Workflow-Anleitung zu den Fairlight Steuerelementen
In diesem Abschnitt wird ein elementarer Workflow vorgestellt, der Ihnen als Starthilfe beim Verfeinern
und Aufbereiten Ihres Tonmixes mit Fairlight dienen soll.
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Als ersten Schritt zur Optimierung Ihres Mixes normalisiert man in der Regel sämtliche Eingaben, um
diese mit maximaler Pegelstärke in den Mix einzubringen, ohne sie zu übersteuern. Normalerweise
geschieht das, indem man den Pegel der Eingabeverstärkung für jeden Eingang anhebt oder senkt,
bis die Signalspitzen auf der Pegelanzeige des Kanalzugs etwas unter 0 dB liegen.
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Um eine der Mono-Eingaben in zwei separate Kanäle für eine Stereoausgabe zu trennen, navigieren
Sie über das Zahnradsymbol unter „Einstellungen" zur „Audio"-Registerkarte. Aktivieren Sie die
Kontrollkästchen für alle Eingaben, die Sie in Stereo umändern wollen. Klicken Sie zur Bestätigung
auf „Fertig".
TIPP Um eingehende Mono-Signale in zwei separate Kanäle aufzusplitten, tun Sie das am
besten, bevor Sie die Signaleingabe wie in Schritt 1 beschrieben normalisieren. So können Sie
beide Kanäle nach ihrer Trennung normalisieren.
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Klicken Sie dann auf den EQ-Indikator unter dem jeweiligen Eingabepegel-Steuerelement und
ändern Sie die Vorgaben zur Entzerrung einzelner Eingaben. Die Fenster können Sie bei Bedarf neu
positionieren oder schließen.
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Öffnen Sie nach erfolgtem Einstellen des EQ die Dynamik-Steuerelemente der einzelnen Eingaben,
indem Sie auf den jeweiligen Dynamik-Indikator klicken. Nehmen Sie die zur generellen Verbesserung
und Verfeinerung des Eingabetons erforderlichen Änderungen an der Dynamik vor.
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Jetzt wo EQ und Dynamik für alle Eingänge vorgegeben sind, öffnen Sie die EQ-Steuerelemente für
die Master-Ausgabe und verfeinern Sie den finalen Audiomix.
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Öffnen Sie anschließend die Dynamik-Steuerelemente der Master-Ausgabe und nehmen Sie ggf.
erforderliche Änderungen zur Verbesserung der finalen Ausgabe vor.
Nachdem alle Fairlight Steuerelemente eingestellt sind, können Sie anhand der Audiomixer-Fader die
Pegel für Ihren Live-Mix durch Anheben oder Absenken optimieren und bei Bedarf im Produktionsverlauf
anpassen. Alternativ können Sie, wo erforderlich, wieder zu den Einstellungen zurückgehen und dort
weitere Anpassungen vornehmen. Die besten Ergebnisse erzielt man jedoch, indem man in der oben
beschriebenen Reihenfolge vorgeht. Bspw. ist es wichtig, zunächst die EQ-Steuerelemente einzustellen,
ehe die Dynamik verändert wird, da entlang der mischerinternen Verarbeitungskette die
Dynamikvorgaben erst nach der Entzerrung auf den Ton angewendet werden.
Das Allerwichtigste: Setzen Sie alle Effekte gut durchdacht ein, damit der Ton nicht nur spannend,
sondern immer noch natürlich klingt.
ATEM Software Control
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