Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Reuter-Elektronik RSR200 Bedienungsanleitung Seite 9

Für den direkt digitalisierenden blackbox-empfänger
Inhaltsverzeichnis
weiterverarbeitet wird. Ergebnis ist eine Erhöhung des SNR entsprechend der parallelen
Addition und eine Dämpfung unerwünschter Aliasing-Signale entsprechend des gewählten
Seitenbands. Die praktisch erreichbare Dämpfung beträgt ca. 30 dB.
Sep: Separate Verarbeitung der Daten von Kanal 1 und Kanal 2. Beide Kanäle arbeiten
vollkommen getrennt voneinander (praktisch 2 Geräte in einem). Ihre Signale können
unterschiedlichen Schnittstellen zur Weitergabe an einen oder zwei PC zugeführt werden.
- AD CLK MHz:
Taktfrequenz der ADC (beide Kanäle arbeiten immer mit der gleichen AD-Taktfrequenz). Die
Frequenz kann in Schritten von 1 MHz eingestellt werden. Wählen sie eine Taktfrequenz, bei
der die ADC gerade mit der minimal benötigten Taktrate (Aliasing-Signale berechnen /
beobachten) arbeiten. Die Verstellung der Taktrate ist kritisch (jeweils kurze Unterbrechung der
Signalverarbeitung und Schnittstellen-Datenübertragung) und kann unter Umständen zu
Fehlfunktionen führen. Benutzen sie diese Einstellung nur, wenn unbedingt notwendig.
Achtung! Hohe Taktfrequenzen führen zu erhöhter Stromaufnahme und damit Erwärmung des
RSR200. Beachten sie die Innentemperatur des Geräts und vermindern sie die Taktfrequenz
oder schalten sie das Gerät aus, wenn die Temperatur über 80°C steigt!
- Osz Hz / Lock:
Anzeige der (vom SDR-Programm gesteuerten) im RSR200 erzeugten Mischfrequenz zur
Erzeugung des Ausgangsspektrums. Die Datenströme der beiden Kanäle werden mit dieser
Frequenz gemischt und das entsprechend in der Frequenz verschobene Spektrum wird zu den
Schnittstellen geleitet. Kanal 2 läuft immer parallel zu Kanal 1 mit Ausnahme der
Betriebsartenwahl „Sep". Die Frequenz kann auch manuell eingegeben werden. Schalter
„Lock" kann die Frequenz verriegeln, so dass sie nicht mehr vom SDR-Programm gesteuert
werden kann (sinnvoll, wenn das Programm häufig unnötige Verstellungen vornimmt).
- GPS Hz
Anzeige der vom GPS-Empfänger (bei angeschlossener Antenne) ermittelten Abweichung der
ADC-Taktfrequenz vom Sollwert. Der Wert wird bei jeder Frequenzeinstellung als
Korrekturwert verwendet.
Hinweis: Der RSR200 besitzt einen sehr rauscharmen Hauptoszillator zur Erzeugung der
ADC-Taktfrequenzen. Der Nachteil solch signaltechnisch hochwertiger (kurzzeitstabiler)
Oszillatoren
Temperaturänderungen, Exemplarstreuungen und Alterung. Diese langsamen Änderungen
können durch einen Korrekturwert ausgeglichen werden. Dazu ist eine genaue Messung der
aktuellen Frequenz notwendig. Das ist bei stabilem Empfang des GPS-Signals bis auf eine
Abweichung von 1 Hz möglich. Die Korrektur erfolgt dabei nicht durch direkte Beeinflussung
des Oszillators (PLL o. ä.), so dass dessen spektrale Reinheit vollständig erhalten bleibt.
- T °C:
Kerntemperatur des FPGA im Gerät. Sie sollte in Spitzen nicht über 80 °C hinaus gehen und
dauerhaft nicht über 75 °C. Vermindern sie andernfalls die ADC-Taktfrequenz oder schalten sie
das Gerät aus.
- USB1, LAN1, USB2, LAN2 und zugehörige Auswahlmenüs:
Hier erfolgt die Auswahl der Schnittstelle, an der die Daten des jeweiligen Kanals ausgegeben
werden (USB* / LAN*: Schnittstelle; *1 / *2: Kanal). Das zugehörige Auswahlmenü bestimmt
die Dezimierung (Teilerfaktor zur Verminderung der Datenrate gegenüber der ADC-Taktrate).
Geringe Dezimierung ergibt hohe Bandbreiten, aber auch hohe zu übertragende Datenraten.
Stellen sie die Datenrate nur so hoch ein, dass keine oder nur sehr wenige Daten verloren
gehen (siehe unten).
Achtung! Prinzipiell können mehre Datenströme zu den Schnittstellen geleitet werden. Das
Verbindungsprogramm ExtIO_RSR200B100.DLL erlaubt jedoch in der Originalversion nach
„Winrad-Standard" nur die Weiterleitung an ein einzelnes SDR-Programm. Die parallele
Verarbeitung mehrerer Datenströme erfordert spezielle Software.
CON:
AUSGABE
DATUM
2.11
12.09.2025
ist
ihre
oft
nicht
K & M Burkhard Reuter
NAME
RSR200_BA_V211.PDF
B. Reuter
besonders
hohe
Frequenzstabilität
gegenüber
Seite 9
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis