Eingangssignale. Wenn die Empfangsbereiche mit möglichst großer Bandbreite ausgenutzt werden sollen,
gehen sie folgendermaßen vor:
•
Prüfen sie, welche Frequenzbereiche an welchem Eingang empfangen werden sollen und welche
Signale tatsächlich von den verwendeten Antennen geliefert werden.
•
Identifizieren Sie die notwendige ADC-Taktfrequenz und die daraus resultierende Lage der
Nyquist-Zonen, die einen durchgehenden Empfang des gewünschten Bereichs ermöglichen.
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Prüfen Sie, wie weit die im RSR200 integrierten Möglichkeiten der Signalfilterung ausreichen, um
den gewünschten Bereich störungsfrei empfangen zu können (ausreichende Dämpfung der
außerhalb dieses Bereichs sonst noch von den Antennen gelieferten Signale).
•
Schalten sie, wenn nötig, entsprechende Filter vor den jeweiligen Signaleingang.
Achtung! Die Umschaltung der Eingänge HF1, HF2 und VHF an die ADC erfolgt mit begrenzter Dämpfung
des jeweils ausgeschalteten Kanals. Auch existiert nur eine begrenzte Übersprechdämpfung zwischen den
Bauteilen der verschiedenen Kanäle auf der Leiterplatte des Gerätes. Starke Signale an einem Eingang
können deshalb auch unerwünscht in Kanälen erscheinen, die auf einen anderen Eingang geschaltet sind.
Trennen sie in diesem Fall den störenden Eingang ab.
5.2 USB-Schnittstelle
Ein üblicher PC mit USB3.x Port benötigt geringe Rechenzeiten, um die Blöcke aus der Schnittstelle zu
lesen und an die Software zu leiten. Weiterhin kann dieser Ablauf durch hohe Belastung des PC immer
wieder kurzzeitig vom Betriebssystem unterbrochen werden.
Tests an einem Intel i7 8 Core / max. 4 GHz PC unter Windows 10 erbrachten unter Idealbedingungen
(keine weitere USB-Schnittstelle benutzt, kein anderes Programm aktiv, auch kein SDR-Programm, nur die
Bedienoberfläche) eine stabile Datenrate von ca. 85 MSp/s. Nach Start von HDSDR sind noch ca. 70
MSp/s möglich. Damit ist die USB-Schnittstelle die erste Wahl, wenn es um große Bandbreiten geht.
Im RSR200 arbeitet ein Schnittstellenschaltkreis der Firma FTDI (FT601Q). Dieser benötigt einen USB-
Treiber auf einem Windows-PC zur Herstellung der USB-Verbindung. Die FTDI-Schaltkreise sind weit
verbreitet und oft ist auf dem PC schon der passende Treiber aktiv. Fragt Windows nach einem Treiber,
oder ist der vorhandene nicht funktionsfähig, so können die Treiber auf der Produktseite des RSR200 von
unserer Website geladen werden (passende Version auswählen). Im Gerätemanager ist dann der Treiber
anzugeben (neuen Treiber für „unbekanntes Gerät" o. ä.). Die erfolgreiche Installation wird nach Anschluss
/ Einschalten des RSR200 so wie folgt (o. ä.) angezeigt:
5.3 LAN-Schnittstelle
Für das Netzwerk ist eine Verbindung mit 1 GBit vorgesehen. Unter den oben genannten Bedingungen ist
eine stabile Datenrate von maximal ca. 950 MBit per TCP oder UDP möglich. Dazu muss der PC über
einen 1 GBit-Netzwerkanschluss direkt mit dem RSR200 verbunden werden und es dürfen keine anderen
Netzwerkverbindungen aktiv sein.
Achtung!
In der ersten Version V10x der Firmware und der ExtIO_RS200B10x.DLL ist der
Netzwerkanschluss nicht vollständig aktiv. Benutzen sie zunächst nur die USB-Schnittstelle.
AUSGABE
DATUM
2.11
12.09.2025
K & M Burkhard Reuter
NAME
RSR200_BA_V211.PDF
B. Reuter
Seite 16