sensor und die Sensorheizung
aufnimmt.
Steuerplatine
Die Spannungsversorgung der Steuer- und Sensorpla-
tine erfolgt über den Schaltregler vom Typ LM2675M-
ADJ (IC2). Dieser verfügt über einen hohen Wirkungs-
grad und wird von der Eingangsspannung gespeist, die
über die Schraubklemme KL1, die reversible Sicherung
R9 und die Verpolungsschutzdiode D3 vom Typ SM4001
herangeführt wird. Der Ist-Wert der Ausgangsspan-
nung von 3 V wird über den Spannungsteiler (R10 bis
R12) auf den Feedback-Eingang an Pin 4 (FB) geführt
und mit der internen Referenzspannung von 1,21 V
(Soll-Wert) verglichen.
Als Herzstück der Schaltung kommt der Mikrocon-
www.elvjournal.de
troller STM8L151C8U6 (IC1) der Firma ST zum Einsatz,
er erfordert nur eine minimale Außenbeschaltung. Die
Kondensatoren C1 bis C7 dienen der Störunterdrü-
ckung. Die grüne LED D1 sowie die Duo-LED D2 sind
über die Vorwiderstände R1 bis R3 mit dem Mikrocon-
troller verbunden. Der Taster TA1 hat die Bedienung
der Schaltung zu Anlern- und Konfigurationszwecken
zur Aufgabe, C8 arbeitet hier als Abblockkondensator.
Die Kommunikation mit anderen HomeMatic-Gerä-
ten übernimmt das bewährte Transceiver-Modul TRX1.
Die Kondensatoren C9 und C10 dienen der Störabblo-
ckung und der Pufferung, der Widerstand R4 als Pull-
up-Widerstand.
Die Auswertung des Regensensors geschieht über
den internen A/D-Wandler des Mikrocontrollers. Dabei
wird der Sensor mit einem Pull-up-Widerstand R7 und
dem Kondensator C11 zur Störunterdrückung beschal-
tet. Die Sensorheizung wird mit T1 durch den Mikro-
controller IC1 geschaltet.
Sensorplatine
Auf der Oberseite der Sensorplatine sind 2 Leiterbah-
nen in einer Kammform aufgebracht. Die eine Leiter-
bahn befindet sich auf GND-Potential, die andere auf
Betriebsspannungspotential, sie ist gleichzeitig mit
dem Mikrocontroller verbunden. Stellt ein Regentrop-
fen eine leitende Verbindung zwischen den beiden
Leiterbahnen her, so wird dies durch den A/D-Wandler
des Mikrocontrollers erkannt und ausgewertet.
Die Unterseite der Sensorplatine besteht aus ei-
ner Anordnung von parallel geschalteten Widerstän-
den (R50 bis R69), die als Sensorheizung zum Einsatz
kommen. Diese Widerstände sind so dimensioniert,
dass sie bei angelegter Spannung von 3 V im mitt-
leren Bereich des für sie erlaubten Leistungsbereichs
von 0,125 W betrieben werden. Die so erzeugte Wärme
wird durch die optimale Platzierung auf der Platinen-
unterseite auf die gesamte Sensorplatine verteilt.
Nachbau
Steuerplatine
Da alle SMD-Bauteile bereits bestückt sind, sind nur
(Bild 1)
noch wenige bedrahtete Komponenten zu bestücken.
Bevor damit begonnen wird, sollte eine Kontrolle der
vorbestückten Platine auf Bestückungs- und Lötfehler
anhand Platinenfoto, Bestückungsplan
Stückliste erfolgen.
(Bild 2)
und
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